Zwingerhusten beim Hund – Definition, Symptome, Behandlung

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Zwingerhusten ist eine Krankheit der oberen Atemwege beim Hund. / Foto: pexels

Zwingerhusten beim Hund ist eine Erkrankung der Atemwege und äußert sich in erster Linie durch einen trockenen Husten.

Der Zwingerhusten beim Hund (auch: Infektiöse Tracheobronchitis oder englisch Kennel cough) wird über Tröpfchen oder die Luft übertragen. Besonders rasch breitet sich diese Krankheit, die die Atemwege befällt, aus, wenn sich viele Hunde auf engem Raum befinden. Daher auch der Name: In Zwingern oder bei Veranstaltungen, wo viele Hunde aufeinandertreffen (z.B. Hundeausstellungen oder auch in Tierheime), haben die Bakterien und Viren ein leichtes Spiel und die Krankheit kann sich besonders schnell ausbreiten. Besonders gefährdet sind auch jene Hunde, deren Immunsystem, beispielsweise durch Stressfaktoren, geschwächt ist.

Erreger

An dieser Krankheit können sowohl verschieden Viren als auch verschiedene Bakterien beteiligt sein. Die Inkubationszeit ist daher sehr variabel, sie liegt zwischen zwei und dreißig Tagen.

Sehr häufig ist der Canine Parainfluezavirus (CPIV, Paramyxviridae) und das Bakterium Bordetella bronchiseptica die Ursache für den Zwingerhusten.

Symptome

Ganz typisch ist ein trockener, würgender Husten – fast so, als wollte der Hund einen Fremdkörper loswerden. Der Husten muss dabei nicht zwangsweise ständig auftreten, sondern beispielsweise nur beim Spielen oder Laufen. Wenn bestimmte Bakterien den Zwingerhusten auslösen, kann der Husten auch feucht sein. Dabei gibt der Hund beim Atmen rasselnde Geräusche von sich (dies kann der Tierarzt beim Abhören feststellen).

Meist ist das allgemeine Wohlbefinden des Hundes trotz des Zwingerhustens nicht stark oder nur wenig beeinträchtigt. Bei schweren Krankheitsverläufen ist aber auch ein Auftreten von Fieber, Pharyingitis (Rachenentzündung) oder Tonsillitis (Mandelentzündung) möglich. Auch Entzündungen der Bronchien oder der Lunge, Rhinitis (Schnupfen) oder Konjunktivitis (Bindehautentzündung) können hinzukommen.

Behandlung

Obwohl diese Infektion oft nach einigen Tagen von selbst abheilt, ist es dennoch ratsam, bei Verdacht auf einen Zwingerhusten einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann dem Hund nämlich gegebenenfalls Medikamente wie beispielsweise Antibiotika oder Hustenstiller verschreiben bzw. Sekundärinfektionen ausschließen.

Um den Heilungsprozess nicht zu stören, sollte dem Hund viel Ruhe gegönnt werden. Empfehlenswert ist außerdem die Vermeidung von Zugluft und die Benutzung eines Brustgeschirrs anstatt eines Halsbandes, um Druckausübung auf den Hals zu verhindern.

Da der Zwingerhusten sehr ansteckend ist, sollte der Kontakt zu anderen Hunden eingeschränkt oder, wenn möglich, gänzlich vermieden werden, um die Krankheit nicht weiter auszubreiten. Ratsam ist es auch, Futter- und Trinkschüsseln regelmäßig zu desinfizieren.

Zwingerhusten beim Hund – Prävention

Grundsätzlich ist ein gutes Immunsystem der beste Schutz vor der Infektion des Zwingerhustens. Daher sollte immer für ausreichend Bewegung, frische Luft und ausgewogene Ernährung gesorgt werden.

Es gibt aber auch die Möglichkeit einer Impfung gegen die beiden Haupterreger. Da allerdings, wie bereits erwähnt, viele andere Bakterien und Viren den Zwingerhusten bei Hunden auslösen können, ist mit einer Impfung kein hundertprozentiger Schutz gewährleistet. Der Krankheitsverlauf wird aber durch eine Impfung deutlich abgeschwächt.

Am besten sprechen Sie aber mit einem Tierarzt über die Notwendigkeit einer Impfung. Ratsam ist es auch, in der „Leitlinie zur Impfung von Kleintieren“ , die von der „Ständigen Impfkommission Vet.“ herausgegeben wird, nachzulesen, ob eine Impfung empfohlen wird oder nicht.