Gastritis beim Hund: Erkennen und behandeln

Gastritis beim Hund Erkennen und Behandeln Krankheit Magenschleimhaut
Bei einer Gastritis leidet der Hund meist unter Übelkeit und starken Bauchschmerzen. / Foto: Pexels

Gastritis beim Hund ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die mit Schmerzen, Krämpfen und Übelkeit einhergeht. Die Krankheit kommt bei Hunden verhältnismäßig häufig vor.

Gastritis beim Hund ist eine Magenschleimhautentzündung. Die Magenwand des Hundes ist normalerweise mit einem Schutzmantel aus Epithelzellen und Schleim ausgekleidet. Wird diese Barriere aber beschädigt, kommt die Magensäure in direkten Kontakt mit den Magenwänden und führt zu diversen Beschwerden.  Werden die Ursachen der Erkrankung nicht frühzeitig erkannt und behandelt, kann die Gastritis einen chronischen Verlauf nehmen.

Ursachen

Die Ursachen einer Magenschleimhautentzündung können sehr vielfältig sein. Oft ist es im Nachhinein gar nicht möglich, den Auslöser der Krankheit zu bestimmen. In Frage kommen beispielsweise:

  • Permanenter Stress
  • Medikamente
  • Parasiten wie Würmer oder Giardien
  • Futterunverträglichkeiten
  • Fehlerhafte Ernährung
  • Bakterien (z.B. Helicobacter pylori)
  • Nierenerkrankungen
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • Endokrine Erkrankungen
  • Magengeschwür

Gastritis beim Hund erkennen

Die Krankheit ist nicht immer offensichtlich, sie zu erkennen erfordert ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit von Seiten der Hundebesitzer. Folgende Symptome und Verhaltensweisen können auf eine Entzündung der Magenschleimhaut hindeuten:

  • Appetitlosigkeit: Keine oder verminderte Nahrungsaufnahme.
  • Übelkeit
  • Sodbrennen: Dieses äußert sich durch Schmatzen, häufiges Gähnen, Speicheln, Fressen von Gras.
  • Erbrechen: Von Futter oder galligen Sekreten (gelbliche Färbung). Liegt ein Magengeschwür vor, kann sich auch Blut im Erbrochenen befinden.
  • Einschränkungen des allgemeinen Wohlbefindens: Antriebslosigkeit, starkes Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf, Lustlosigkeit.
  • Ruhelosigkeit: Liegeplätze werden oft gewechselt, zielloses Herumwandern.
  • Starker Mundgeruch
  • Magen-Darm-Geräusche
  • Gewichtsabnahme
  • Starkes Durstgefühl
  • Stumpfes Fell
  • Blasse Schleimhäute

Diagnose

Bei Verdacht auf eine Gastritis ist es sehr wichtig, dass ein Tierarzt aufgesucht wird, damit eine akute Entzündung keinen chronischen Krankheitsverlauf annimmt. In die genaue Diagnose des Tierarztes werden sowohl die klinischen Symptome als auch die Befunde weiterer Untersuchungen miteinbezogen. Dazu gehören beispielsweise Ultraschalluntersuchungen (Untersuchungen der inneren Organe von außen) oder Gastroskopien (Magenspiegelungen). Gegebenenfalls wird der Tierarzt auch eine Blutuntersuchung vornehmen. Dies ist vor allem wichtig, wenn der Hund sehr oft und viel erbricht. Die Untersuchung des Blutes dient dann auch zu einer Sicherstellung des Wasser-, Elektrolyt,- und Säure-Basen-Haushaltes.

Behandlung einer akuten Gastritis

Bei einer akuten Gastritis ist der vorübergehende Entzug von Nahrung empfehlenswert, damit sich der Magen erholen kann. Hier sollte der Hund (nach Rücksprache mit dem Tierarzt!) ca.  24h auf „Diät“ gesetzt werden. In dieser Zeit sollte der Patient lediglich Wasser und keine feste Nahrung zu sich nehmen. Unter Umständen (vor allem wenn das Tier von starkem Erbrechen geplagt ist) wird der Tierarzt Medikamente gegen Übelkeit und den Brechreiz verschreiben. Ist der Flüssigkeitsverlust schon zu weit vorgeschritten, ist die Verabreichung von Infusionen notwendig.

Behandlung einer chronischen Gastritis

Die Behandlung der chronischen Gastritis ist stark von der Ursache abhängig. Leidet der Hund an einer bakteriellen Infektion, verschreibt der Tierarzt meist Antibiotika. Können keine genauen auslösenden Faktoren festgemacht werden,  werden meist magensäurehemmende Medikamente in Kombination mit Immunsuppressiva wie Kortison verschrieben. Manchmal ist außerdem eine Futterumstellung ratsam.