Dienstag, Oktober 4, 2022
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Vom "Kampfhund" zum Fast-Therapiehund

Zehn "Listenhunde" hatten Glück - ihnen wurde eine neue Chance zuteil. © TAT
Zehn "Listenhunde" hatten Glück - ihnen wurde eine neue Chance zuteil. © TAT

Keine Aussicht auf Vermittlung gab es für zehn „Listenhunde“ aus dem Wiener Tierschutzverein – bevor sie das Glück hatten, für ein Projekt ausgesucht zu werden, das sie zu Therapiehunden ausbilden sollte. Fast alle von ihnen dürfen sich schon über ein neues Zuhause freuen.

Es war ein Projekt, das im Sommer 2013 aus einer Idee entstand und sich zu einem sensationellen Erfolg entpuppte. In einem Gespräch beschlossen die Präsidentin des Wiener Tierschutzhauses Madeleine Petrovics, „TAT Tiere als Therapie“-Obmann Paul Cech und TAT-Geschäftsführerin Helga Widder, einen Versuch zu starten.

Zehn „Listenhunden“ aus dem Wiener Tierschutzverein sollte eine ganz spezielle Chance zuteil werden. Sie waren fast alle bereits bis zu fünf Jahren in Zwingerhaltung gewesen, ohne Aussicht auf Vermittlung. Von Paten und Patinnen betreut, wurden sie für ein ganz spezielles Projekt ausgesucht. Ein Projekt, das zeigen sollte, dass auch Hunde aus dem Tierschutz – wenn sie gefördert und gestärkt werden – im Team mit „ihrem“ Menschen dazu fähig sein können, tiergestützte Besuchsdienste zu absolvieren.

Fast alle vergeben

Im Sommer 2013 wurde mit der Vorbereitung der Organisation gestartet, das praktische Training begann im darauffolgenden November. In etwa 14-tägigem Abstand wurde mit den Teams, jeweils eine Patin oder ein Pate mit Hund, nach einem konkreten Trainingsplan gearbeitet. Darauf wurde besonders auf die Schwerpunkte Verhalten mit Menschen, Verhalten der Hunde miteinander, Gewöhnung an Gehhilfen, Rollstühle, Lärm und zuverlässige Kontrollierbarkeit geachtet. Die Paten wurden auf die Grundlagen des Hundeverhaltens und Lernsysteme, das Lesen des Hundes und auch Einsatzmöglichkeiten eines Therapiehundes geschult.

Hunde und Menschen zeigten von Anfang an unglaublichen Arbeitseifer. Während der gesamten Zeit gab es kaum Probleme im Umgang mit Menschen und anderen Hunden. Das Tolle daran: Bis auf einen Hund haben bereits alle Vierbeiner ein neues Zuhause gefunden. Man ist aber zuversichtlich, auch für Mary bald einen guten Platz zu finden.

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