USA: 84-jährige nimmt nach Hurrikan „Laura“ 30 Hunde auf

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Nach dem Hurrikan Laura waren nicht nur viele Menschen, sondern auch viele Hunde plötzlich obdachlos. / Symbolfoto: pexels.

Ende August wütete Hurrikan „Laura“ durch Teile der Karibik und den Süden der USA und zog eine Spur der Verwüstung nach sich. Tausende Menschen verloren ihre Häuser und Besitztümer, und auch tausende Hunde landeten auf der Straße. Die 84-jährige Rita Bingham zeigte in dieser Zeit großer Not ein noch größeres Herz und nahm 30 Hunde in ihrem Zuhause auf.

2020 hat es in sich: Nach australischen Buschfeuern und einer globalen Pandemie zog nun Ende August der tropische Hurrikan „Laura“ durch Teile der Karibik und bewegte sich über die USA, wo der Sturm Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h erreichte und damit als Kategorie Vier von insgesamt fünf Stufen der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala eingestuft wurde. Zahllose Menschen evakuierten ihre Häuser bereits vor der Ankunft des Hurrikans und flohen aus dem Pfad der Zerstörung, den dieser nach sich zog. Leider überließen viele der Evakuierten ihre Haustiere dem Schicksal, setzten sie auf den Straßen aus oder ließen sie zu Hause zurück. Nachdem „Laura“ große Teile des Staates Loisiana heimgesucht hatte, fasste sich die 84-jährige Rita Bingham ein Herz und brachte die heimatlosen Hunde zu sich nach Hause. Schnell hatten sich 30 Tiere unter ihrem Dach versammelt!

Eine alte Dame als Retterin in Not

Für Rita Bingham ist der Einsatz für Tiere in Not keineswegs eine einmalige Sache: Als Direktorin der „Humane Society of West Lousiana“ hat sie ihr Leben der Rettung hilfsbedürftiger Vierbeiner verschrieben und schreitet auch in Zeiten, die für sie selbst schwer sind, mutig zur Tat: Sie kümmert sich liebevoll über jeden obdachlos gewordenen oder ausgesetzten Hund, der sich finden ließ, und selbst heute, eine Woche nach Hurrikan „Laura“, leben weiterhin 20 Hunde in ihrem Zuhause. „Meine Tochter und ich nehmen die Kranken, die Lahmen und die Hässlichen auf“, sagte Bingham im Interview mit der DailyMail. „Aber ich kann nicht alle retten. Ich wünschte, ich könnte es.“ Die alte Dame ist sehr erbost über die Bereitschaft der Menschen, ihren besten Freund einfach so zurückzulassen: „Die Leute denken ‚Es ist ein Hund, der kommt schon zurecht.‘, aber dieser Hund war viele Jahre lang von Menschen abhängig, er weiß nicht, wie man selbst an Futter kommt oder da draußen überlebt. […] Das sind Hunde. Sie verlassen sich auf uns Menschen.“ Bingham hofft, dass sich bald ein neues Zuhause für sie findet, sobald sich die Situation beruhigt hat – aber sie weiß genau, wie schwer die Vermittlung alter oder kranker Tiere ist. 60% ihres Einkommens steckt die alte Dame in ihre tierischen Schützlinge, ohne jede Reue: „Wenn meine Nächsten sich nicht um sie kümmern, kümmere ich mich eben. So einfach ist das.“