Samstag, Oktober 1, 2022
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Tragödie beim Hundefrisör: Bernhardiner Tosia verstirbt

Für viele Vierbeiner ist der Gang zum Hundefrisör mit Stress und Unbehagen verbunden – doch im Normalfall endet er nicht tödlich. Bernhardiner-Hündin Tosia bildet eine tragische Ausnahme. Nun soll ermittelt werden, ob es sich um einen unglücklichen Unfall oder Nachlässigkeit handelt.

Für Bernhardiner-Mischlingshündin Tosia hätte der Besuch beim Hundefrisör reine Routine sein sollen. Ihr Besitzer, Igor Szymański, brachte die 4-jährige Fellnase Anfang Juni zum Trimmen und Auskämmen in einen Hundesalon in Pyskowice, einer beschaulichen Stadt im Gleiwitzer Kreis in Schlesien. Es war nicht ihr erster Besuch, der Mann hatte seine beiden Hunde und auch Katzen schon mehrmals im selben Etablissement zur Pflege abgegeben. Niemals hatte es Probleme gegeben. Daher war der Schock umso größer, als Szymański eine halbe Stunde später einen Anruf vom Hundefrisör erhielt: Tosia war leider vor Ort verstorben. Der Mann war fassungslos. Was war passiert?

Unglücklich ausgerutscht

Wie sich herausstellte, war Tosia zum Frisieren auf einen Tisch gehoben worden. Man hatte eine Leine an ihrem Halsband festgemacht, welche in der Decke verankert war. Als der Hundefrisör kurz auf die Toilette verschwand, ließ er den Hund unbeaufsichtigt in dieser Situation zurück. Wahrscheinlich war der 50 Kilogramm schwere Hund kurz danach unglücklich auf dem glatten Tisch ausgerutscht. Als der Mann ins Zimmer zurückkehrte, hatte sich Tosia bereits selbst stranguliert. Szymański glaubt jedoch nicht an einen Unfall. Der polnischen Tageszeitung Dziennik Zachodni sagte er, dass es unmöglich sei, nicht mitzubekommen, wenn ein so großer und schwerer Hund um sein Leben kämpfe. Er will keine Entschuldigung von dem Besitzer des Tiersalons – von diesem hat er seit dem tragischen Todesfall nichts gehört.

Polizei eingeschaltet

Aber er will, dass der Hundefrisör für seine Verantwortungslosigkeit geradestehen muss. Schließlich wäre keine Tragödie geschehen, wenn Tosia mit einem Geschirr statt einem Halsband gesichert gewesen oder gar nicht erst allein gelassen worden wäre. Gerüchten zufolge, die der Hundebesitzer nach dem Teilen seiner Geschichte auf sozialen Medien gehört hat, wird den Tieren in besagtem Salon angeblich Medikamente verabreicht. Er hat nun einen toxikologischen Befund für Tosias Leichnam angefordert und wartet auf die Ergebnisse. Szymański hat zudem Anzeige bei der Polizei erstattet. Er hofft darauf, dass die Beamten den Fall mit gebührendem Ernst untersuchen werden.

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