Studie zeigt: der Wolf ist sozialer als der Hund

Der Wolf erweist sich als sozialer als der Hund
Unter Artgenossen gibt der Wolf gerne mal ein Leckerli aus. Foto: © Pexels

Zwei ungleiche Brüder

Eine Studie des niederösterreichischen Wolfsforschungszentrums beschäftigte sich jüngst mit dem Sozialverhalten von Wolf und Hund. In ihrem Mittelpunkt standen 15 Vierbeiner, die mithilfe technischer Geräte ihre Gemeinschaftskompetenz unter Beweis stellen durften. Und eines wurde dabei klar: Die Domestizierung machte den Hund nicht gleichzeitig sozial(er).

Das Wolfsrudel als wichtigster Sozialverband

Eine Forschergruppe rund um Rachel Dale brachte (gesamt) 15 Wölfen und Hunden den grundlegenden Umgang mit einem Tablet bei. Im Folgenden lernten die Vierbeiner, mittels Nasendruck die Leckerli-Ausgabe an Artgenossen zu steuern. Nun wurde getestet, wer sich freigiebiger zeigte. Als eindeutig spendabler präsentierte sich der Wolf – jedoch nur bei Rudelgenossen. Artgenossen, die nicht Mitglied des eigenen Rudels waren, blieben Leckerlis verwehrt. Hunde unterschieden hier zwar nicht, spendierten jedoch weder dem einen noch dem anderen etwas.

Fazit oder: Warum Hunde mit Leckerlis geizen

Die Domestizierung schein unsere Fellnasen ja nicht unbedingt sozialer gemacht zu haben. Jedoch, stimmt das? Rachel Dale stimmt dem im Wesentlichen zu. Allerdings sei es so, „dass Toleranz und Großzügigkeit gegenüber Gruppenmitgliedern dazu beitragen, ein hohes Maß an Kooperation herzustellen – so wie bei den Wölfen.“ Dies treffe oftmals auch auf Haushunde zu, betreffe dann aber überwiegend Herrchen und Frauchen. Die hier getesteten seien jedoch Rudelhunde gewesen.