Neubau für die Fellnase: Raum für deinen Hund

Hund auf einem Sandhügel vor Sonnenuntergang/ stock.adobe.com © manushot

Neu zu bauen oder zu kernsanieren ist die ideale Möglichkeit, dein Haus zum perfekten Heim für Mensch und Hund zu machen

Ein Haus bauen, das ist ein Traum, den sich Zehntausende jährlich erfüllen. 2019 beispielsweise wurden in Deutschland 83.804 klassische Einfamilienhäuser errichtet – und weitere 19.306 Zweifamilienhäuser noch dazu. In Österreich waren es insgesamt 19.133 Ein- und Zweifamilienhäuser. Rechnet man noch kernsanierte Bestandsgebäude hinzu, sprechen wir von der weit über hunderttausendfachen Erfüllung dieses Traumes.

Dabei ist es auch ein ziemlich vernunftbasierter Traum. Denn keine andere Wohnform bietet so umfassende Möglichkeiten, sich ein rundweg perfektes Zuhause zu erschaffen. Doch, obwohl es schätzungsweise (die Gesamtzahlen werden nirgendwo einheitlich erfasst) rund acht Millionen Hunde in Deutschland und gut 800.000 in Österreich gibt, ist davon auszugehen, dass nur bei wenigen Gebäuden auch ein starker Fokus der Arbeiten auf den Vierbeinern lag.

Dabei sind diese natürlich ebenso Mitbewohner und für viele auch Familienmitglieder, die sich in dem Haus wohlfühlen sollen. Angesichts dieser Tatsache gibt es auch viele Dinge, die bei einem solchen Bau dafür sorgen können, dass die Fellnasen ähnlich viele Vorteile genießen wie Herrchen und Frauchen. Du möchtest selbst bauen oder kernsanieren? Dann schau dir an, wie du hierbei auch ein echtes Heim für deinen Hund und dich in deiner Eigenschaft als Hundebesitzer errichten kannst.

Plane nicht generell für Hunde, sondern für deine(n) Hund(e)

Viele Abmessungen rund um ein Gebäude orientieren sich am durchschnittlichen Menschen und so ist praktisch alles an oder in einem Haus hinsichtlich seiner Maße genormt. Lichtschalter beispielsweise müssen 105 Zentimeter über dem Boden installiert sein – auf diese Weise können sowohl kleine Kinder wie großgewachsene Erwachsene sie gut erreichen. Ähnliches gilt auch für zahllose andere Details zwischen der Installationshöhe von Türklinken, der Durchgangshöhe von Türen, dem Schrittmaß von Treppenstufen.

Neubau für die Fellnase, kleiner Hund stützt sich mit den Vorderpfoten auf einer Treppenstufe ab und steht auf den Hinterbeinen. (stock.adobe.com © Willee Cole)
Ein hundegerechtes Haus hängt in hohem Maß vom jeweiligen Hund ab. Nicht alles passt für alle Rassen. (stock.adobe.com © Willee Cole)

Bei Hunden hingegen sind die Unterschiede zwischen den Rassen ungleich größer. Denk allein an die Größenunterschiede zwischen erwachsenen Chihuahuas und beispielsweise Irischen Wolfshunden. Hinzu kommt, dass nichts am Bau in irgendeiner Weise für tierische Bewohner offiziell normiert wäre.

Somit gibt es vor allem, aber nicht ausschließlich, hinsichtlich der Abmessungen keine echten Universalantworten, die jeder Hunderasse gerecht würden. Hier bist du selbst gefragt: Du musst derjenige sein, der sich Gedanken über die tatsächlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse deines Tieres macht. Vor allem hinsichtlich:

  • seiner Körpergröße,
  • seines persönlichen und rassetypischen Charakters,
  • seiner spezifischen Krankheiten und Anfälligkeiten (bspw. Hüftgelenksdysplasie).

Wenn du beispielsweise einen Labrador Retriever besitzt, wird es ihm vermutlich deutlich weniger ausmachen, täglich mehrfach einige (Menschen-)Stufen zu überwinden, um von der Terrasse in den Garten und zurück zu gelangen, als wenn ein kleiner Rauhaardackel dein Leben bereichert.

Neubau für die Fellnase, Hund gräbt ein Loch im Garten. (stock.adobe.com © CLShebley)
Dein Hund liebt „Tiefbauarbeiten“? Dann muss die Gartenumfriedung dem eher Rechnung tragen als wenn dein Tier nicht gerne buddelt. (stock.adobe.com © CLShebley)

Umgekehrt müsste ein Haus, in dem nur betagtere Hunde leben, die du etwa aus dem Tierheim rettest, andere Details mitbringen als eines, welches einem Tier vom Welpen- bis ins Greisenalter gleichgute Bedingungen bieten soll – hier wird die Brücke zum Menschen geschlagen. Denn natürlich haben kleine Kinder und Senioren ebenfalls völlig andere Ansprüche an ein Haus als Bewohner, die altersmäßig dazwischen liegen.
Für dich bedeutet dies letztlich, dass du dir vor einem Bau echte Gedanken machen musst:

  • Liste zunächst alles auf, was sich in deinen jetzigen Wohnverhältnissen als nicht optimal für deinen Hund erwiesen hat und vermeide dies bei deinem (Um )Bauprojekt konsequent.
  • Überlege, wie deine Zukunft auch später aussehen soll, wenn dein jetziger Hund irgendwann einmal nicht mehr ist. Planst du, dir dann einen neuen anzuschaffen, ggf. eine andere Rasse?
  • Falls noch nicht getan, informiere dich über Stärken und Schwächen deiner Hunderasse. Sprich mit Klubs und Züchtern, sie können dir wertvolle, rassespezifische Informationen geben.
  • Sprich mit den Planern und unterstreiche dabei, dass dein Haus nicht nur für Menschen gebaut wird. Lass dich auf keine Diskussionen ein, viele Planer sind nur untrainiert im Umgang mit hundegerechtem Bauen. Du musst deshalb dieses Detailwissen zur Anregung mitliefern.

Dass am Ende dieses Weges ein Haus steht, das beispielsweise genug Gartenfläche hat, damit dein Tier nach Herzenslust toben kann, dürfte klar sein. Allerdings gibt es noch mehr, was du beachten kannst und solltest.

Vermeide sämtliche Anstrengungen und Gefahren für deinen Hund

Vier Beine, niedrigere Höhe, geringere Sohlenfläche, dazu Krallen, die unter Umständen für Kratzer sorgen können, eine unsagbar empfindlichere Nase, sehr gute, aber farbenblinde Augen: Es gibt viele Details, die einen Hund aus architektonischer Sicht zu einem völlig anderen Hausbewohner machen als einen Menschen.

Angesichts dessen solltest du alles daransetzen, dass in deinem neuen Haus keinerlei Gefahren für deinen Vierbeiner drohen – und nach Möglichkeit auch keine unnötigen Anstrengungen/Belastungen. Diese Dinge sind das mit Abstand Wichtigste, um ein Haus hundegerecht zu machen. Im Detail bedeutet dies:

Versuche, so wenige Treppen wie möglich zu benötigen

Zwar gibt es kaum eine Alternative zur Treppe, um die Stockwerke zu erschließen, sofern du keinen Bungalow möchtest. Diesen Punkt solltest du jedoch auch im Außenbereich berücksichtigen.

Zwar sind Treppen nicht für jeden Hund ein Problem, aber zumindest anstrengend und (etwas) gefährlich. Je länger der Hunderücken und je kürzer seine Beine, desto weniger sollte er überhaupt Treppen gehen müssen. Achte vor allem darauf, dass diese Wege nicht mehrmals täglich nötig sind. Vielleicht erlaubt es die Raumgestaltung ja, alles so zu belegen, dass dein Vierbeiner andere Stockwerke gar nicht betreten muss.

Neubau für die Fellnase, Welpe am Treppensabsatz blickt nach oben. (stock.adobe.com © sweetlaniko)
In einem sehr gut geplanten Haus gibt es für vierbeinige Bewohner gar keine Notwendigkeit, Treppenstufen zu überwinden – weder innen noch außen. (stock.adobe.com © sweetlaniko)

Denke bei den Fußböden vor allem ans Tier

Denn was wir Menschen als komfortabel empfinden, kann für den Hund das totale Gegenteil sein. Auch die Optik ist ihm völlig gleich, dafür aber zieht er auch nie die schmutzigen, nassen „Schuhe“ aus, wenn er das Haus betritt.
Das heißt, du benötigst ein Fußbodenmaterial, das relativ weich, schön griffig, leicht zu reinigen und wenig kratz- und feuchtigkeitsempfindlich ist. Besonders hundegeeignet sind deshalb:

  • geölte Holzfußböden (allerdings nicht lackierte),
  • Kork (egal ob geölt oder lackiert),
  • Vinyl oder
  • Linoleum.

Alles, was in die Kategorien Laminat sowie Fliesen und Steinzeug fällt, ist hingegen in Bezug auf die Hundehaltung zu hart, kalt, rutschig, wasserempfindlich und/oder kratzempfindlich. Teppichboden hingegen ist zwar sehr griffig, weich und warm, aber oft auch schmutzempfindlicher. Sinnvoll können Läufer sein anstelle von festverlegter Auslegeware.

Achte jedoch darauf, dass dein Fußbodenmaterial generell von sehr hoher Qualität ist – vor allem wegen der Krallen. Übrigens: Wenn ohnehin eine brandneue Heizungsanlage installiert wird, wäre die Kombination mit einer Fußbodenheizung optimal. Besser kann dein Hund nicht auf dem Boden vor sich hinträumen.

Denke schon bei der Planung an einen Rückzugsbereich

Wo das menschliche Schlafzimmer liegen wird, steht meist schon in der Frühphase der Hausplanung fest. Die Ecke für das Hundebett wird hingegen oft nachträglich dazu auserkoren. Mach es anders: Lege ebenfalls in der Planungsphase bereits fest, wo dein Tier seine Nickerchen halten kann. So lässt sich frühzeitig ein Ort einplanen, an dem er zwar alles mitbekommt, aber dennoch ausreichend entfernt von Durchgangszonen liegt.

Prüfe sämtliche Pflanzen auf Hundeverträglichkeit

Ein Eigenheim bedeutet meist auch einen eigenen Vor- und Hauptgarten. Natürlich möchtest du diesen nach deinem Geschmack gestalten. Bedenke aber unbedingt, dass dein Hund sich auf dem Grundstück ebenso frei bewegen können sollte – im Zweifelsfall also auch dann, wenn du ihn nicht dauernd im Blick hast.
Achte deshalb darauf, dass sich in und vor allem um dein Haus herum keine für Hunde giftigen Pflanzen befinden. Prüfe dies im Zweifelsfall immer vor einem Kauf, um ganz sicherzugehen. Dazu gehören übrigens auch Gemüsepflanzen.

Neubau für die Fellnase, Hund lehnt sich mit den Vorderpfoten über einen weißen Gartenzaun. (stock.adobe.com © Paapaya)
Zäunen um das Grundstück schützen die Vierbeiner vor womöglich tödlicher Eigeninitiative. (stock.adobe.com © Paapaya)

Integriere nach Möglichkeit eine Pforte zum Gehsteig

Dass der hintere Garten abgeschlossen sein soll, ist in den meisten Bebauungsgebieten möglich – fast immer erlauben die Pläne eine wenigstens optionale Einfriedung. Vor dem Haus ist dies jedoch nicht mit einer solchen Selbstverständlichkeit möglich.

Dabei kann jedoch gerade hier eine Einfriedung samt Pforte viel Sicherheit für dein Tier bedeuten. Beispielsweise wenn du Gassi gehen möchtest, du aber die Leine noch nicht befestigt hast. Du öffnest die Haustür, dein Vierbeiner sieht etwas und schießt los. Wird er durch einen Zaun daran gehindert, auf die Straße zu laufen, ist dies deutlich sicherer als ein nach vorn offenes Grundstück.

Wenn du die Option einer vorderen Einfriedung hast, solltest du sie deshalb auch konsequent nutzen.

Schmutziger Hund = Schmutziges Haus? Nicht unbedingt!

In einem wirklich hundegerechten Traumhaus könnte dein Vierbeiner nach Herzenslust in den Garten verschwinden und wieder hineinkommen, wenn es ihm passt. Von der Notwendigkeit, mit ihm bei Wind und Wetter Gassi zu gehen, einmal völlig abgesehen.

Bloß ist es eine Tatsache, dass dein Hund ohne dein Zutun gar nichts machen wird, bevor er nass und verdreckt in das Haus hineintrabt. Ein leicht zu reinigender, wasserfester Fußboden ist ein wichtiges Detail. Allerdings kannst du in einem hundegerechten Eigenheim auch sicherstellen, dass dein Tier Schmutz und Nässe nicht automatisch ins Haus schleppt.

Denke über eine Art Hundeschleuse nach

Bei Regenwetter geht für viele Hundebesitzer der Griff zum Handtuch, bevor die Fellnase ins Haus darf. Damit lassen sich zumindest die gröbsten Witterungsergebnisse beseitigen – mitunter nur durch ein Vordach geschützt.

In deinem Eigenheim könntest du den Architekten beauftragen, einen Seiteneingang zu integrieren, der in einen kleinen, wasser- und schmutzabweisend ausgestalteten, beheizten und belüfteten Raum führt. Dieser Nebeneingang könnte folgende Ausstattungsmerkmale besitzen:

  • Anschlüsse für warmes Wasser, ggf. mit Handbrause,
  • eine mit besonders griffigem Boden und Bodenablauf versehene Zone,
  • eine wandmontierte Öse, um den Hund anzuleinen,
  • Handtuchhalter,
  • Steckdose und Fön

So könntest du dein Tier nach jedem Spaziergang im warmen und wettergeschützten Raum abrubbeln oder sogar abduschen. Er könnte auch generell zum Tierpflegezimmer werden, wo du den Hund beispielsweise bürsten kannst. Gleichzeitig ist es auch ein perfekter Ort, um dort deine Kleidung zum Gassigehen zu lagern.

Neubau für die Fellnase, Hund wird geduscht und genießt es. (stock.adobe.com © 123pixels)
In der Hundeschleuse kannst du deinen Vierbeiner in einem geheizten, wettergeschützten Umfeld säubern, ohne dass er dazu durchs Haus muss oder das normale Badezimmer verschmutzt. (stock.adobe.com © 123pixels)

Integriere an der Hintertür eine Trockenlaufmatte

Das ist ein recht langer, speziell gestalteter Teppichläufer. Er zwingt deinen Hund quasi dazu, sich nach dem Stromern im Garten zumindest die Pfoten noch beim Gehen abzutrocknen. Das schützt dein Interieur vor Nässe und Matsch. Normalerweise wird die Trockenlaufmatte innen ausgelegt.

Tipp: Kombiniere dies mit einer vor der Tür liegenden Desinfektionsmatte. Das sind sehr flache Wannen, die eigentlich mit Desinfektionsmittel gefüllt werden. Sie lassen sich jedoch auch mit Wasser nutzen. Dann wäscht dein Hund sich automatisch die Pfoten, bevor er auf die Trockenlaufmatte tritt.

Mache die Fressnapfzone schmutzresistent

Selbst der wohlerzogenste Hund hat meistens keine guten Tischmanieren. Ungeachtet der Ausgestaltung deiner Küche solltest du deshalb die Ecke, in der seine Näpfe stehen, mit besonders pflegeleichten und wasserfesten Materialien auskleiden.

Vielleicht könntest du dort sogar einen (Kalt-)Wasserhahn und einen Bodenablauf installieren. Dann gibt es niemals Probleme, volle Wassernäpfe von der Spüle dorthin zu bugsieren.

Neues Haus, neue Deko – nicht nur Notwendigkeit, sondern Chance

Ein Haus wird erst dann zum Heim, wenn du es durch viele Personalisierungsmaßnahmen dazu machst. Bis dahin hat es den Charme eines Musterhauses ohne jeden persönlichen Charakter. Aber wer sagt denn, dass Personalisierung sich nur auf Menschen beziehen muss?

Dein Hund als Thema, auch bei der Dekoration

Ein wichtiges Mittel zum Personalisieren eines Hauses sind sichtbare Erinnerungen, wie etwa Fotos. Auch wenn dein Hund sich vielleicht nicht auf den Bildern wiedererkennen wird, werden es die menschlichen Hausbewohner sehr wohl tun.

Vor allem, weil die Möglichkeiten der Gestaltung mit Fotos heute so viel Spielraum lassen, kannst du eine schöne Aufnahme deines Lieblings passend integrieren – je nach Platz oder Wohnstil. Wie wäre es mit einer Ahnengalerie all deiner bisherigen Hunde bis heute? Oder warum nicht eine Wand, die so gestaltet wird, dass du von deinem Hund jedes Jahr an seinem Geburtstag ein aus ähnlichem Winkel und mit ähnlichem Hintergrund aufgenommenes Foto ergänzt?

Insgesamt gibt es gerade für das Arrangieren mehrerer Bilder unzählige Varianten. Wenn du beim Aufhängen ein paar Details beachtest, kommen die Fotos perfekt zur Geltung.

Ein beiger Hund taucht in einem Pool. (stock.adobe.com © Tropical studio)
Schlechte Hundefotos gibt es eigentlich nicht. Jedes davon trägt an der Wand dazu bei, euer neues gemeinsames Heim zu personalisieren. (stock.adobe.com © Tropical studio)

Integriere die Hundemöbel stilistisch clever

Ein Körbchen in der Ecke ist nur eine erfüllte Notwendigkeit. Ein Körbchen jedoch, das wie ein eigenes Haus im Haus gestaltet ist, ist eine schöne Dekoration mit Nutzwert.

Zwar ist klar, dass deiner Fellnase der Look seiner Möbel völlig egal ist. Aber du kannst aus der Notwendigkeit eine Tugend machen. Schau dazu gern auch einmal bei Instagram, was für Inspirationen sich dort unter dem Hashtag #dogfurniture finden.

Komfortable Ideen für dich und deinen Hund

Dein Haus ist hundesicher, wird durch dein Tier nicht mehr so sehr verschmutzt und integriert sogar buchstäblich tierische Dekoration. Alles abgehakt? Fast, denn wenn es darum geht, dass Mensch und Hund die Seele baumeln lassen können, gibt es noch weitere Dinge, die du tun kannst.

Gestalte ein mobiles Sonnendach für deinen Vierbeiner

Menschen mögen sich auf der Terrasse oder im Garten oft gerne in der Sonne aalen, so sehr Mediziner auch davon abraten. Für Hunde kann Sonne jedoch äußerst unangenehm sein und sogar gefährlich werden.

Angesichts dessen solltest du dich gerade in den ersten Jahren nach dem Einzug nicht blindlings darauf verlassen, dass dein Hund sich schon eine schattige Ecke suchen wird – die gibt es nämlich oftmals so lange noch nicht, bis Bäume und Sträucher wirklich schattenspendende Wuchshöhen und -dichten erreicht haben.

Bis dahin kannst du aus wenig mehr als etwas Holz und möglichst lichtdichtem Stoff deinem Hund eine Art persönlichen Mini-Pavillon zimmern. Ganz ähnlich wie die für Menschen gemachten Stücke lässt dieser sich nach Belieben positionieren. So stellst du sicher, dass dein Hund auch bei wolkenlosem Himmel mit dir draußen sein kann, aber selbst nicht die pralle Sonne abbekommt.

Setze auf Bewegungsmelder

Denn auch wenn Hunde nachts recht gut sehen können, so endet diese Fähigkeit doch, wenn ein Raum oder eine Etage wirklich stockfinster sind – etwa, weil die Rollläden völlig geschlossen sind.

Nicht nur in den ersten Monaten und nicht nur deinem Hund machst du es dir deshalb leichter, wenn zumindest im Treppenhaus und in den dazugehörigen Dielen bewegungsaktivierte Nachtlichter vorhanden sind. Wenn dein Vierbeiner dann nachts auf Wanderschaft geht, strahlt deren Licht auch in andere Räume und hilft ihm bei der Orientierung – und dir, wenn du nachts mal raus musst.

In jedem Raum und vor allem rund um den Schlafbereich deines Hundes solltest du diese Lichter aber nicht installieren lassen: sonst gehen sie mitunter bei jeder Schlafbewegung deines Tieres an und wecken es auf.

Lasse einen dicht bei den Fressnäpfen gelegenen Lagerbereich fürs Hundefutter installieren

So ein großer Sack Hundefutter mit vielen Kilogramm Inhalt ist ziemlich schwer. Das merkst du schon dann, wenn du ihn im Geschäft in den Einkaufswagen wuchten musst. Zudem musst du ihn mitunter auch immer wieder anheben, wenn du nicht einfach nur mit einem Messbecher daraus schöpfen möchtest. Davon, dass die großen Säcke meist keine dekorative Augenweide sind und oft nicht so luftdicht schließen, wie man es sich angesichts des Geruchs wünschen würde, einmal abgesehen.

Zu schwer, zu sperrig, zu groß, prominent und geruchsintensiv. Du möchtest dieses Problem an der Wurzel packen? Dann achte bei der Planung darauf, dass es eine Art in die Wand integrierten Mini-Schrank dicht bei den Fressnäpfen gibt. Du musst das Futter dann nur bis in die Küche bugsieren, dennoch nimmt es dort keinen Platz weg. Musst du die Näpfe füllen, liegen bestenfalls nur wenige Schritte an.

Und so wird aus einem normalen neuen Haus eines, in dem sich Mensch und Hund pudelwohl fühlen – auch, wenn es ein Zwergschnauzer oder eine Bulldogge ist.