Schlimme Entdeckung nach Rückkauf von Welpe Lilo

Schwarz-Weiß-Bild eines Labradors, der auf dem Boden liegt.
Manche Hundebesitzer wollen ihre Hunde lieber loswerden, wenn es ernste Probleme gibt. / Symbolbild: pixabay.

Die Verkäufer dachten, dass Labrador-Welpe Lilo  eigentlich zu einer netten Familie in ein schönes neues Zuhause kommen würde. Als die Hündin einige Zeit später wieder verkauft wurde, holten sie ihren Schützling zurück – und erhielten sie in einem schrecklichen Zustand wieder.

Wie RTL berichtete, kam Labrador Retriever-Welpe Lilo 2020 als eines von acht weiteren Wurfgeschwistern im sächsischen Plauen zur Welt. Die Familie der zweijährigen Hundemutter Luna konnte nicht alle Hundebabys behalten, also verkauften sie acht der neun Welpen über Flugblätter in Tierarztpraxen und Futterhäusern. Auch für Lilo war ein scheinbar schönes neues Zuhause gefunden worden. Ein halbes Jahr später machten Freunde der Verkäufer diese auf eine Internetanzeige aufmerksam: Welpe Lilo war von ihren Besitzern zum Verkauf angeboten. Stutzig geworden, beschlossen sie kurzerhand, sie zurückzukaufen. Als diese dann endlich wieder zu ihnen zurückkehrte, erfolgte der Schock: Der Welpe war abgemagert, konnte nicht richtig laufen und war in einem schrecklichen Zustand.

Rätsel um Lilo

Sofort wurde Lilo in eine Tierarztpraxis gebracht. Dort stellte sich heraus, dass die Hündin an mehreren Knochenbrüchen litt. Es seien komplizierte Frakturen an Hüfte und Hinterläufen, die teilweise falsch zusammengewachsen waren. Normaler Stuhlgang und Urinabgabe sind somit momentan nicht möglich. Sie erbrach häufig, eventuell waren innere Organe ebenfalls verletzt. Der Tierarzt geht davon aus, dass Lilo von einem Auto angefahren worden war – und danach nicht behandelt wurde. Die verletzte Hündin war den Vorbesitzern anscheinend irgendwann zuviel geworden, und sie hatten sie einfach wieder zum Verkauf angeboten, ohne über ihren Zustand Auskunft zu geben.

Erfolgreiche Spendenaktion

Um Lilo wieder ein einigermaßen normales Hundeleben zu ermöglichen, sind Operationen erforderlich, die ihre Knochenbrüche korrigieren und ihr die Schmerzen bei jeder Bewegung nehmen. Eine Spendenkampagne für Lilo hat das Ziel von 10.000€ bereits erreicht, gestern erfolgte die erste Operation beider Hüftgelenke. Zudem erhält Lilo Medikamente gegen eine Bauchpeicheldrüsenentzündung und spezielles Futter, um ihre Mangelernährung zu kompensieren. Ihre Familie ist guter Dinge, dass die junge Kämpferin den Eingriff gut überstehen wird und Hoffnung auf Genesung besteht. Die Vorbesitzer, die Lilo so schrecklich vernachlässigt haben, wollen die Verkäufer jedoch nicht so leicht davonkommen lassen. Sie haben Anzeige gegen sie erhoben. „Sie sollen keine Erlaubnis mehr bekommen, Hunde zu halten.“