Hunde leiden für falsch deklarierten Pelz

Die Qualen, die Tiere durch manche Menschen erleiden müssen, wurden bisher oft nur gering bestraft. Foto: Animal Equality

Ihre Pelze werden oft unter Decknamen verkauft – nur um zu vertuschen, dass es sich um Hunde handelt. In winzigen Käfigen gehalten werden sie bei lebendigem Leib gehäutet. Eine Tierrechtsorganisation deckte nun das systematische Tierleid in Marderhund- und Fuchspelzfarmen auf.

 

Für falsch deklarierten Pelz wird den Hunden bei lebendigem Leib, das Fell abgezogen. Foto: Animal Equality
Das Fell wird den Hunden bei lebendigem Leib abgezogen – und oft unter falschem Namen verkauft. Foto: Animal Equality

Jeder einzelne Marderhund zeigt Anzeichen von Krankheiten, Verletzungen oder psychischen Störungen. Jene, die in Gefangenschaft sterben, werden als Futter für ihre Artgenossen verwendet. Und um das Fell nicht zu beschädigen, versetzen die Mitarbeiter der Pelzfarmen den Vierbeinern einen Stromschlag, der sie zwar lähmt, aber nicht tötet, sodass sie auf brutale Weise lebendig gehäutet werden. Diese katastrophalen Zustände deckte die Tierrechtsorganisation Animal Equality in einer Undercover-Recherche in Marderhund- und Fuchspelzfarmen in Shandong, China, auf.
Marderhunde sind Mitglieder der Hundefamilie. Um das zu vertuschen, werden ihre Pelze oftmals unter Decknamen wie Seefuchs, Enok oder Chinesischer Raccoon verkauft. Obwohl es sich um Hunde handelt, wie wir sie auch bei uns kennen.
Animal Equality veröffentlichte Bilder zu den schrecklichen Zuständen auf den Marderhund- und Fuchspelzfarmen, nachdem der Deutsche Bundestag diese Woche über die Kennzeichnungspflicht von Echtpelzprodukten in einem Petitionsausschuss beraten hatte. Kurz darauf hatte der NDR Ergebnisse von Labortests an Kleidungsstücken mit Pelz veröffentlicht, die nicht als Echtpelz deklariert waren. In allen Fällen wurde jedoch Echtpelz, vermutlich unter anderem von Marderhunden, verwendet. Der Verbraucher hat keine Möglichkeit zu erfahren, ob es sich um Echt- oder Kunstpelz handelt.