Mittwoch, September 28, 2022
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Hund wärmt verunglückten Wanderer 13 Stunden lang

Ausgerechnet am Neujahrstag verunglückte ein Mann im kroatischen Velebit-Gebirge und verletzte sich schwer. 13 Stunden lang musste er warten, bis die Bergrettung ihn endlich erreichen konnte. Währenddessen hatte sich sein Alaskan Malamute auf ihn gelegt und den Verletzten mit seinem dichten Fell vor dem Erfrieren gerettet.

Es sollte eine ertüchtigende Wanderung im kroatischen Velebit-Gebirge werden, die Grga Brkic zusammen mit seinen Freunden am Neujahrstag antrat. Mit von der Partie war auch der acht Monate alte Alaskan Malamute-Rüde des Mannes namens North. Auf 1800 Metern Seehöhe geschah dann das Unglück. Nahe des Vaganski Vrh-Bergs verunglückte Brkic und stürzte zsammen mit North in die Tiefe. Bei dem Sturz trug er schwere Verletzungen am Bein davon und konnte sich nicht mehr bewegen. Schnee, Glatteis und abgerissene Äste machten es unmöglich, den Wanderer zu erreichen, und so alarmierte man die kroatische Bergrettung. Allein North konnte dem Mann Gesellschaft leisten, er war glücklicherweise unverletzt geblieben. Dort legte er sich auf den Torso des Verletzten und wärmte ihn so 13 Stunden lang, bis Hilfe eintraf.

Grenzenlose Treue

Wegen der schwierigen Erreichbarkeit der Unfallstelle und des unwegsamen Geländes dauerte es nämlich bemerkenswerte 13 Stunden, bis die Einsatzkräfte der Bergrettung endlich bei Brkic angelangt waren und mit der Bergung beginnen konnten. Zweifelsohne hätte er in dieser Zeit den Tod durch Erfrieren gefunden, wenn North ihn nicht mit seiner eigenen Körperwärme gerettet hätte. Alaskan Malamutes sind eine Schlittenhundrasse mit dichtem Fell, denen selbst niedrige Temperaturen oder Schnee nichts ausmacht. “Dieser Junge ist ein echtes Wunder”, schwärmt Brkic gegenüber der kroatischen Zeitung Jutarnji List. Auch die Bergretter sind von dem treuen Lebensretter begeistert. Auf Facebook schrieben sie zu einem Foto des Hundes, wie dieser sich auf seinem Besitzer zusammengerollt hatte: “Die Freundschaft und Liebe zwischen Mensch und Hund kennt keine Grenzen.” Selbst nach der Ankunft der Retter nach 13 Stunden wollte North seinen Platz auf dem Körper seines Herrchens nicht aufgeben. Die beiden wurden gemeinsam geborgen.

Obwohl North keine Verletzungen davongetragen und seinem Herrchen das Leben gerettet hat, rät die Bergrettung dennoch davon ab, Hunde auf schwierige Wanderrouten in unwegsamen Gelände mitzunehmen. Das Unfall- und Verletzungsrisiko ist auch für unsere Vierbeiner nicht zu unterschätzen. Zudem gestaltet sich die Bergung verunglückter oder gar verletzter Tiere  aufgrund deren Nervosität oftmals sehr schwierig.

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