Flughafen Helsinki setzt Corona-Spürhunde ein

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Hunde haben einen sehr feinen Geruchssinn, mit dem sie auch den Gesundheitszustand einer Person erschnüffeln können. / Symbolfoto: pixabay.

Der Flughafen Helsinki setzt als einer der ersten Flughäfen Europas Corona-Spürhunde ein, um die wertvollen Covid-19-Testkits nur an jenen Personen anzuwenden, die in den Nasen der Spürhunde „verdächtig“ erscheinen. Ähnliche Versuche in Vorstudien lassen Hoffnung auf hohe Genauigkeit der Hunde zu.

Hunde haben einen ausgezeichneten Geruchssinn, mit dem sie viel mehr Informationen in der Welt erschnüffeln können als wir. Sie kommunizieren durch Duftstoffe im Urin oder am Körper miteinander, und Begrüßungen untereinander beginnen oftmals mit dem freundlichen Schnüffeln am Hinterteil, was etwa der Übergabe einer Visitenkarte gleichzukommen scheint. In der Medizin werden schon seit Jahren Assistenzhunde für Diabetes-Patienten eingesetzt, die ihre Herrchen und Frauchen alarmieren, wenn ihr Blutzuckerspiegel gefährlich absinkt – nur durch deren Körpergeruch. Ähnliche Experimente mit Krebspatienten, deren Leiden Hunde mit beinahe 100% Genauigkeit erschnüffeln konnten, noch bevor erste Symptome auftraten, beweisen immer wieder, wie präzise das Riechorgan unserer Vierbeiner arbeitet. Über ähnliche Trainingsprogramme in Österreich und auch Großbritannien, in denen Spürhunde für Covid-19 ausgebildet werden, haben wir bereits berichtet. Nun sind erste Corona-Spürhunde am Flughafen Helsinki in Finnland bereits im Einsatz, und die bisherigen Resultate sind vielversprechend.

Mit dem richtigen Riecher gegen den Virus

Wie der Guardian berichtete, sind momentan vier ausgebildete Corona-Spürhunde namens ET, Kossi, Miina und Valo am Flughafen Helsinki im Zuge einer staatlich finanzierten Pilotstudie im Einsatz: Gäste internationaler Flüge werden getestet, indem sie ihre Haut mit einem Tuch abwischen – dieses wird den Spürhunden neben anderen Kontrollgerüchen präsentiert. Zeigt ein Hund die Präsenz des Virus durch Bellen, Pfotenheben oder Hinlegen an, wird ein PCR-Test (Polymerasekettenreaktion) per Nasen- oder Rachenabstrich an dem betroffenen Fluggast durchgeführt, um eine Virusinfektion zu bestätigen oder zu widerlegen. Binnen 10 Sekunden können die Hunde schnell und vor allem billig ein erstes Corona-Screening bieten. Durch ihren feinen Geruchssinn scheinen die Moleküle im Menschenschweiß auszureichen, um eine erste „Diagnose“ zu stellen, und in Vorstudien an der Universität Helsinki haben die Hunde die Viren-Proben mit beinahe 100% Genauigkeit identifiziert. „Es wirkt sehr vielversprechend“, sagte Anna Hielm-Björkman von der Universität Helsinki dem Guardian. „Wenn es funktioniert, könnte es sich als gute Screening-Methode auch an anderen Orten wie Krankenhäusern, Pflegeheimen und bei Sport- und Kulturevents herausstellen.“ Auch am Flughafen Dubai sind Corona-Spürhunde bereits im Einsatz.

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