Bochum: Feuerwehr rettete Hund aus Aufzug-Falle

Zwei Helfer der Feuerwehr Bochum halten den gefangenen Hund hoch und befreien ihn.
Der Hund befand sich in einer prekären Situation - zum Glück handelten sein Frauchen und die Feuerwehr schnell. / Foto: Feuerwehr Bochum.

Es war ein furchtbarer Schreckmoment für eine Hundebesitzerin aus Bochum: Sie wollte mit ihrem Hund in einen Fahrstuhl steigen, doch bevor der Vierbeiner an Bord war, schlossen sich die Türen. Sie reagierte schnell und rettete ihrem Hund somit das Leben. Die Feuerwehr Bochum befreite das Tier schließlich aus seiner misslichen Lage.

Was am Montag in einem Bürogebäude in der Massenbergstraße in Bochum geschah, ist der Alptraum eines jeden Hundebesitzers. Eine Frau mit ihrem weißen Vierbeiner musste diesen durchleben: Gegen 16:40 Uhr betrat die Frau den Aufzug des Gebäudes, um aus dem Kellergeschoss nach oben zu gelangen. Sie befand sich bereits im Inneren des Fahrstuhl, ihr angeleinter Hund war noch nicht über die Schwelle getreten. Da schlossen sich plötzlich die Türen. Zum Entsetzen der Hundebesitzerin ließen sich die Türen nicht mehr öffnen, der Fahrstuhl fuhr nach oben. Zudem wurde der Hund an der Leine mit nach oben gezogen. Geistesgegenwärtig stoppte die Frau den Aufzug im Erdgeschoss, hielt dort die Türen offen und blockierte die Lichtschranke. Zum Glück bemerkte ein Zeuge schnell die Hilferufe der Dame und rief die Feuerwehr Bochum. Diese rückte mit einem Löschfahrzeug der Innenstadtwache an, um den armen Hund aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Zum Glück trug er Geschirr

Als die Feuerwehrleute das Kellergeschoss erreichten, hing der Hund bereits an der Oberkante der Fahrstuhltür in der Luft. Glück im Unglück: Der Hund trug kein Halsband, sondern ein Geschirr. Daher trug er keine ernsthaften Verletzungen davon. Er konnte von den Einsatzkräften stabilisiert werden, danach schnitt man ihn mit einer Schere aus dem Geschirr. Kurz darauf wurde der verstörte, aber ansonsten gesunde Hund an seine überglückliche Besitzerin übergeben.

Selbstschließende Türen stellen für Hunde an der Leine und deren Besitzer eine erhebliche Gefahr dar: Erst kürzlich verletzte sich ein junger Mann schwer, weil sich sein angeleinter Hund noch im Bus befand, als sich die Türen automatisch schlossen.