Bad Reichenhall: Welpenschmuggel aufgeflogen

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Die fünf Zwergspitzwelpen wurden nun im Tierheum untergebracht. / Foto: Bundespolizei München.

Montagabend entdeckten Beamte der Bundespolizei München bei einer Grenzkontrolle der A8 bei Bad Reichenhall fünf Zwergspitzwelpen im Gepäckraum eines Autos, die wahrscheinlich zum illegalen Handel angeboten werden sollten.

Wie der Berchtesgadener Anzeiger berichtete, war es nicht Hundegebell, dass den Verdacht der Grenzfahnder der Bundespolizei bei Bad Reichenhall erregte, sondern die Insassen des Wagens selbst. Nachdem sie zur Grenzkontrolle an der Autobahn A8 einen Kleintransporter mit rumänischen Kennzeichen angehalten hatten, fanden sie neben dem rumänischen Fahrer und Beifahrer noch sieben Insassen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft vor, die Richtung München unterwegs waren. Die Mitfahrer gaben an, als Touristen einen Urlaub in Deutschland verbringen zu wollen, manche konnten aber auf Nachfrage der Beamten das angeblich gebuchte Hotel nicht nennen. Aus diesem Grund nahmen die Polizisten eine Kontrolle des Gepäckraums vor und fanden dort fünf Zwergspitzwelpen in zwei Transportkäfigen.

Illegaler Welpenverkauf verhindert

Mit diesem Fund konfrontiert gab der Fahrer an, die Hunde von einem Fahrer eines Transporters übernommen zu haben, dessen Auto in Österreich liegen geblieben war, um die Welpen an die neuen Besitzer in Deutschland zu liefern. Da die Welpen erst im Mai gegen Tollwut geimpft worden waren und damit nach dem Tierschutzgesetz erst frühestens im September in die EU eingeführt werden dürften, wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen die beiden rumänischen Staatsbürger ermittelt. Die Hunde wurden in einem Tierheim untergebracht.