Völkermarkt: Blinder Welpe Nemo im Wald ausgesetzt

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Der kleine Nemo wurde in einem Waldstück bei Völkermarkt ausgesetzt - wahrscheinlich, weil er blind ist. / Fotos: Facebook (Tierschutz aktiv Kärnten).

In einem Wald bei Völkermarkt entdeckten Spaziergänger den ausgesetzten Welpen Nemo, der an einem Baum festgebunden worden war. Später fand man den wahrscheinlichen Grund: Der Welpe ist auf beiden Augen blind.

Auf ihrer Facebook-Seite erzählte der Tierschutz aktiv Kärnten die traurige Geschichte um den kleinen Welpen Nemo: Mitten in einem Waldstück in Edling bei Völkermarkt, Kärnten, waren Spaziergänger mit ihrem eigenen Hund unterwegs, der plötzlich eine Fährte aufzunehmen schien und seine Besitzer zu einem kleinen Welpen führte, der an einer roten Leine an einem Baum festgebunden worden war. Die Situation ließ keine Zweifel zu: Die arme Fellnase war im Nirgendwo ausgesetzt worden, ohne Futter und Wasser, ohne viel Hoffnung darauf, gefunden zu werden. Wäre ihr eigener Vierbeiner nicht gewesen, hätten die Finder den Welpen gar nicht bemerkt, denn er bellte, winselte oder jaulte nicht. Sofort wurde der Tierschutz verständigt, und nur wenig später holte man den Kleinen ab.

Überraschung für Tierschützer

Bereits vor Ort fiel den Tierschützern auf, dass der Nemo getaufte Welpe sich anders als andere Hunde verhielt, doch er befand sich generell in einem schlechten Gesundheitszustand. Als man dem geschwächten Tier dann den Futternapf hinstellte, bestätigte sich ihr Verdacht: „Er war so hungrig, aber fand die Futterschüssel erst nach langem hektischen Schnüffeln“, schrieb die Organisation im Facebook-Post. Eine tierärztliche Untersuchung bestätigte, dass Nemo auf beiden Augen blind ist. Er leidet an Optikushypoplasie, einer genetisch bedingten Unterentwicklung des Sehnervs, in seinem Fall auf beiden Seiten. Auf einem Auge kann er stark verzögert optische Reize als hell und dunkel wahrnehmen. Damit meinte man, den Grund dafür gefunden zu haben, warum seine herzlosen Vorbesitzer ihn ausgesetzt hatten.

Nemos neues Leben

In einer Pflegestelle erholte sich Nemo sehr schnell von den Strapazen und es zeigte sich, dass er überraschend gut mit seiner Beeinträchtigung zurechtkam. Er genießt sein Leben wie jeder andere Welpe auch und wird bald an eine neue Familie weitervermittelt werden. Glücklicherweise haben sich bereits so viele Interessenten für Nemo beim Tierschutz gemeldet, dass momentan keine weiteren Anfragen bearbeitet werden. Bestimmt ist unter ihnen auch ein neuer Besitzer, der ihn so liebt, wie er ist!

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