Rottweiler Balou ist zu lieb für Polizeidienst

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Rottweiler sind eigentlich humorvolle Menschenfreunde und eignen sich daher nicht immer für den knallharten Polizeidienst. / Symbolfoto: pixabay.

Rottweiler Balou bewies, dass sich nicht jeder Hund für den knallharten Polizeidienst eignet – er schaffte die Prüfung zum Schutzhund nicht. Der Grund für sein schlechtes Ergebnis: Er ist einfach zu lieb!

Auf ihrer Instagramseite postete die Polizei Bremerhaven Anfang September die Geschichte ihres Diensthundeanwärters Balou. Üblicherweise werden vierbeinige Kandidaten für den Polizeidienst zwischen einem und drei Lebensjahren erworben, da sich erst in diesem Alter eine gesundheitliche und psychologische Eignung für diese anspruchsvolle Aufgabe abzeichnet. Rottweiler Balou wurde im Juni 2019 jedoch im Zuge des „Welpenprogramms“ bereits im Alter von acht Wochen erworben. Die frühe Prägung auf den Hundeführer und die Vermittlung von Lerninhalten von klein auf solle die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Welpe zu einem fähigen und geeigneten Diensthund heranwachse. Leider kann jedoch keine Form der Ausbildung gewährleisten, dass der Hund die Prüfung garantiert bestehen wird – ein Fall, der bei Balou nicht eintrat.

Eher Familienhund als Diensthund

Obwohl der Rottweiler äußerlich ein imposanter und kräftiger Rüde und damit das Inbild eines guten Schutzhundes geworden war, schaffte er die Prüfung nicht – er war einfach zu lieb! Wie ein Polizeisprecher später ergänzte, eigne sich Balou eher zum Familienhund als zum Diensthund. Schweren Herzens musste der Rüde daher von seinem Hundeführer an ein neues Zuhause abgegeben werden. Für die Polizei stellt das „Nicht genügend“ von Balou nicht nur einen finanziellen Verlust, sondern auch einen Personalmangel dar – denn „die Suche nach geeigneten Kandidaten gestaltet sich jedoch schon seit Jahren als schwierig.“ Für Balou ist der Karrierewechsel aber bestimmt die richtige Entscheidung, und man wünschte den neuen Besitzern „viel Spaß mit ihrem neuen Familienmitglied.“