Kein Photoshop! Hündin Tilly kommt nicht zu kurz

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Hündin Tilly ist kein Photoshop-Experiment, sondern ein echter Hund mit einer Menge Lebensfreude! / Fotos: Instagram (tillythefriendlyloaf).

Hoppla, was ist denn da passiert? Man muss gerne zweimal hinschauen, wenn man der kleinen Hündin Tilly zum ersten Mal begegnet. Denn der Tibet-Spaniel leidet am Short Spine-Syndrom – einem Entwicklungsfehler, der in einer zu kurzen Wirbelsäule resultiert. Für Tilly und ihre Besitzerin jedoch kein Grund, im Leben zu kurz zu kommen!

Es hätte auch anders kommen können. Wie The Dodo berichtete, wurde der kleine Tibet-Spaniel-Welpe im Internet beworben. Man würde ihn herschenken, denn ein genetischer Wirbelsäulendefekt mache einen Weiterverkauf unmöglich. Der Welpe leidet am Short-Spine-Syndrom, einer akuten Wirbelsäulenverkürzung, die für einen extrem gedrängten Körperbau sorgt. Betroffene Hunde können nicht so gut wie andere Hunde laufen und den Kopf nicht drehen. Für Anna Marie Giannini war Tilly jedoch schon von Anfang an ein perfekter kleiner Hund. „Als ich dort ankam, sagte man mir, dass einer der Welpen eine Deformation hatte und sie kein Zuhause für sie finden konnten, was zu ihrer Einschläferung führen könnte. Da war ich schon Hals über Kopf in sie verliebt und hatte schon unser nächstes Jahr zusammen im Kopf geplant, noch bevor er diese furchtbare Aussage beendet hatte.“ Giannini war egal, dass Tilly „anders“ war – denn für sie ist anders gut.

Kurzer Körper – aber ein langes Leben

Als Welpe war die Deformation noch nicht besonders sichtbar. Doch je mehr sie wuchs, desto deutlicher trat ihr kurzer Rücken hervor. Wie viele Tiere (und auch Menschen) hat sie allerdings gelernt, sich mit ihrem speziellen Körper im Leben zurechtzufinden. Laut Giannini habe sie keinerlei Gesundheitspropbleme oder Komplikationen aufgrund ihrer kurzen Wirbelsäule. Man erwarte, dass sie ein langes, schönes Leben führen könne. Allerdings: Tilly kann sich selbst nicht kratzen, wenn es sie juckt – also muss Frauchen das für sie übernehmen. Das macht sie jedoch mit Freude. „Als ich sie bekam, war sie diese kleine, schmutzige Wuschelkugel“, erzählt Giannini. „Sie hat perfekt in meine Hand gepasst und als wir von ihrem Abholort nach Hause fuhren und sie in meinem Schoß lag und mit ihren braunen Augen zu mir aufsah, wusste ich, dass sie mich braucht und ich sie.“ Und sie schwor sich, dass Tilly nie mehr das Gefühl haben würde, nicht perfekt zu sein. „Sie erinnert mich immer daran, dass es etwas Besonderes ist, anders zu sein.“

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