Montag, September 26, 2022
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Ikonische Filmhunde: 9 tierische Stars, die man einfach kennen muss

Seit der Erfindung des modernen Films sind nicht nur menschliche Hauptcharaktere zu Weltstars geworden – auch so manches tierisches Sternchen leuchtet am Hollywood-Filmhimmel.

Es folgt eine Liste von absoluten Kulthunden der letzten 100 Jahre, die auf der großen Leinwand oder in den Flimmerkisten zuhause ein weltweites Publikum begeisterten und teilweise auch heute noch dort zu finden sind. Wie viele Filmhunde erkennt ihr?

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Lassie ist der wohl berühmteste Hund auf der Kinoleinwand. / © Warner Bros.

1943 – Lassie

Der erste Film über die auf einer Kurzgeschichte von Eric Knight basierenden Geschichte um Langhaarcollie Lassie kam 1943 unter dem Titel “Lassie Come Home” (dt. Titel: “Heimweh”) in die internationalen Kinos. Der große Erfolg des sentimentalen Tierfilms, der die innige Freundschaft zwischen Mensch und Hund als gleichwertige Partner propagierte, zog weitere 20 Kinofilme, 5 Fernsehserien und 17 Bücher nach sich. Die Handlung um die schlaue Colliehündin, die ihren menschlichen Freunden tatkräftig zur Seite steht und ihnen auch aus brenzligen Situationen hilft, kam so gut beim Publikum an, dass Lassie sogar einen Stern auf dem Walk of Fame erhielt, den man noch heute besuchen kann.

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Diese Szene alleine hat bereits absoluten Kultstatus. / © The Walt Disney Comapny.

1955 – Susi und Strolch

Dieser Disney-Zeichentrickfilm um die Liebe der Cocker-Spaniel-Hündin aus reichem Hause und des liebenswerten Streuners flimmerte am 16. Juni 1955 zum ersten Mal über die große Leinwand. Neben dem Abenteuer der vierbeinigen Protagonisten werden jedoch auch andere Themen behandelt: zum Beispiel das traurige Schicksal von streunenden Hunden oder Susis Eintritt in die Familie als Weihnachtsgeschenk (eine verantwortungslose Praktik, von der dringend abzuraten ist!) und ihre folgende Vernachlässigung bei Geburt des Kindes des Ehepaars Darling, aber auch die Aufnahme des Streuners Strolch in die wohlhabende Familie. 2019 erschien bei Disney ein Realfilm-Remake der Geschichte.

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Ein Dalmatiner alleine ist schon entzückend genug - kein Wunder, dass 101 Stück die Welt im Sturm eroberten. / © The Walt Disney Company.

1961 – 101 Dalmatiner

Ebenfalls aus dem Hause Disney stammt der 1961 veröffentlichte Zeichentrickfilm “101 Dalmatiner” um die grausamen Pläne der reichen Modedesignerin Cruella De Vil, die putzigen Welpen zu einem gepunktetem Mantel zu verarbeiten. Im Mittelpunkt standen das entschlossene Dalmatinerpaar Pongo und Perdita, die nicht nur ihre eigenen tapferen Hundewelpen vor dem schrecklichen Schicksal retten und schließlich die wohl größte Hundefamilie der Filmgeschichte bilden. 1996 wurde die beim Publikum sehr erfolgreiche Geschichte erneut als Realfilm produziert, unter anderem mit Hugh Laurie (besser bekannt als “Dr. House”) als Ganove Jasper. In “101 Dalmatiner” sticht besonders hervor, dass die Hunde ihr Geschick in die eigenen Pfoten nehmen und mit anderen Tieren zusammenarbeiten, um die bösen Pläne Cruellas letztendlich zu vereiteln und die Tierquälerin der Gerechtigkeit zuzuführen.

Mach aus deinem Zuhause ein Dalmatiner-Zuhause!

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Die Mystery Inc. sind seit 1969 fixer Bestandteil des Heimfernsehens. / © Warner Bros.

1969 – Scooby-Doo

Die wohl bekannteste deutsche Dogge Scooby-Doo löst mit ihren Freunden von der Mystery Inc. seit 1969 mysteriöse Verbrechen und übernatürliche Phänomene auf. Zusammen mit Fred, Velma, Daphne und Shaggy wird erfinderischen Kriminellen das Handwerk gelegt – auch, wenn der frechen Fellnase manchmal ordentlich die Läufe zittern. Die Kindergruselserie wurde erst von Hanna-Babera produziert, seit 2002 obliegt das kostbare Erbe Warner Bros. Animation. Neben zahlreichen Spin-Offs erfuhr Scooby-Doo auch zwei Realverfilmungen, in denen die Scooby-Snack-verrückte Dogge mittels CGI an die Seite seiner menschlichen Freunde animiert wurde. 2020 noch soll eine weitere Realverfilmung als Reboot der Spielfilme folgen. Neben eigenen Scooby-Doo-Frühstücksflocken gibt es mittlerweile auch Scooby-Snacks tatsächlich im Handel, allerdings nur für Hunde!

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"Cujo" zeigte auf unheimliche Weise die schreckliche Veränderung eines sanften Riesen zum tollwütigen Monster. / © Warner Bros.

1983 – Cujo

Filmhunde sind nicht immer Helden. Weniger positiv besetzt ist die tierische Rolle in einem auf Stephen Kings gleichnamigem Roman basierten Spielfilm: In üblicher King-Manier wird die Familienidylle mit Hund durch einen Fledermausbiss in einen Alptraum verwandelt. Der üblicherweise so anhängliche und liebevolle Bernhardiner Cujo wird durch den Biss mit Tollwut infiziert und gegen seinen Willen immer mehr zu einer blutrünstigen Bestie. Der subtile Horrorfilm ist daher eher für älteres Publikum geeignet, weswegen Cujo eher nur für reifere Generationen ein echter Kulthund geworden ist. Die Bernhardinerrasse sollte jedoch nur einige Jahre später in “Ein Hund namens Beethoven” seine berechtigte Imagewiederherstellung erfahren.

jerry lee mein partner mit der kalten schnauze MCA Universal Home Video
Die ungleichen Partner mussten sich erst mal zusammenraufen. / © MCA Universal Home Video.

1989 – Jerry Lee

Der eigenwillige Drogenspürhund aus der dreiteiligen Filmserie “Mein Partner mit der kalten Schnauze” legte an der Seite seines menschlichen Polizeipartners Mike Dooley (James Belushi) einem Drogenkartell das kriminelle Handwerk. Wie üblich bei Realverfilmungen mit echten Tieren wurde die Rolle nicht nur von einem, sondern von mehreren deutschen Schäferhunden gespielt. Eines dieser Tiere war Koton, der im Kansas City Police Department tatsächlich viele Jahre lang als Drogenspürhund gearbeitet hatte und somit über reale Berufserfahrung verfügte. Wie im Film warf sich auch Kroton heroisch zwischen einen bewaffneten Angreifer und seinen Hundeführer – während Jerry Lee jedoch die Verletzung überlebte, erlag Koton bedauerlicherweise der Wunde. Sein Heldenmut lebt jedoch in dem ikonischen Streifen aus dem Jahre 1989 fort.

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Mit Beethoven war der Familie Newton niemals langweilig! / © Northern Lights Entertainment.

1992 – Beethoven

Mit dem 1992 erschienenen Film “Ein Hund namens Beethoven” und seinen sieben Fortsetzungen wurde die Hunderasse Bernhardiner nach “Cujo” wieder ins rechte Licht gerückt. Die Handlung dreht sich um einen süßen Bernhardinerwelpen, der den Fängen eines grausamen Veterinärs und seinen Tierversuchsreihen entkommt und Zuflucht im Hause der Familie Newton sucht. Aus dem kleinen Welpen wird jedoch ein  90 kg schwerer Hund, in dessen Pfotenabdruck das Chaos folgt. So genervt der Familienvater George manchmal von dem sanften Riesen ist, bricht er jedoch sofort zu seiner Rettung auf, als der Beethoven getaufte Bernhardiner von eben jenem Tierarzt entführt wird, dem er Jahre zuvor entflohen war. Im weiteren Verlauf der nachfolgenden Kinofilme gründet Beethoven eine kleine Bernhardinerfamilie, bringt Verbrecher hinter Gitter, fällt einer Verwechslung zum Opfer und findet sogar einen Schatz.

Ein Hund namens Beethoven” und “Eine Familie namens Beethoven” direkt über Amazon Prime kaufen oder leihen!

Kommissar Rex mit seiner geliebten Extrawurstsemmel. / © Hajek & Moser, ORF

1994 – Kommissar Rex

Der deutsche Schäferhund Rex (mit vollem Namen eigentlich “Reginald von Ravenhorst”) war der Star der österreichischen Kriminalserie “Kommissar Rex”, die von 1994 bis 2004 ausgestrahlt und von 2008 bis 2015 für das italienische Fernsehen neu gedreht wurde. Auch hier spielten mehrere deutsche Schäferhunde die Hauptrolle des Wiener Polizeihundes, der zusammen mit seinem Herrchen (u.a. spielte Tobias Moretti den menschlichen Ermittler) Verbrechern das Handwerk legte und ein Faible für Kaisersemmeln mit Wurst besaß. Die Einschaltquoten der Serie erreichten teilweise 10 Millionen Zuseher. 1997 wurde auch eine Spin-Off-Serie “Baby Rex- Der kleine Kommissar” produziert.

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Mit Marley im Haus ist Chaos immer vorprogrammiert. / © Fox 2000 Pictures.

2008 – Marley

Der 2008 erschienene Spielfilm “Marley & Ich” basiert auf dem gleichnamigen, autobiografischen Buch des US-amerikanischen Autors John Grogan. Die berührende Geschichte um das Zusammenleben der Familie Grogan (u.a. dargestellt von Owen Wilson und Jennifer Aniston) mit dem liebenswerten, aber manchmal chaotischen Labrador-Retriever-Rüden Marley (in Hommage an den Musiker Bob Marley) wird über mehrere Jahre hinweg erzählt. Von der Adoption des Hundewelpens bis hin zum tränenreichen Abschied begleitet der Zuseher die entzückende Fellnase ein Leben lang. Da Marley vor der Kamera altern soll, wurde die tierische Hauptrolle von 22 Hunden gespielt, 11 davon waren Welpen. Der Fokus des Filmes liegt dabei auf der engen emotionalen Verbindung zwischen Mensch und Tier und das Zusammenwachsen unterschiedlicher Lebewesen als Familie. 2011 gab es eine Fortsetzung des Filmes, “Marley & Ich 2 – Der frechste Welpe der Welt”, der jedoch eher jüngeres Publikum ansprechen soll.

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Hachikos Treue berührte Millionen Menschen auf der ganzen Welt. / © Hachiko LLC

2009 – Hachiko

Mit “Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft” erhielt 2008 die japanische urbane Legende um den treuherzigen Akita Hachikō eine zeitgemäße Neuverfilmung, dessen Handlung nach Amerika verlegt wurde. Der Universitätsprofessor Parker Wilson (gespielt von Richard Gere) nimmt den zugelaufenen Akita-Welpen Hachiko zu sich auf, nachdem die Suche nach dem Vorbesitzer erfolglos bleibt. Jeden Morgen begleitet der Hund sein Herrchen an den Bahnhof und holt diesen am Nachmittag wieder dort ab; als Wilson jedoch unvermittelt verstirbt, führt Hachiko diese Gewohnheit weiterhin fort. Die loyale Fellnase wartet zehn Jahre am Bahnhof auf ihren verstorbenen Besitzer und wird zur lokalen Berühmtheit, bevor der Hund endlich in den Armen von Wilsons Witwe entschläft und im Jenseits mit dem Professor wiedervereint wird. Die Geschichte basiert auf wahren Tatsachen – ganz ähnlich trugen sich die Geschehnisse in der japanischen Hauptstadt Tokyo zu, wo man noch heute am Shibuya-Bahnhof die Hachiko-Statue zum Gedenken an die unsterbliche Treue des Hundes bewundern kann.

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