Bremerhaven: Polizei befreite nachts frierenden Hund aus Auto

Ein einsames Auto steht auf einer mit Raureif bedeckten Wiese.
Bei heißen wie bei kalten Temperaturen sollten Hunde nicht allein in Autos gesperrt werden. / Symbolfoto: unsplash.

Einer anderen Hundehalterin war bereits Stunden zuvor ein klägliches Bellen aus dem abgestellten Auto aufgefallen. Als es aussah, dass der arme Hund die Nacht frierend in dem Wagen verbringen müsse, rief sie die Polizei. Nun wird wegen Tierquälerei ermittelt.

Einer Pressemitteilung der Polizei Bremerhaven zufolge war der betreffende Wagen auf der Eupener Straße abgestellt worden. Den Hund, bei dem es sich wahrscheinlich um einen Irischen Terrier handelt, hatten noch unbekannte TäterInnen im Inneren des Autos eingesperrt. Als Dienstagabend gegen halb acht eine Anrainerin eine Runde mit ihrem eigenen Hund Gassi ging, vernahm sie bereits da ein klägliches Bellen und Jaulen. Doch sie konnte die Geräuschquelle nicht genau ausmachen. Als sie gegen drei Uhr morgens ein weiteres Mal mit ihrem Vierbeiner vor die Tür musste, hörte sie wieder das Kläffen und Winseln um Hilfe. Dieses Mal fand sie die Ursache des herzergreifenden Geheuls – ein bereits mit Raureif überdecktes Auto am Straßenrand. Umgehend alarmierte sie die Polizei Bremerhaven, die den Wagen über den unverschlossenen Kofferraum öffneten.

Glückliche Rettung

Und tatsächlich: Unter einer Jacke versteckt hatte man den kleinen Terrier in einem Käfig im Fußraum abgestellt, der so winzig war, dass er sich darin weder drehen, stehen oder strecken konnte. Den Beamten zufolge wirkte der Hund abgemagert, er hatte sich offensichtlich schon länger in dem Fahrzeug aufhalten müssen. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde das Tier ins Tierheim gebracht. Der Fahrzeughalter war noch nicht zu erreichen, eine Ermittlung wegen Tierquälerei wird nun eingeleitet. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise.