Nationalratswahl 2019: NEOS antworten auf 7 tierische Fragen

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NEOS-Spitzenkandidatin Meinl-Reisinger "wäre ein Golden Retriever." / Foto: NEOS

Am 29. September 2019 findet in Österreich die Nationalratswahl statt. Zu diesem Anlass haben wir den Parteien 7 Fragen zu tierischen Themen gestellt. Hier die Antworten der NEOS.

 

1. Wenn Ihre Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger ein Hund wäre – welcher Hund wäre sie und warum?

Die Lieblingshunde unserer Spitzenkandidatin sind Golden Retriever – wir würden also sagen, sie wäre ein Golden Retriever.

2. Wer ist in Ihrer Partei für Tierschutz zuständig?

Gerald Loacker setzt sich als unser Tierschutzsprecher erfolgreich für einen würdevollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen ein und arbeitet hier eng mit unserer Landwirtschaftssprecherin Karin Doppelbauer zusammen, welche für eine nachhaltigere und tierfreundlichere Landwirtschaft kämpft. Unser Umweltsprecher Michi Bernhard setzt sich für eine nachhaltige Umweltpolitik und den Schutz für Wildtiere ein.

3. Wie möchte Ihre Partei dazu beitragen, das Zusammenleben von Hund und Mensch noch angenehmer zu gestalten?

Wir setzen uns für einen sachlichen Umgang mit Hunden ein und lehnen Anlassgesetzgebung ab. So sind zum Beispiel viele Regelungen für die Hundehaltung in Wien willkürlich und entsprechen den nicht Realitäten der Hundebesitzer_innen. Es wird auch oft im Sinne der vermeintlichen Sicherheit gegen Hundebesitzer_innen gehetzt. Wir sprechen uns etwa vehement gegen die geplante „ex lege“-Tötung von Hunden aus – auch wenn nun sichergestellt ist, dass dies nicht zutrifft, wenn die gebissene Person sich grob fahrlässig verhalten hat.

Wir sehen auch die Kompetenzverlagerung bezüglich der Klassifizierung von Listenhunden hin zu den weisungsgebundenen Beamten des Magistrats kritisch. Außerdem halten wir das Verbot für jemanden, gegen den ein Tierhalteverbot gilt, weiter im selben Haushalt mit dem Hund leben zu dürfen, für nicht exekutierbar.

4. Welchen Stellenwert nimmt der Tierschutz in Ihren Wahlkampf ein? Wie sehen Ihre diesbezüglichen Forderungen konkret aus?

Grundsätzlich stehen die NEOS für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen, was sich in unserem Programm, unseren Forderungen sowie auch unserem Abstimmungsverhalten im Parlament wiederfindet. Ziel der NEOS ist es vor allem in der Landwirtschaft, gemeinsam mit den Bauern und den Umweltorganisationen für faire und nachhaltige Bedingungen zu sorgen, Tiertransporte zu reduzieren aber auch die Eigenverantwortung der Konsumenten zu stärken. Diese müssen auf transparente Art und Weise informiert werden, in welchen Produkten hohe Tierschutzstandards drin sind. Derzeit gibt es ein Gütesiegel-Wirr-Warr.

5. Wie stehen Sie zu Listenhunden? Welche Postion nehmen Sie in der Listenhund-Debatte ein?

Wir fordern in ordentliches Tierhaltegesetz, das gemeinsam mit Expertinnen und Experten erstellt wird. Es bedarf transparenter Kriterien für die Klassifizierung von Listenhunden – sofern diese überhaupt sinnvoll ist – und muss einer Gesetzesbegutachtung unterliegen. Dabei müssen transparente Kriterien für die Klassifizierung von Listenhunden gelten und Grundlage für die Gesetzesbegutachtung sein. Auf jeden Fall ist es notwendig, dass ein solcher Prozess von Experten gesteuert und nicht von politischen Interessen geleitet wird.

6. Wäre eine Regelung bezüglich Sachkundenachweis, Hundeführschein o. Ä. aus Ihrer Sicht bundesweit sinnvoll?

Ein erster Schritt wäre bestehende Pflichten und Regelungen zumindest innerhalb der Länder zu vereinheitlichen. Wie sinnvoll eine bundeseinheitliche Regelung wäre, ist fraglich, da die Bundesländer sehr unterschiedliche Voraussetzungen haben. Gemeint sind damit Geographie, Bevölkerungsdichte, Art der Landwirtschaft etc.

6. Hunde auf Almen, Wiesen und Wäldern sind derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Was sind die Standpunkt Ihrer Partei dazu? 

Klar ist, dass in manchen Gebieten und unter manchen Bedingungen Hunde auf der Alm ein Risiko darstellen und Hundebesitzer_innen über das richtige Verhalten mit Hunden in Almgegenden aufgeklärt werden müssen. Allerdings scheint ein teilweise diskutiertes, komplettes Verbot überzogen, nicht zuletzt da Landwirte selbst Hunde haben. Grundsätzlich wollen wir durch Information die Eigenverantwortung stärken, statt mit Verboten die große Mehrheit der verantwortungsvollen Hundehalter_innen und deren Begleiter zu bestrafen.

Zur Partei

Weitere Informationen zum Programm der NEOS gibt es auf der offiziellen Webseite der Partei: www.neos.eu

Wie die anderen Parteien unsere Fragen beantwortet haben, finden Sie auf der Übersichtsseite „Nationalratswahl 2019: Das sagen die Parteien zu Hunden & Tierschutz“