Freitag, Oktober 7, 2022
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Kosten für die Anschaffung und laufende Kosten bei Hunden

Dass Vierbeiner unsere Zeit und Liebe brauchen, wissen die meisten anstrebenden Hundeeltern. Aber auch über die finanziellen Ressourcen muss nachgedacht werden. Doch wie viel kostet ein Hund? Hier ein Überblick über laufende Kosten bei Hunden.

In ein glückliches Zusammenleben mit einem neuen vierbeinigen Familienmitglied muss investiert werden. Nicht nur durch viel Zeit und Liebe, sondern auch durch ausreichend finanzielle Rücklagen. Denn die Haltung einer rundum glücklichen Fellnase kann ganz schön ins Geld gehen. Neben den anfänglichen Anschaffungskosten sollte man sich vor allem über die laufenden Kosten bei Hunden bewusst sein.

Anschaffungskosten bei Züchter und Tierheim

Die Verantwortung für ein Hundeleben bringt nicht zuletzt auch finanzielle Verantwortung mit sich. Daher muss eine Anschaffung auch aus monetärer Hinsicht wohlüberlegt sein. Natürlich ist den meisten Tierfreunden klar, dass bereits der Hund an sich Geld kostet – egal, ob Mischling oder Rassehund. Die Preise der unterschiedlichen Hunderassen und auch der Züchter variieren stark, mit durchschnittlich 1.500 – 2.000 Euro sollte man für einen Hund mit entsprechenden Papieren aber mindestens rechnen. Zugegeben, nach oben sind kaum Grenzen gesetzt, und manche Züchter verlangen einen kleinen Aufpreis, um überhaupt auf der Warteliste zu landen. Doch seriöse Züchter scheuen auch keinerlei Kosten und Mühen, um ihrem Nachwuchs eine glückliche Kindheit und robuste Gesundheit mit auf den Weg zu geben. Und das kann auf ein Hundeleben hochgerechnet unbezahlbar sein.

Wem die Rasse nicht so wichtig ist, der wird auf der Suche nach einem Mischling bzw. einem Vierbeiner ohne offiziellen Stammbaum auch in Tierheimen fündig. Dort warten viele wunderbare Hunde auf eine Chance auf ein schönes neues Zuhause. Doch auch hier sollte man mit gewissen Kosten rechnen, denn in Tierheimen wird in der Regel bei der Übernahme des Hundes eine sogenannte Schutzgebühr verlangt. Diese Gebühr dient zum einen dazu, Grundkosten wie nachgeholte Impfungen, Futter etc. zu decken. Andererseits sollen sie auch eine kleine Hürde darstellen, um Spontankäufer ein wenig zum Nachdenken zu bringen. Verantwortung ist schließlich nicht billig. Schutzgebühren belaufen sich für Hunde üblicherweise zwischen 200 Euro und 300 Euro. Dafür sind Hunde aus dem Tierheim bereits geimpft, entwurmt und oftmals auch kastriert.

Nein zu Billigwelpen!

Wer übrigens denkt, mit einem Welpen von einschlägigen Internetseiten ohne offiziellen Abstammungsnachweis und mit ungewisser Herkunft billiger wegzukommen, wird mit Sicherheit enttäuscht. Auf lange Sicht kommen solche Importe aus tierschutzwidrigen Welpenfabriken meist wesentlich teurer als ein Rassehund einer anerkannten Zucht. Denn bei Tieren, die von skrupellosen “Vermehrern” stammen, können laufende Kosten bei Hunden – etwa durch teure tierärztliche Behandlungen – sehr hoch ausfallen.

Ein Hund befindet sich inmitten all der Dinge, die laufende Kosten bei Hunden anfallen lassen: u.a. Futter und Spielzeug.
Laufende Kosten bei Hunden umfassen unter anderem Futter und regelmäßig neues Spielzeug. / Symbolfoto: Canva.

Kosten im ersten Jahr

Das erste Jahr mit Hund ist mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden, über die man sich im Klaren sein muss: Für die Anschaffung des wichtigsten Zubehörs, wie Futter und Leckerli, Hundekorb, Decke (z.B. bei Amazon), Pflegezubehör, Halsband und Leine, Transportsicherung und ausreichend Spielsachen (bei Amazon)  fallen rund 150 Euro bis 300 Euro an.

Entwurmung, Impfungen, Heimtierausweis, Mikrochip und Registrierung, Floh- und Zeckenschutz und Kastration schlagen im ersten Jahr mit etwa 800 Euro zu Buche. Die genannten Maßnahmen gelten als Basisversorgung, die noch dazu teilweise gesetzlich vorgeschrieben ist (z. B. Mikrochip und Tollwutimpfung). Nicht mit einberechnet wurden hier mögliche Krankheiten oder Verletzungen, die je nach Schweregrad ebenfalls schwer auf die Brieftasche fallen können. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, über eine Versicherung nachzudenken, die Tierarztkosten oder auch Operationskosten abdeckt. Zudem fallen im ersten Jahr auch Welpenkurs, Begleithundeprüfung und andere Aktivitäten mit dem neuen Familienmitglied an. Laut statistischen Erhebungen sollte man hierfür mit etwa 300 Euro rechnen.

Insgesamt kommt man allein im ersten Jahr bei Kauf eines Rassehundes auf eine Summe von rund 3.000 Euro. Bei einem Mischling belaufen sich die Kosten im ersten Jahr je nach Impf- und Kastrationsstatus auf 1.000 bis 1.600 Euro –  und das ohne laufende Kosten. Denn auch erwachsene Hunde werden tendenziell nicht viel billiger.

Einmalige Kosten

Anschaffung
  • Rassehund: ab ca. € 1.500
  • Mischlingshund: ca. € 300
Tierarzt
ca. € 800

Heimtierausweis, Mikrochip und Registrierung, Impfungen, Entwurmung, Floh- und Zeckenschutz, Sterilisation bzw. Kastration

Zubehör
ca. € 150-300

Hundekorb, Decke, Näpfe für Futter und Wasser, (Hundebox), Hundehütte, Halsband und Leine, Spielzeug, Transportsicherung

Hundeausbildung
ab € 300

Hundeschule bzw. Welpenkurs, Begleithundeprüfung, eventuell Einzeltraining

Ein Hund liegt auf einem Stahltisch, eine Tierärztin beugt sich über ihn.
Besonders Tierarztkosten können im Ernstfall ordentlich ins Geld gehen - eine Versicherung wäre daher ratsam. / Symbolfoto: Canva.

Laufende Kosten bei Hunden

Natürlich brauchen auch erwachsene Hunde weiterhin (kostenintensive) Betreuung und verursachen regelmäßig Kosten. Für ein glückliches Hundeleben müssen folgende Ausgaben einkalkuliert sein:

  • Bei einem durchschnittlichen Hundegewicht von 25 kg betragen die jährlichen Futterkosten (inklusive Leckerli zwischendurch) rund 700 Euro. Das entspricht einem Futterbudget von ca. 60 Euro pro Monat.
  • Für die regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt mit dazugehöriger Impfauffrischung, Entwurmung, Zecken-und Flohprophylaxe und für die eine oder andere Behandlung im Krankheitsfall sollten laut Statistik etwa 300 Euro pro Jahr eingeplant werden.
  • Auch Zubehör wie Spielzeug, Kotbeutel, Leinen und Pflegeutensilien müssen immer wieder nachgekauft werden. Mit mindestens 100 Euro sollte man pro Jahr rechnen!
  • Je nach Wohnort runden etwa 150 bis 200 Euro für Hundesteuer, Versicherungen (Haftpflicht!) und diverse Mitgliedsbeiträge die laufenden Kosten pro Jahr ab.

Das ergibt einen Mindestbetrag von stattlichen 1.250 Euro, die jährlich in die Hundehaltung fließen. Übrigens: Die Größe des Hundes beeinflusst diese Kosten nur minimal, und Ausgaben im Zuge gröberer Verletzungen oder Dauerbehandlungen (z.B. bei Allergien oder Ähnlichem) sind dabei noch nicht berücksichtigt. Hundeglück braucht also deutlich mehr als Zeit und Liebe – auch das nötige Geld sollten Hundehalter auf jeden Fall mit einplanen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Laufende jährliche Kosten

Futter
ca. € 700 (
bei 25 kg Körpergewicht inkl. Leckerli)
Tierarzt und Hygiene
ca. € 300

Jahresimpfung, regelmäßige Entwurmung, Floh- und Zeckenschutz, anfallende Medikamente

Zubehör
ca. € 100

Leine und Halsband bzw. Brustgeschirr, Pflegeprodukte, Maulkorb, Spielzeug

Organisatorisches
ca. 150 Euro

Hundesteuer, Versicherung, Mitgliedsbeiträge und sonstiges

Im Laufe eines Hundelebens können sich also ganz schöne Kosten anhäufen – dennoch darf man bei all der Kalkulation auch nicht vergessen, dass man aus seinem Investment auch etwas zurückerhält. Und zwar die Gesellschaft und Liebe eines wunderbaren Begleiters, dessen Lebensglück auch das eigene Leben unendlich bereichert. Denn ein Lächeln im Gesicht unserer geliebten Fellnasen ist mit Gold nicht aufzuwiegen – und jeden Cent wert!

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