Wenn Hunde schwimmen: Worauf man achten muss

Wenn Hunde schwimmen_ Worauf man achten muss
Wenn Hunde schwimmen: Schwimmen stellt eine schonende Sportart dar, die den gesamten Körper mobilisiert. / Foto: Pixabay

Gerade im Sommer freuen sich unsere lieben Vierbeiner darüber, wenn sie beim Baden der Hitze der heißen Jahreszeit entfliehen können. Wenn Hunde schwimmen, erfrischt dies nicht nur, sondern stellt zugleich ein schonendes Körpertraining dar.

Wenn Hunde schwimmen, ist  die Auftriebskraft und der Widerstand des Wasser für die schonende Training von Gelenken, Bänder, Muskeln und der Wirbelsäule dienlich. Bis zu 90 Prozent wird der Körper durch das Wasser entlastet!

Dennoch wird durch das Schwimmen der gesamte Körper trainiert: Die Kraft der Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, die Ausdauer erhöht, die Wirbelsäule wird mobilisiert und die Flexibilität der Gelenke wird gefördert. Besonders bei überlasteten Hundekörpern stellt das Schwimmen ein Möglichkeit dar, Gelenke und Muskeln schonend und schmerzfrei zu bewegen.

Worauf muss man achten?

Grundsätzlich ist es ratsam, sich vor dem Schwimmen mit einer/einem Tierärztin/Tierarzt abzusprechen. Denn nicht jeder Hund ist für diesen Badespaß geeignet. Es gibt nämlich Hunde, deren Schwimmfähigkeiten nur dürftig ausgeprägt sind. So können z.B. sehr junge Hunde (unter sechs Monaten) noch nicht besonders gut schwimmen. Auch Hunde mit kurzen Schnauzen (z.B. Bulldogge oder Mops) oder Hunde mit massigem Körper und kurzen Beinen (z.B. Basset Hound) können sich manchmal schwer über Wasser halten.

Generell ist es beim Hundeschwimmen empfehlenswert, den wortwörtlichen „Sprung ins kalte Wasser“ eben NICHT zu wagen. Der Hund sollte langsam an die Temperatur des Wassers gewöhnt werden – besonders wenn diese stark von der Außentemperatur abweicht (z. B. sehr kaltes Wasser an heißen Sommertagen). Abgesehen davon, muss sich der Hund auch erst mit dem Auftrieb des Wasser vertraut machen.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass…

  • der Hund zwei bis drei Stunden vor dem Schwimmen keine Nahrung zu sich genommen hat.
  • der Hund gesund ist.
  • der Hund nicht in stark verschmutzten Gewässern schwimmt (Infektionsgefahr).
  • der Hund immer einfach und bequem aus dem Wasser steigen kann.
  • der Hund nach dem Baden gut abgetrocknet wird.
  • der Hund nicht zu viel Chlorwasser trinkt (Durchfallgefahr).
  • der Hund ggf. geimpft ist (dies ist vor allem beim Schwimmen in Seen notwendig), z. B. gegen Leptospirose.

Geht man mit dem Hund im Meer schwimmen, ist es durchaus möglich, dass das Salzwasser Reizungen in den Augen des Hundes hervorruft. Unter Umständen muss er Erbrechen, wenn er zuviel Salzwasser zu sich nimmt. Hierbei sollte man darauf achten, dass er sich nicht verschluckt, bzw. sollte der Hund am besten, nach seinem Bad, mit klarem Wasser abgespült werden.

Wenn Hunde schwimmen worauf man achten muss
Schwimmen bereitet Hunden meist sehr viel Spaß. / Foto: Pixabay

Gesundheitliche Vorteile des Schwimmens im Überblick

  • Abkühlung
  • schonende Mobilisierung von Gelenken und der Wirbelsäule
  • Stärkung der Muskeln
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Verbesserung der Kondition und Beweglichkeit
  • Verdauungsanregung
  • Stressabbau
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems

Schwimmweste für Hunde

Unter Umständen ist es sinnvoll, wenn der Hund beim Schwimmen eine Schwimmweste trägt. Diese ermöglicht dem Vierbeiner, sich völlig auf etwaige Übungen und die Fortbewegung zu konzentrieren, da die Weste ihm Sicherheit und Stabilität gibt.

Wenn Hunde Schwimmen – schonendes Training im Pool

Möglich ist außerdem das Schwimmen in einem eigens für Hunde gebautem Pool. Der Vorteil: Die Infektionsgefahr ist um ein vielfaches geringer. Außerdem kann auch die Temperatur des Wassers auf den Hund abgestimmt werden. Eine rutschfeste Rampe erleichtert zusätzlich das Einsteigen und Aussteigen aus dem Pool.