5 Dinge, die man über große Hunde wissen muss

by Administrator
Ein Welpe sitzt neben einem großen Hund auf einer Landstraße.

Selbst die kleinsten Welpen verwandeln sich irgendwann in große Hunde. Und eine große Fellnase kommt mit ganz anderen Herausforderungen einher als ein kleiner Vierbeiner. Wer sich daher eine große Hunderasse zulegen möchte, kann hier erfahren, wie leicht sich die „größten“ Irrtümer vermeiden und die Challenges meistern lassen.

Wenn man das neue Fellbündel zum ersten Mal mit nach Hause nimmt und das kleine Kerlchen verzückt beim Toben und Schlafen beobachtet, kann man sich im Moment schwer vorstellen, dass der Welpe irgendwann erwachsen wird. Doch leider wachsen Welpen sehr schnell – und wenige Monate später sind SEHR große Hunde aus ihnen geworden. (Zu den größten Hunderassen gehören übrigens die Deutsche Dogge und der Irische Wolfshund.) Je nach Hunderasse kann man dann vor einem echten Problem stehen, wenn man gewisse Vorsichtsmaßnahmen verpasst hat. Dabei lassen sich die häufigsten Irrtümer und Herausforderungen leicht vermeiden – wie immer, wenn man denn im Vorhinein darüber Bescheid weiß.

Zu früh zu viel Bewegung

Folgendes Gebot gilt grundsätzlich für alle Hunderassen, egal, ob groß oder klein: Nicht zu früh viel Bewegung machen! Es ist sehr löblich, wenn man mit seinem jungen Hund viel unternehmen will. Dennoch sollte man lange Spaziergänge, Wanderungen oder Sporteinheiten besser für später aufheben. Denn gerade im ersten Lebensjahr wachsen Hunde sehr schnell, und ihr Bewegungsapparat verändert sich ständig. Gelenke, Muskeln, Bänder und Knochen sind noch nicht voll ausgeformt – und in dieser Phase kann man mit zu viel gutem Willen den größten Schaden anrichten. Speziell Hunderassen, die groß sind und viel Masse haben (Mastiffs, Neufundländer, viele doggenartige Rassen) können rasch unwiderrufliche Erkrankungen ausbilden. Denn die gefürchtete Ellbogen- (ED) bzw. Hüftdysplasie (HD) kann durchaus nicht nur genetisch bedingt, sondern eine Lifestyleerkrankung sein. Daher: Joggen, Agility, Wandern, etc. bitte erst andenken, wenn die Fellnase vollkommen ausgewachsen ist.

Leinenführigkeit vernachlässigen

Es ist leicht, einen Hundewelpen an der Leine zurückzuhalten. Und es ist doch so süß, wenn sich der Fellball so gegen das Geschirr stemmt! Nur leider wird aus einem Welpen rasch ein großer Hund – und dann hat man plötzlich Schwierigkeiten damit, den Vierbeiner sicher zu führen. Als Besitzer eines großen Hundes ist es daher besonders wichtig, konsequente Erziehung zu leisten. Selbst dann, wenn die „sanften Riesen“ auch mit einem sanften Wesen brillieren – eine ordentliche Basisausbildung braucht jeder Hund, ist jedoch gerade bei großen Hunden einfach unverzichtbar!

Dazu gehört, von Welpenpfoten an gute Leinenmanieren zu trainieren. Dazu gehört, dass der Hund niemals lernt – wo ich hinziehe, folgt mein Mensch. Im besten Fall bringen wir unseren Fellnasen mit Geduld und Leckereien bei: Wo ich hingehe, folgst du mir. Denn wo ich hingehe, warten Abenteuer und Leckerlis! Gerne kann man sich überlegen, dafür Extrastunden in der Hundeschule oder bei einem Hundetrainer zu buchen. Denn was früh geübt wird, erspart später viele Sorgen und den einen oder anderen Muskelkater.

Ein großer Hund stemmt sich gegen die Leine.
Wenn ein großer Hund gelernt hat, sich gegen die Leine zu stemmen, braucht es mehr als Muskelkraft, um das Problem zu lösen. / Foto: Zbynek Pospisil.

Alles ist teurer

Leider stimmt auch der nächste Punkt: Je größer der Hund, desto teurer ist ALLES. Nicht nur frisst ein großer Hund mehr Futter als ein kleiner, auch Leinenzubehör, Spielzeug, Hundebetten, Transportkisten etc. kosten um ein gutes Stück mehr. Und wer einen XXL-Hund sein eigen nennt, könnte ohnehin Probleme haben, Ausrüstung in der passenden Größe im Zoofachhandel zu bekommen. Denn besondere Größen wie XS oder XL findet man nicht so zahlreich in den Regalen. Daher muss man je nach Rasse unterschiedlich höhere Kosten für den Alltag berechnen.

Große Hunde = größere Probleme durch Übergewicht

Laut einer Studie werden unsere Haustiere immer dicker. Gerade für die Besitzer selbst passiert diese Veränderung oft schleichend. Bis man das Problem erkennt, ist der Hund bereits stark übergewichtig und hat damit eine geringere Lebenserwartung. Außerdem sind Extrakilos gerade bei großen Hunderassen in der Wachstumsphase extrem fatal! Denn das zusätzliche Gewicht kann sich sehr nachteilig auf die Entwicklung des Bewegungsapparates auswirken. Die erhöhte Belastung bei jedem Schritt deformiert Gelenke und nutzt das Knorpelgewebe weit vor dem hohen Lebensalter ab. Mögliche Folgen sind lebenslange Schmerzen, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit bis hin zur Bewegungsunfähigkeit. Daher gilt: Wählen Sie das richtige Futter für wachsende Hundewelpen und achten sie streng auf das Gewicht der Tiere – selbst, wenn die empfohlene Menge im Napf sehr kläglich aussieht! Gerade große Hunderassen können Nahrung oftmals besser verwerten, als wir ihnen zutrauen.

Ob ein Hund „zu gut aussieht“, kann man leicht selbst checken. Große Hunde mit gesundem Gewicht haben zwar keine sichtbaren Rippen, aber man kann sie sehr wohl deutlich unter der Haut fühlen. Auch eine deutlich ausgeprägte Taille ist ein Anzeichen dafür, dass die Fellnase das richtige Gewicht hat! Geht es nach dem Brustkorb gerade nach hinten zum Hinterteil, muss der Vierbeiner hingegen dringend abspecken. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Hund beim Abnehmen am besten unterstützen können.

Ein Hund mit Übergewicht liegt auf einer Wiese und schaut schelmisch her.
Übergewicht kann auch bei Hunden zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Doch dem kann man entgegenwirken. / Symbolfoto: pixabay.

Kein Platz ist sicher?!

Ein weiterer Vorteil für große Hunde und Nachteil für die Besitzer ist, dass es kaum sichere Plätze im Haus gibt. Ein Speckbrot auf dem Esstisch ist schnell geklaut, und selbst die oberen Regalbretter kann ein hochgewachsener Hund auf den Hinterpfoten noch gut erreichen. Will man etwas vor großen Fellnasen verstecken oder sein Zuhause hundesicher machen, muss man mit wesentlich mehr Aufwand rechnen. Auch die Einzäunung von Grundstücken muss man an die Körperhöhe des Vierbeiners anpassen. Denn speziell für athletische Hunde wie belgische Schäferhunde und Dobermann ist eine Zaunhöhe von einem Meter geradezu lachhaft. Doch die gute Nachricht: Ist die Sicherung einmal erledigt, hat man üblicherweise seine Ruhe – zumindest bis zum nächsten Umzug.

Related Posts

Adblock Detected

Das Team von dieHundezeitung.com verbringt viel Zeit mit der Erstellung von spannenden und interessanten Inhalten für Hundefreunde. Bitte unterstützt uns, indem Ihr Eure Adblocker deaktiviert!