Pankreatitis beim Hund: Symptome und Behandlung

Pankreatitis beim Hund Symptome Behandlung
Pankreatitis beim Hund kann starke Schmerzen und Übelkeit hervorrufen. / Foto: Pixabay

Pankreatitis beim Hund (oder „Bauchspeicheldrüsenentzündung“) ist eine entzündliche Erkrankung des Pankreas. Es kann zwischen einem akuten und einem chronischen Verlauf differenziert werden. Beide Verlaufformen gehen mit ähnlicher Symptomatik einher.

Pankreatitis beim Hund ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein großes Drüsenorgan im Körper, das Verdauungsenzyme und außerdem Hormone produziert. Die Ursachen der Erkrankung sind nicht spezifisch: Sowohl allzu fettreiche Ernährung, Durchblutungsstörungen oder auch Unfälle können theoretisch für eine Pankreatitis verantwortlich sein. Auch erbliche Prädispositionen, Medikamente oder bakterielle Infektionen kommen als mögliche Verursacher infrage. Möglich ist auch ein sekundäres Auftreten einer Pankreatitis im Rahmen einer Leber- oder Darmentzündung.

Diese Faktoren können einen negativen Einfluss auf die Bauchspeichelsrüse ausüben und sie dazu bringen, sich selber zu verdauen, wodurch Entzündungen hervorgerufen werden. Bei milderen Verläufen findet aber noch keine Selbstverdauung statt.

Die Pankreatitis kann Hunde jeder Rasse und jeden Alters treffen.

Symptome

Folgende Symptome können auftreten:

Akute Pankreatitis

  • Mattheit, Müdigkeit
  • erhöhte Temperatur bzw. Fieber
  • Übelkeit, Erbrechen
  • verminderte Nahrungsaufnahme
  • Durchfall
  • „Gebetshaltung“: leidet der Hund unter starken Bauchschmerzen, streckt er manchmal seine Vorderbeine aus, während der Oberkörper am Boden gedrückt wird, die Hinterbeine aber gerade bleiben (ähnlich einer Streckhaltung).

Chronische Pankreatitis

Die Symptome einer chronischen Pankreatitis sind die der akuten sehr ähnlich, meist aber etwas milder. Zusätzlich verliert der Hund meist an Körpergewicht.

Diagnose

Beim Auftreten eines oder mehrerer dieser Symptome sollte unbedingt ein/e Tierärztin/Tierarzt aufgesucht werden. Diese/r wird dann unter Bezugnahme der klinischen Symptome weitere Untersuchungen vornehmen. In erster Linie werden für die Diagnose Bluttests herangezogen. Sind die Werte von rypsin-like-Lipase oder Pankreatische-Lipase-Immunreaktivität (cPLI) erhöht, liegt ziemlich sicher eine Pankreatitis vor. Zusätzlich können auch Ultraschalluntersuchungen vorgenommen werden.

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Pankreatitis beim Hund – Behandlung

Grundsätzlich werden bei einer Bauchspeicheldrüsenenztündung symptomlindernde Maßnahmen ergriffen. So werden bei Erbrechen  z. B. Infusionen verabreicht, um den Elektrolythaushalt wieder herzustellen. Möglich, abhängig von der Symptomatik und wie schwer diese ausgeprägt ist, ist auch die Gabe von Medikamente gegen Übelkeit oder Schmerzen. In seltenen Fällen werden auch Antibiotika verschrieben, die Wirkung dieser im Zusammenhang mit Pankreatitis ist aber sehr umstritten.

Prognose

Diese ist sehr variabel und stark von der jeweiligen Erkrankung abhängig. Bei einem leichten Verlauf stehen die Heilungschancen sehr gut. Wiederum ist eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung sogar lebensgefährlich für den Hund. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, rechtzeitig eine/n Tierärztin/Tierarzt aufzusuchen, um die Erkrankung schnell zu behandeln.

Wurde die Pankreatitis durch ein Medikament ausgelöst, wird dieses natürlich schnellstmöglich (unter Absprache mit der/dem Ärztin/Arzt) abgesetzt.