Die 10 größten Hunderassen

Neben den vielen kleinen Hunderassen, die heute vor allem gerne als Begleithunde gehalten werden, gibt es auch einige Riesen, die allerdings den Charakter von Teddybären haben und genau so das Zeug zum liebevollen Familienhund haben – vorausgesetzt man hat genug Platz. Hier ist eine Liste der 10 größten Hunderassen der Welt.

Kangal-Hirtenhund

Der Kangal ist eine sehr alte Hunderasse. Es wird vermutet, dass die ersten Vertreter seiner Art bereits im 12. Jahrhundert in der Türkei gezüchtet wurden, um Schafherden in den Bergen vor Bären und anderen Raubtieren zu beschützen. Der ursprüngliche Name der Rasse, „Karabaş“, bedeutet so viel wie „Schwarzkopf“ und beschreibt die typisch schwarze Maske des Kangal-Hiertenhundes. Kangals sind nur für erfahrene Hundehalter geeignet, da sie zwar sehr ruhig sind, bei Bedrohung allerdings sehr schnell in Verteidigung übergehen können. Kangal-Rüden erreichen eine Höhe bis zu 78cm und 60kg, Hündinnen eine Höhe von 73cm und 50kg.

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Besonders auffällig am Kangal-Hirtenhund ist seine schwarze Maske, welche ihm auch den Namen "Karabaş", also "Schwarzkopf" eingebracht hat. / Foto: pixabay

Chien de Montagne des Pyrénées

Der Chien de Montagne des Pyrénées, oder auch Pyrenäenberghund, ist eine sehr sanftmütige, aber wachsame Hunderasse. Früher wurde er eingesetzt, um Schlösser in den Pyrenäen zu bewachen. Heute wird er oft als Begleit- oder Familienhund geführt, da er sehr kinderlieb und freundlich, Fremden gegenüber jedoch misstrauisch ist. Rüden erreichen eine Höhe bis zu 80cm, Hündinnen bis zu 75cm. Das Gewicht ist im Rassestandard nicht festgelegt.

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Der Pyrenäenberghund war früher ein richtiger Schlosshund, da er als Wachhund von Schlössern eingesetzt wurde. / Foto: www.great-pyrenees.deThree dog-generations of Great Pyrenees. Grandma, mother and child. left: Ninusch von Hüttenbuschmiddle: Kajal von Nutscheidright: Margaux von Nutscheid, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Leonberger

Der Leonberger entstand durch die Kreuzung der Rassen Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund und stammt ursprünglich, wie der Name schon sagt, aus der deutschen Stadt Leonberg. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde die Rasse beinahe komplett ausgerottet, doch ein paar Liebhaber der Rasse konnten sie zum Glück erhalten. Leonberger haben eine sehr freundliche Natur und eignen sich daher ideal als Familienhund. Allerdings braucht er viel Bewegung und freut sich über sämtliche Zuwendung seiner Besitzer. Rüden können eine Höhe von 80cm erreichen, Hündinnen werden bis zu 75cm hoch.

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Der Leonberg hat den Bernhardiner und Neufundländer als Vorfahren. / Foto: pixabay

Landseer

Der Landseer hat seinen Namen vom englischen Maler Edwin Landseer, der diese Hunderasse besonders gern zeichnete. Er stammt ursprünglich vom Neufundländer ab, ist heute jedoch als eigene Rasse anerkannt und auch optisch unterscheidet er sich mittlerweile von ihm. Jedoch sind sie, gleich wie Neufis, immer noch leidenschaftliche Schwimmer und werden dadurch häufig als Seerettungshunde eingesetzt. Rüden werden bis zu 80cm hoch und 75 kg schwer, Hündinnen bis zu 72cm und 55 kg.

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Der Landseer ist gleich wie sein Vorfahre, der Neufundländer, eine Wasserratte. / Foto: pixabay

Barsoi

Der Barsoi (auch russischer Windhund oder russischer Wolfshund genannt) ist eine russische Windhundart, die bereits im 14. Und 15. Jahrhundert von Großgrundbesitzern für Hetzjagden eingesetzt wurde. Er hat ein langes, wallendes Fell und kann die schnellste Laufgeschwindigkeit aller Hunderassen erreichen. Er gilt als sehr umgängliche Rasse und ist daher auch als Familienhund geeignet. Das Gewicht ist beim Barsoi nicht festgelegt, allerdings erreichen Rüden eine Höhe von 85cm (in seltenen Ausnahmen sogar 95cm) und Hündinnen 78cm.

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Der Barsoi ist nicht nur eine der größten, sondern auch schnellsten Hunderassen der Welt. / Foto: Barsoi ajoscha, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Akbaş

Der Akbaş stammt, wie auch der Kangal-Hirtenhund, aus der Türkei und sein Name bedeutet so viel wie „Weißkopf“. Er verfügt über einen starken Wachtrieb, weswegen er auch oft als Wachhund eingesetzt wird und legt eine große Selbstständigkeit an den Tag. Wie die meisten Wachhunde ist er ausgeglichen und ruhig, misstraut Fremden jedoch. Der Akbaş ist von der FCI nicht als eigenständige Rasse anerkannt, daher gibt es keinen Rassestandard. Allerdings erreichen Rüden eine Höhe von bis zu 86cm.

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Der türkische Name "Akbas" bedeutet auf deutsch so viel wie "Weißkopf". / Foto: Ramazanondersen, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Deutsche Dogge

Deutsche Doggen gelten allgemein als anhängliche Riesen. Auch diese Rasse hat eine lange Geschichte, die bereits auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Bekannt sind sie vor allem für ihre sanftmütige und liebenswerte Art. Sie bauen sehr schnell eine starke Bindung zu ihren Besitzern auf und lieben es zu kuscheln. Die Mindestgröße für Rüden liegt bei 80cm, wobei diese oft weit überschritten wird. Für Hündinnen ist eine Mindestgröße von 72cm im Rassestandard festgehalten.

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Die Deutsche Dogge gilt als besonders verschmust und liebesbedürftig. / Foto: pixabay

Bernhardiner

Der Bernhardiner hat seinen Ursprung in der Schweiz und erinnert mit seinem Aussehen an einen übergroßen Teddybären. Er wurde ursprünglich dazu gezüchtet, die Mönche im Hospiz auf dem Großen St. Bernhard zu unterstützen. Sie wurden als Lawinenhunde eingesetzt und erreichten große Bekanntheit vor allem durch den Lawinenhund Barry, der über 40 Menschen gerettet haben soll. Ab dem 19. Jahrhundert wurden Bernhardiner mit dem heute bekannten Langhaar gezüchtet, was sie für die Arbeit auf den Bergen ungeeignet machte. Zudem ist er zu schwer und zu massig geworden, um als Lawinenhund zu arbeiten. Der heutige Bernhardiner hat mit der ursprünglich gezüchteten Rasse nur noch wenig Gemeinsamkeiten. Heute wird er hauptsächlich als Haus- und Begleithund eingesetzt und gilt seit 1884 als Schweizer Nationalhund. Er gilt als besonders ausgeglichen und liebevoll, vor allem mit Kindern. Rüden werden bis zu 90cm hoch, Hündinnen bis zu 80cm.

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Der Bernhardiner hat hat äußerlich nichts mehr mit seinen Vorfahren gemeinsam. / Foto: pixabay

Irischer Wolfshund

Der Irische Wolfshund zählt zwar definitiv nicht zu den schwersten Hunderassen, dafür können sie extreme Größen erreichen. Der genaue Ursprung der Rasse ist nicht bekannt, allerdings gibt es bereits seit der Antike Aufzeichnungen über ihn. Den Namen verdankt er nicht seiner Ähnlichkeit zum Wolf, sondern eher, da er für die Jagd auf Wölfe eingesetzt wurde. Er hat daher eine große Menge Kraft und Ausdauer. Im internationalen Rassestandard für Irische Wolfshunde wird auch keine Maximalgröße angegeben, sondern eine Minimalgröße, die er erreichen muss. Diese liegt bei Rüden bei 79cm, bei Hündinnen bei 71cm. Oft erreichen die Hunde allerdings eine Höhe von über 100cm, was sie zu einer der größten Hunderassen der Welt macht. Verhältnismäßig gelten sie damit als Fliegengewicht, denn das Gewicht liegt bei Rüden bei mindestens 54,5kg, bei Hündinnen bei 40,5kg. Die Lieblingsbeschäftigung des Irischen Wolfshundes ist es übrigens zu Rennen, was bei ihrer Haltung unbedingt beachtet werden sollte.

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Irischer Wolfshund / Foto: Wikimedia Commons / Camillo 60 / CC BY-SA 3.0

Mastiff

Der Mastiff ist nicht nur eine der größten Hunderassen, sondern auch die schwerste. Bis zu sage und schreibe 100kg kann er auf die Waage bringen. Gezüchtet wurde er ursprünglich in England, wo er als Wachhund eingesetzt wurde. Der Mastiff sieht allerdings respekteinflößender aus als er in Wirklichkeit ist: Durch seine ruhige und liebevolle Art wird er heute gerne als Familienhund gehalten. Die Höhe ist nicht festgelegt, allerdings kann er bis zu 91cm groß werden.

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Der Mastiff ist nicht nur groß, sondern auch sehr schwer. Er kann bis zu 100kg auf die Waage bringen. / Foto: pixabay

Der größte Hund der Welt

Den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für den größten Hund der Welt hat die Deutsche Dogge Freddy aus England. Mit beeindruckenden 103,5cm Widerristhöhe ist er der größte seiner Art und hält seit 2016 diesen Rekord – und das obwohl er damals der kleinste in seinem Wurf war.

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Freddy mit seinem Zertifikat des Guiness-Buch der Rekorde und zusammen mit seinem Frauchen - mit gerade einmal 16 Monaten! / Fotos: Instagram (@freddygreatdane).

Die meisten großen Hunderassen gelten nicht umsonst als „sanfte Riesen“. Trotz ihres oft furchteinflößenden und imposanten Auftretens sind sie meist liebevolle und freundliche Hunde, die nichts lieber tun als den ganzen Tag mit ihren Herrchen und Frauchen zu kuscheln, weswegen sie heute auch hauptsächlich als Familienhunde gehalten werden.