Workation mit Hund: Urlaub, Arbeit und der Vierbeiner

Workation mit Hund: Urlaub, Arbeit und der Vierbeiner

von Gastautor
Workation mit Hund: Hund sitzt entspannt neben Laptop in hundefreundlicher Unterkunft

Text von Kerstin Reinprecht

Workation mit Wau-Effekt

Eine Workation ist eine Kombination aus produktiver Arbeit („Work“) und Urlaub („Vacation“). Warum also nicht einmal dem Schreibtischsessel für ein Weilchen entfliehen und gegen den Arbeitsplatz der Wahl eintauschen?! Egal, wo das nächste Reiseziel ist, Bello kommt natürlich mit!

Alle Jahre wieder stellen sich Hundebesitzer:innen im Urlaub die Frage, wohin mit dem Vierbeiner? Ob Skifahren auf der Piste, Rodeln am Berg oder Entspannen im Alpenchalet – die kalte Jahreszeit bietet viele Möglichkeiten, Abwechslung in das Alltagsgrau zu bringen. Wer für den Kurzurlaub zwischen den Jahreszeiten keine Urlaubstage hergeben möchte, kann sich trotzdem getrost auf einen Tapetenwechsel freuen, Stichwort: Workation. Da bietet es sich an, Laptop und Hundenapf einzupacken. Doch was braucht es alles, damit die Remote-Arbeit mit Hund im Gepäck reibungslos funktioniert?

Hundefreundliche Hotels

Bevor es losgeht, sollte unbedingt eine arbeitsrechtliche Absprache mit den Vorgesetzten – am besten schriftlich – erfolgen. Nicht jedes Unternehmen erlaubt eine Workation, daher sollten bereits im Vorfeld alle Angelegenheiten geklärt werden, um rechtlich wie auch steuerlich auf der sicheren Seite zu sein.

Danach folgt die Frage aller Fragen: Welche Unterkunft soll es werden? Damit sich Frauchen, Herrchen und Hund gleichermaßen willkommen fühlen, ist darauf zu achten, dass die Herberge tierfreundlich ist. Kleiner Tipp: Pfotencheck zertifizierte Hotels bieten nicht nur einen speziellen Komfort für Zwei- und Vierbeiner an, sondern gehen auf die tierischen Bedürfnisse ein: Vom Hundebett hin zum eigenen Betreuungs- oder Spazierservice ist für jede Schnauze das passende Angebot dabei.

Routine schafft Sicherheit

Bürohunde sind meist daran gewöhnt, außerhalb der eigenen vier Wände entspannt zu bleiben. Damit dies bei der Telearbeit in einem fremden Umfeld gelingt, gilt es hier, ein paar Grundregeln zu beachten: In vielen Hotellobbys geht es durch An- und Abreise turbulent zu, da bringt eine ruhige Ecke mehr Entspannung. Der Arbeitsplatz auf Zeit sollte nicht nur ein sicherer, sondern auch ein hundefreundlicher Ort sein. 

Anders als im Büro oder zuhause stellt eine neue Unterkunft eine fremde Umgebung dar, die den Stresslevel des Tieres deutlich erhöhen kann. Jede Workation ist eine ungewohnte Situation, auf die sich Zwei- und Vierbeiner erstmals einlassen müssen. Nicht nur für uns, sondern auch für den Hund bringt der Arbeitsurlaub einen neuen Tagesrhythmus mit sich. Da können vertraute Strukturen und Regeln das Ankommen erleichtern. Genau wie wir gewöhnen sich die Vierbeiner an feste Abläufe. Kleine Routinen schaffen ein Stück Heimat und helfen dem Tier, sich leichter einzugewöhnen, daher dürfen die Kuscheldecke und das Lieblingsspielzeug auf keinen Fall im Koffer fehlen.

Eine ausgiebige Gassirunde bevor es an den Laptop geht, macht nicht nur Spaß und stärkt die Bindungen zur Fellnase, sondern kann schon als kleine Auszeit gesehen werden. Kurze Pausen zwischen arbeitsintensiven Phasen können Anspannung und Stress abbauen, daher darf gerne regelmäßig getobt und gespielt werden – aber bitte im Freien. Spielzeuge, Schnüffelteppiche und Co. sind effizient gegen Langeweile und fördern gleichzeitig die Konzentration. 

Andere Länder, andere Sitten

Wer im Ausland unterwegs ist, sollte sich den örtlichen Gepflogenheiten anpassen. Das beginnt schon mit der richtigen Vorbereitung für den Transport des Tieres. Dieser unterliegt nämlich der Straßenverkehrsordnung, wenn man mit dem Auto zur Zieldestination unterwegs ist. Der Hund muss während der Fahrt ordnungsgemäß mit Gurt oder Transportbox gesichert werden. Je nach Rasse und Land gelten hier unterschiedliche Regeln, die man vor Fahrtantritt – auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln – beachten muss. 

Neben der Wahl des Transportmittels gilt es, einen Blick in den Impfpass des Tieres (Stichwort: gültige Tollwutimpfung) zu werfen, vor allem wenn man die österreichischen Grenzen verlässt. Ein gültiger EU-Heimtierausweis sowie eine volle Reiseapotheke sollten daher stets griffbereit sein und dürfen in keinem Handgepäck fehlen. Ist alles vorbereitet – vom Transport über die Papiere bis zur Reiseapotheke und der hundefreundlichen Unterkunft – kann das gemeinsame Arbeitsurlaubsabenteuer starten! 

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