Inhalt
- Teamarbeit auf Abstand: Die Faszination von Hoopers
- Was ist Hoopers?
- Hoopers statt Agility: Hundesport ohne Sprünge
- Für welche Hunde eignet sich Hoopers?
- Hoopers stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund
- So funktioniert ein Hoopers-Parcours
- Zwischen Action und Entspannung
Teamarbeit auf Abstand: Die Faszination von Hoopers
Mag auch das, was gerade über dem großen Teich geschieht, etwas fragwürdig sein: Herübergeschwappt ist da vor einiger Zeit etwas sehr Cooles. Und Sportliches. Auch fürs Köpfchen. Das dürfen Hund und Frauchen oder Herrchen gleichermaßen anstrengen. Wir stellen vor und rufen: „Hoop!“
Hu…was? Das habe ich meine liebe Freundin gefragt, als sie mir letzten Sommer gesagt hat, dass sie und ihr Hund jetzt Hoopers machen. Was der Begeisterung in ihrer Erzählung allerdings keinen Abbruch tat. Zum Glück. Denn mittlerweile haben mein vierbeiniger Jungspund und ich Hoopers ebenso für uns entdeckt.
Was ist Hoopers?
Und da sind auch schon die ersten Schritte getan. Keine Sprünge wohlgemerkt. Weil Hoopers die Gelenke schont. Meine eigenen sowieso.
Ich muss im Unterschied zu Agility nämlich nicht mitlaufen.
Mit Agility wird Hoopers nämlich verglichen. So ähnlich ist es ja auch. Und doch recht anders. Was die neue Hundetrendsportart aber wirklich ist, das hat uns eine Hoopers-Trainerin erklärt.
„Hoopers ist eine relativ neue Sportart, kommt aus Amerika und wird jetzt auch schon einige Jahre in Österreich trainiert. Grundsätzlich sagt man, es ist ‚Agility für Faule‘, da die Hundeführerin oder der Hundeführer sich in einem Führbereich aufhält und von dort aus den Hund durch einen Parcours mit Hoops (Bögen), Tunneln, Gats und Tonnen führt.
Und zwar nur mittels Sprache und Körpersprache“, erklärt Brigitte Rom-Sapper von der Hunderunde Schöcklblick.
Hoopers statt Agility: Hundesport ohne Sprünge
Brigitte Rom-Sapper ist vor ein paar Jahren auf die junge und hierzulande noch weitgehend unbekannte Sportart gestoßen.
„Ich habe ganz zufällig ein Video aus Deutschland gesehen, das eine Hoopersvorführung zeigte, und war sofort fasziniert von diesem Sport. Und so habe ich vor drei Jahren die Ausbildung zur Hooperstrainerin gemacht.“
Seither trainiert sie Hoopers mit Leidenschaft, und das zieht auch immer mehr Frauchen, Herrchen und auch Hunde mit Faszination zu dieser Hundesportart.
Warum? Das lässt sich für die langjährige Hundetrainerin ganz einfach erklären: „Es ist das Zusammenspiel von Mensch und Hund und der Spaß, den alle dabei haben.“
Für welche Hunde eignet sich Hoopers?
Im Unterschied zu Agility, wo ja auch Hürden zu bestreiten sind, ist Hoopers für jeden Hund geeignet. „Egal ob jung, alt, groß, klein, dick oder dünn.“
Weil – und das ist eine der Besonderheiten von Hoopers – der Hund keine Sprünge machen muss.
„Diesen Sport können auch Hunde, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr springen dürfen, ausüben. Angsthunde werden selbstbewusster und dem alten Hund machte es genauso Spaß wie dem jungen.
So werden Mensch und Hund ausgelastet.“
Hoopers stärkt die Bindung zwischen Mensch und Hund
Eine weitere Besonderheit: Frauchen und Herrchen laufen nicht mit, sondern leiten den Vierbeiner mit Zeichen an.
„Der Hund lernt, auf Distanz nur mit Kommunikation und Körpersprache adäquat zu reagieren. Dieses Führen auf Distanz fördert eine starke Bindung“, erklärt Rom-Sapper.
So funktioniert ein Hoopers-Parcours
Und da geht es typischerweise durch Tunnel oder Zäune hindurch, Tonnen werden umrundet oder es wird durch Bögen, also Hoops, gelaufen.
Dabei kamen der Hundetrainerin im Laufe der Jahre übrigens auch so einige Hoppalas unter.
„Vielfach sind es ja die Menschen, die überfordert sind und geben komische Kommandos, manchmal ist der Hund zu schnell und landet auf dem Tunnel.
Es hat auch schon Hunde gegeben, die die Tonnen apportierten oder sie als Spielzeug gesehen haben und damit abhauten.“
Zwischen Action und Entspannung
Während Lilly voller Motivation durch den Parcours sprintet, wartet Jazero seelenruhig darauf, gleich durch die Hoops starten zu dürfen.
Last not least: Was Hunde wohl nach einer Hoopers-Einheit zu ihren Besitzer:innen sagen würden? Brigitte Rom-Sapper ist sich da ganz sicher: „Super war’s, Frauli!“