Dem Winterblues ein Schnippchen schlagen
Welsh_Corgie liegt im Schnee

Läuft das Tageslicht auf Sparflamme, tut das auch unser Energielevel. Das unserer Vierbeiner übrigens auch. Da träumt man schon mal lieber gemeinsam auf der Couch, anstatt vor die Tür zu gehen. Mit ein paar einfachen Tipps kommen wir aber dennoch gut und vielleicht sogar gestärkt durch die kalte Jahreszeit.

Winterblues bei Hund und Mensch: Wenn das Energielevel sinkt

Mal ehrlich. Ich selbst bin ja so gar nicht der Wintertyp. Unter gewissen Umständen vielleicht ein bisschen. Wenn der Schnee unterm Sonnenschein glitzert und die Luft draußen so richtig frisch und klar ist. Dann ja. Dann machen auch Spaziergänge Spaß. Aber so ein kalter, feuchter, nebliger Tag? Da läuft mein Körper auf Sparflamme. Meine Motivation für was auch immer auch. Unserem Vierbeiner geht’s da recht ähnlich, kommt mir vor. Obwohl ihn eigentlich ganz schön viel Fell schützt. Und er grundsätzlich auch sehr gerne draußen herumtobt. Aber an so trüben Tagen bevorzugt er es, ausgestreckt auf dem Teppich die Fußbodenheizung zu genießen und in Ruhe vor sich hin zu dösen.

Aber warum? Kalt kann ihm im Freien kaum sein. Macht ihn das fehlende Tageslicht genauso müde wie mich? Vermutlich ja. Weniger Licht bedeutet auch für ihn mehr Ausschüttung des Hormons Melatonin. Und das macht träge und schläfrig. Und ist in der kalten und dunkleren Jahreszeit ganz normal und ok.

Rausgehen trotz Nebel: Warm einpacken und auf den Hund achten

Ein bisschen frische Luft schadet jedoch weder Zwei- noch Vierbeinern. Deshalb werfe auch ich mich jeden nebligen Tag aufs Neue in die warme Schale. Mein Hund dankt mir das, und ich selbst mir schließlich und endlich ja auch. Meist ein bisserl später, wenn ich bei heißem Tee und ein paar Keksen wieder im Warmen sitze. Das weiß ich dafür dann aber wieder richtig zu schätzen. Aber wir waren beim Rausgehen. Und beim warm Einpacken. Auch den Vierbeiner nämlich. Weil Hund ja nicht gleich Hund ist.

Jacke oder Mantel: wann Hunde sie brauchen

Bei unserem Windhund aus dem Süden ohne Unterwolle ging ohne dickes Jackerl gar nichts. Kein Schritt vor die Tür ohne hilflosen Blick und Zittern von der Schnauze bis zur Schwanzspitze. Wobei die Empfindlichkeit mit dem Alter und zunehmender Arthrose mehr wurde. Auch darauf sollten Frauchen und Herrchen achten. Bei kleinen Exemplaren mit dem Bauch in Nähe des frostigen Bodens sind Jacke oder Mantel meist ohnehin unumgänglich.

Unserem eineinhalbjährigen Schnauzer-Collie-und-noch-so-einiges-mehr-Mischling macht die Kälte nichts aus. Ich, langjähriges Windhundfrauerl, staunte nicht schlecht, als er bei nebligen Minusgraden in vollem Galopp in den Bach sprang. Und sich genüsslich reinlegte. Zum Abkühlen. Naja, wer’s mag. Auch bei uns Zweibeinern variiert das Kälteempfinden recht stark. Einer meiner Brüder ist in den hohen Norden gezogen. Und liebt dort die langen, kalten und schneereichen Monate. Mediterrane Winter wären im Gegensatz dazu das Richtige für mich.

Winter-Tipps für Gesundheit & Alltag mit Hund

Was ich damit sagen will: Jeder Vier- wie auch Zweibeiner fühlt Kälte anders. Wir müssen also auf die Bedürfnisse unserer Fellnasen achten und ihnen nachgehen, dann kommen wir gut durch die kalte Jahreszeit. Ein paar hilfreiche Tipps dazu, aber auch, was im Winter generell zu beachten ist, haben wir hier zusammengetragen:

Sicherheit & Komfort beim Winterspaziergang

  • Leuchthalsband, Reflektoren und Stirnlampe sind sinnvolle Helfer bei Gassigängen in der Dämmerung und Dunkelheit.
  • Sich geistige Auslastung für drinnen zu überlegen, fordert und fördert das Hundehirn. Das können sein: Suchspiele, Schnüffelteppich, Schleckmatte, Intelligenzspielzeug, ein gefüllter Kong, Tricktraining, Balanceübungen und vieles mehr. Ich verwandle immer wieder (leider zu selten, weil es schon ein bisschen Geduld erfordert) eine ganze Mahlzeit in ein kleines Suchspiel, indem ich so zwei bis drei Stückerl Trockenfutter in Zeitungspapier einwickle und alle Papierknäuel dann in eine große Kiste gebe und der Hund sie auswickeln muss. Ordentlich was zu tun für die Hundenase – macht aber auch ganz viel Spaß.
  • Wie schon erwähnt: Jacke oder Mantel für kleine Rassen, kurzhaarige Hunde ohne Unterwolle, Senioren oder kranke Hunde machen Sinn.
  • Nasses Fell sollte immer gut abgetrocknet werden.
  • Bei Schnee, Eis oder Salz auf der Straße: Die Pfoten mit Balsam oder Vaseline eincremen oder auch Booties anziehen. Nach dem Spaziergang tut man gut daran, Salzreste oder auch Schneeklumpen zu entfernen.
  • Futter eventuell an die veränderte Bewegung anpassen. Hochwertige Öle wie Lachs- oder Leinöl liefern Energie und sind gut für die Haut. Vitamin E, Zink oder auch Biotin unterstützen zusätzlich Fell und Immunsystem.
  • Ältere Hunde mit Arthrose oder HD sollten vor dem Spaziergang aufgewärmt werden.
  • Last not least: Gaaaanz viel Kuscheln. Das hilft beim Aufwärmen, stärkt die Bindung und tut einfach gut.
 

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