
Nicht jeder Hund ist von Zimmerpflanzen beeindruckt.
Der Feind in meinem Zimmer? Vielleicht ja. GrĂŒn und schön sind sie zwar. Und zum WohlfĂŒhlen laden sie auch ein. Nicht aber unsere Vierbeiner. FĂŒr die kann die eine oder andere Zimmerpflanze sogar sehr gefĂ€hrlich werden. Wie gefĂ€hrlich genau und welche Pflanzen man sich besser nicht ins Haus holt, dazu haben wir uns schlau gemacht.
Man kennt die Geschichten doch irgendwie von anderen Eltern. Oder auch von daheim. Wenn alle Blumentöpfe quasi eine Etage raufwandern mĂŒssen, weil krabbelnder Nachwuchs ansonsten BlĂ€tter unsanft abrupft oder sich sogar die eine oder andere Hand voll Erde in den Mund stopft. Und was kleine Zweibeiner hinbekommen, das schaffen Vierbeiner schon lange, nicht wahr? Freilich interessiert sich nicht zwangsweise jede Fellnase fĂŒr jedes GrĂŒn. Eine sehr neugierige aber vielleicht schon, eine Welpe eventuell auch, in dem Alter gehört schlieĂlich alles erkundet. Gelangweilte Pubertiere sind mitunter auch Kandidaten, die schon mal das ein oder andere Blatt anknabbern oder in der Blumentopferde zu wĂŒhlen anfangen.
Letzteres ist vielleicht etwas lĂ€stig fĂŒr Frauerl oder Herrl und strapaziert schon rein putztechnisch die Nerven. Eine Zimmerpflanze im Hundebauch aber kann durchaus auch gefĂ€hrlich werden. Daher: Augen auf beim Pflanzenkauf. Denn was in der Wohnung zum WohlfĂŒhlen einlĂ€dt, kann der Gesundheit des Vierbeiners sogar sehr schaden. Muss nicht. Aber kann. WĂ€hrend nĂ€mlich manche beliebte Zimmerpflanzen nur leichte Magenprobleme verursachen, können andere sogar schwere Vergiftungen auslösen.

Die GlĂŒcksfeder kann zu sehr starkem Unwohlsein fĂŒhren.
Doch wie groĂ ist die Gefahr wirklich? MĂŒssen Frauerl und Herrl alle Pflanzen aus dem Haus verbannen? Die gute Nachricht: Nein. Die schlechte: Wer einen Hund hat, sollte wissen, welche Pflanzen problematisch sind â und welche im Ernstfall lebensgefĂ€hrlich werden können.
Die Giftigkeit von Zimmerpflanzen unterscheidet sich erheblich. Manche reizen nur Magen und SchleimhÀute, andere können Herz, Kreislauf oder Atmung beeintrÀchtigen.

Der Philodendron ist fĂŒr Hunde sehr giftig.
đ”âđ« Sehr giftige Zimmerpflanzen: besser ganz vermeiden
Diese Pflanzen sollten in einem Hundehaushalt möglichst nicht vorkommen:
- Dieffenbachie
Schon kleine Mengen können starke Reizungen im Maul, Schluckbeschwerden und Atemprobleme verursachen. - Philodendron
FĂŒhrt zu Schleimhautreizungen, Speicheln und Erbrechen. - Monstera (Fensterblatt)
Reizt Maul und Magen stark. - GlĂŒcksfeder (Zamioculcas)
Kann zu starken Reizungen, Erbrechen und Unwohlsein fĂŒhren. - Oleander
Besonders gefÀhrlich: Schon geringe Mengen können Herzrhythmusstörungen verursachen und lebensbedrohlich sein.

Der Oleander kann Herzrhythmusstörungen hervorrufen.
đ Mittelgiftige Zimmerpflanzen: problematisch, aber selten lebensgefĂ€hrlich
Diese Pflanzen verursachen meist deutliche Beschwerden, sind aber in der Regel nicht sofort lebensbedrohlich, sollten also zumindest auĂer Reichweite stehen.
- Drachenbaum
Kann Erbrechen und Appetitlosigkeit auslösen. - Birkenfeige (Ficus)
FĂŒhrt zu Magen-Darm-Beschwerden und Hautreizungen. - Bogenhanf
Kann Ăbelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. - Aloe Vera
Das Blattgel ist zwar bekannt fĂŒr heilende Wirkung, die Pflanze kann bei Hunden jedoch Durchfall und Zittern verursachen.
đ Leicht giftige Zimmerpflanzen: unangenehm, aber meist harmloser
Hier treten oft nur leichte Reizungen oder Magenprobleme auf:
- Einblatt
Kann Maul und Magen reizen. - GrĂŒnlilie
FĂŒhrt gelegentlich zu mildem Erbrechen oder Durchfall. - Caladium
Verursacht Reizungen der SchleimhÀute.
Was tun im Notfall?
Hat der Hund eine Zimmerpflanze gefressen, gilt:
- Pflanzenreste vorsichtig aus dem Maul entfernen
- Kein Erbrechen auslösen
- Hund beobachten
- Bei Symptomen sofort zum Tierarzt
Warnzeichen sind:
- starkes Speicheln
- Erbrechen
- Zittern
- Atemprobleme
- Teilnahmslosigkeit
đ«Tipp: Hilfreich ist es, ein Blatt oder ein Foto der Pflanze mitzunehmen, damit der Tierarzt schnell reagieren kann.
Fazit: Schöne Pflanzen ja â aber bitte hundesicher
Frauerl und Herrl sollten genau hinschauen, was in der Wohnung steht. Besonders stark giftige Pflanzen wie Dieffenbachie, Philodendron oder Oleander haben in einem Hundehaushalt wenig verloren.
Die beste Lösung ist einfach: auf ungiftige oder unproblematische Pflanzen setzen und riskante Arten vermeiden. Denn am Ende soll das Zuhause nicht nur schön, sondern vor allem sicher fĂŒr den vierbeinigen Mitbewohner sein.
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