Ungesund bis tödlich: Diese Lebensmittel sind giftig für Hunde!

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Nicht alles, was Menschen gut tut, ist auch für Vierbeiner gesund. Giftig für Hunde sind z. B. Avocados! / Foto: Pexels

Menschliche Gaumenfreuden haben im Hundenapf nichts zu suchen! Denn einige Lebensmittel, die Zweibeinern gut tun, sind ungesund bis giftig für Hunde und können sogar tödlich enden.

Bekanntlich verlockt immer das am meisten, was verboten ist. Dies trifft auch auf unsere geliebten Vierbeiner zu. Dem winselnden Flehen nach einem Bissen vom Mittagstisch kann der Hundefreund dann oft schwer widerstehen. Doch vieles, was für den Menschen eine Delikatesse ist, muss für den Vierbeiner tabu bleiben, da es giftig für Hunde, manchmal sogar tödlich sein kann. Dabei sind es nicht nur süße Sünden wie Schokolade, die für Fellnasen ungesund sind, sondern auch so manches Obst und Gemüse.

Gefährliche Lebensmittel für Hunde – niemals füttern!

  • Schokolade (umso gefährlicher, je höher der Kakaoanteil)
  • Avocados
  • Weintrauben (besonders Rosinen!)
  • Birkenzucker (Xylitol)
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Alkohol
  • Obstkerne
  • rohe Nachtschattengewächse
  • rohe Hülsenfrüchte
  • rohes Schweinefleisch
  • Splittergefahr: gekochte Knochen sowie rohe Geflügelknochen (Hohlknochen) 

 

Schokolade bzw. Kakao

Kakao, wie etwa in Schokolade, enthält Theobromin, das ab 100 Gramm für jeden Hund lebensbedrohlich ist. Geringere Mengen verursachen Durchfall, Zittern, Krämpfe, Lähmungen und Bewusstseinsstörungen.

Avocado, Zwiebel und Knoblauch

Aber auch bei gesunden, natürlichen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten. An vorderster Stelle stehen bei Obst und Gemüse Avocados, die den Herzmuskel schädigen, und Weintrauben, insbesondere Rosinen, die zu Nierenversagen führen können.

Daneben sind Knoblauch und Zwiebeln für jeden bellenden Vierbeiner ungeeignet, denn sie zerstören die roten Blutkörperchen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie roh, gekocht, getrocknet oder in Pulverform verfüttert werden.

Rohe Nachtschattengewächse

Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Tomaten und Auberginen (Melanzani) enthalten – vor allem im rohen oder unreifen Zustand – Solanin, das für Hunde tödlich sein kann. Kartoffeln sollten daher nur gekocht und ohne Schale gefüttert werden. Tomaten sollten vollreif sein und keinesfalls grüne Stellen aufweisen. Auch bei Paprika macht es Sinn, diese zur Sicherheit zu kochen.

Rohe Hülsenfrüchte

Rohe Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen und Kichererbsen) sollten sowohl von Menschen als auch von Hunden niemals roh verzehrt werden, da sie in dieser Form Phasin enthalten. Denn der Stoff verklumpt in seiner Eigenschaft als Zucker bindendes Eiweiß die roten Blutkörperchen.

Obstkerne

Das in manchen Obstkernen vorkommende Cyanid (z. B. in Kirschen) wird in Magen zu potenziell tödlicher Blausäure umgewandelt. Diese kann – je nach Menge und Größe des Hundes – die Sauerstoffversorgung von innen zum Erliegen bringen. Zudem können Kerne aus Früchten – auch jene, die sie nicht giftig sind – zu Verstopfungen führen.

Rohes Schweinefleisch

Obwohl eine Ansteckung mit dem Aujeszky-Virus durch selten vorkommt, besteht bei rohem Schweinfleisch ein gewisses Risiko. Der Herpes-Virus, der für Menschen in der Regel ungefährlich ist, kann bei Hunden zur sogenannten tödlichen Pseudowut (Entzündung von Nerven und Gehirn) führen.

Ungesund für Menschen, giftig für Hunde?!?

Da sich die Nährstoffbedürfnisse des Hundes wesentlich von jenen des Menschen unterscheiden, sind selbst Fleischgerichte, aber auch andere vermeintlich hundetaugliche Essensreste ungeeignet.

Bei zu fettigen oder zu stark gewürzten und salzigen Speisen, Nikotin und Alkohol verhält es sich beim Hund schließlich wie beim Menschen: Für ein langes, gesundes Leben sollten sie tunlichst gemieden werden!