Mehr als ein Job – die Arbeit mit Tieren

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Der Bereich Tierpflege birgt zahlreiche Karrierechancen. / Foto: Pixabay

Wenn man Tiere liebt, dann liegt der Wunsch nahe, auch mit Tieren zu arbeiten. Neben dem Studium der Tiermedizin gibt es spannende Ausbildungsberufe, bei denen man seine Leidenschaft für Tiere täglich leben kann.

Zu den beliebtesten Berufen gehören die Tierarztassistenz, die Tierpflege und auch seit einiger Zeit das Tierverhaltenstraining, das durch diverse Formate im TV populär geworden ist.

Traumjob für Idealisten

Zu den Grundvoraussetzungen gehört natürlich die Tierliebe dazu, aber nur Hunde, Katzen oder Meerschweinchen zu mögen oder sie selbst zu halten, reicht leider nicht aus, um mit einem entsprechenden Beruf glücklich zu werden.

In der Regel setzt sich die Ausbildung aus einem praktischen und einem theoretischen Teil zusammen. Für das Praktikum sollte man sich frühzeitig bewerben, denn die wenigen Plätze sind heiß begehrt. Für die Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung kann man gezielt einen Kurs beim BFI besuchen, der eine 100%ige Erfolgsgarantie zusagt.

Jedoch sollte man sich klar darüber sein, dass man unter Umständen auch mit Tieren arbeitet, die nicht zu den Lieblingen gehören. In einer Kleintierpraxis gibt es nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Ratten und Reptilien gehören zu den Patienten.

Als Assistenz des Tierarztes übernimmt man Verantwortung bei Untersuchungen und selbst Operationen. Man unterstützt den Tierarzt und übernimmt auch organisatorische und administrativen Tätigkeiten.

Als Tierpfleger im Zoo oder in einem Wildpark kann man sich seine Schützlinge nicht aussuchen, sondern muss sich um die Tiere kümmern, für die man die Verantwortung übertragen bekommt.

Darüber hinaus kann gerade die Arbeit in Zoos, Tierheimen oder Tierpensionen auch körperlich und psychisch anstrengend sein. Käfige reinigen, Futter ausbringen oder Tiere hochheben gehört genauso zum Alltag wie Abschiede.

Man sollte in jedem Fall Geduld, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt mitbringen, denn die Tiere können nicht sagen, was ihnen fehlt und sie verhalten sich nicht immer so, wie die Menschen es gerne hätten. Gerade bei Wildtieren muss man das Verhalten gut kennen, um die jeweilige Situation einschätzen zu können.

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Foto: bfi

Wenn man eine Ausbildung zum Tierverhaltenstrainer machen möchte, dann gehört auch eine gewisse Sensibilität im Umgang mit den Menschen dazu. Häufig sind Verhaltensstörungen bei den Tieren auf ihre Besitzer zurückzuführen, selbst wenn diese es in der Regel gut meinen. Hier wird nicht nur das Tier behandelt, sondern häufig auch der Eigentümer gecoacht. Wenn am Ende des Trainings das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier wieder harmonisch ist, ist das ein befriedigendes Gefühl. Verhaltenstrainings gibt es vor allem bei Hunden, Katzen und Pferden. Da Tierverhaltenstrainer selbstständig arbeiten, sind hier ihre Verdienstmöglichkeiten höher als bei angestellten Tierarztassistenten oder Tierpflegern.

Egal für welchen Beruf man sich entscheidet, es ist ein Traumberuf. Tiere sind authentisch und ehrlich. Sie geben das zurück, was man ihnen gibt und bereichern das Leben, egal ob im privaten oder beruflichen Umfeld.