BARF für Einsteiger

Tipps und Tricks für eine gesunde Rohfütterung für den Hund

by Alina Rupp
Barf für den Hund: Hund sieht sehnsüchtig zu einer Schüssel mit rohem Fleisch hinauf. /Foto: Birgit Strauss via Canva

Ernährungsbedingte Krankheiten sind bei Menschen wie Tieren an der Tagesordnung. „Häufig enthalten Lebensmittel kaum noch Leben. Künstliche Zusätze ersetzen das Natürliche nur unzureichend. Der Mensch kann die Natur nicht ersetzen, und Gesundheit ist unbezahlbar “, sagt Jörg Meißmer, Hundefutterexperte von BALF® Hundefutter.

Hier kann BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter – ein Weg sein, um deinen Hund natürlich und gesund zu ernähren. Falls du dir Sorgen machst, dass BARF zu kompliziert oder zeitaufwändig ist, helfen dir die folgenden Tipps und Erfahrungen, um den Einstieg zu erleichtern.

Warum BARF?

Herkömmliches Hundefutter besteht meist aus minderwertigen Schlachtabfällen und einem hohen Anteil an Getreide, kostet aber trotzdem viel Geld. Vitamine und Mineralstoffe werden künstlich hinzugefügt, nicht anders als bei hoch verarbeiteten Lebensmitteln für den Menschen. Barfen ist wie selber Kochen – du entscheidest, was dein Hund frisst – und zwar ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel oder Getreideprodukte.

Die Grundlagen der Barf-Ernährung

Das Futter beim Barfen setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die eine ausgewogene und artgerechte Ernährung deines Hundes sicherstellen:

  1. Rohes Fleisch ist die Hauptkomponente der Barf-Ernährung.
  2. Innereien liefern essenzielle Vitamine und Mineralien.
  3. Knochen: Rohe Knochen (keine gekochten!) versorgen den Hund mit Calcium, machen Spaß und sind eine natürliche Zahnreinigung.
  4. Gemüse und Obst liefern Ballaststoffe, Vitamine und Antioxidantien.
  5. Futterergänzungsmittel helfen, den Hund mit essenziellen Nährstoffen zu versorgen, und können Beschwerden vorbeugen oder lindern. Lein- oder Fischöl für Omega-3-Fettsäuren oder Teufelskralle für gesunde Gelenke.

Der Einstieg: Das solltest du beachten

Nicht überstürzt barfen! Die Umstellung auf Rohfutter darf nicht übereilt geschehen, denn der Verdauungstrakt deines Hundes muss sich erst auf die ungewohnte Rohkost einstellen. Wer seinen Hund oder auch die Katze barfen möchte, sollte sich außerdem ausführlich mit dem Thema auseinandersetzen und sich von Experten beraten lassen. So vermeidet man eine mögliche Fehl- oder Mangelernährung. Wer es einfacher mag, der greift auf fertige Barf-Menüs zurück, die man auch praktisch online nachhause bestellen kann. So stellt man sicher, dass es dem Hund an nichts fehlt und spart gleichzeitig selbst eine Menge Aufwand.

Trockenbarfen: Eine praktische Alternative, nicht nur für Anfänger

Rohes Fleisch ist nicht so dein Ding? Oder fühlst du dich mit der Zusammenstellung und Fütterung von rohem Fleisch, Knochen und Innereien überfordert? Dann ist als Einstieg Trockenbarfen vielleicht die richtige Alternative für dich und deinen Hund. Auch wer wenig Platz in der Tiefkühltruhe hat oder oft unterwegs ist, kann auf die trockene Variante von BARF zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um hochwertiges, getrocknetes Fleisch und Gemüse, das einfach aufbewahrt werden kann und lange haltbar ist, der Qualität von frischem BARF aber in nichts nachsteht.

Teuer und aufwändig: Häufige Bedenken und wie man sie überwindet

Die häufigsten Bedenken bei der Umstellung auf BARF sind der Zeitaufwand und die Kosten. Letzteres ist tatsächlich nicht höher als beim Füttern von hochwertigem Hundefutter. Wer große Mengen kauft und einfriert, kann sogar Geld einsparen.
Mit Trockenbarfen oder dem Kauf von fertigen Menüs, kann auch der Zeitaufwand minimiert werden. Was jedoch nicht von der Hand zu weisen ist: Wer rohes Fleisch verarbeitet, muss penibel auf Hygiene und Sauberkeit achten. Ganz klar ist es einfacher, eine Dose zu öffnen, als Utensilien und Schneidretter zu desinfizieren. Doch die extra Mühe lohnt sich allemal, denn ein gesunder und glücklicher Hund ist unbezahlbar.

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