Magen/Darm-Probleme beim Hund

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Probleme mit Magen und Darm sind bei alternden Hunden keine Seltenheit. / © Foto: Brummeier / Pixabay

Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall beim Hund müssen nicht sofort auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Das Problem liegt oft im Magen und/oder Darm.

Wie wir Menschen, kann der Vierbeiner auch einmal „nur“ etwas Falsches gefressen haben. Unverträgliche Kost oder ein Infekt können schnell einmal zu einer Magenverstimmung führen. Magen-Darm-Infekte gehören bei den Hunden zu den häufigsten Gesundheitsproblemen.

Verdorbener Magen beim Hund – nicht auf die leichte Schulter nehmen

Auch wenn ein verdorbener Magen sich relativ schnell wieder beruhigen kann, sollte der Hundehalter trotzdem Maßnahmen ergreifen. Ansonsten könnte sich aus einer harmlosen Geschichte schnell eine ernsthafte Gastritis entwickeln, die Magengeschwüre und Magenkrebs nach sich ziehen könnte. Insbesondere wenn die Magenverstimmung mit extremem Durchfall einhergeht, sollte sofort eingegriffen werden. Als erster Schritt ist ein Futterentzug notwendig. Der Hund sollte 24 Stunden lang auf Null-Diät gesetzt werden.

Mögliche Ursachen für eine Magenverstimmung

Verdorbenes Futter, ungewohnte Nahrung, Futtermittelallergien oder einfach zu schnelles Schlingen sind in den meisten Fällen ursächlich für Magen-Darm-Probleme beim Hund. Aber auch Vergiftungen durch Chemikalien oder Medikamente, ein verschluckter Fremdkörper, Stress, Magen-Darm-Parasiten, Viren, Bakterien und Infektionen können der Auslöser sein. Natürlich können Erbrechen und Durchfall auch auf eine schwerere Erkrankung hindeuten, von der man beim ersten Auftreten der Symptome aber noch nicht ausgehen muss.

Warnsignale für eine Magen-Darm-Problematik beachten

Eine Magen-Darm-Erkrankung wie die Gastritis äußert sich in der Regel durch wiederholtes Erbrechen und durch einen weichen, breiigen bis flüssigen Kot, der vermehrt und unkontrolliert abgesetzt wird. Der Hund wirkt zunehmend apathisch und zieht sich zurück. Wenn der Hund nicht mehr so ausgelassen wie gewohnt herumtollt, sich erbricht und
Durchfall hat, so kommt es darauf an, die Dauer des Magen-Darm-Problems möglichst kurz zu halten. Ansonsten kann der Hund austrocknen und Mangelerscheinungen aufgrund der fehlenden Nährstoffe entwickeln.

Behandlungsmöglichkeiten bei Magenverstimmungen des Hundes

Nachdem der Magen-Darm-Trakt durch einen 24-stündigen Futterentzug komplett entlastet wurde, ist eine reizarme, hochverdauliche Schonkost notwendig: mageres Hühnerfleisch, leicht verdauliche Karotten, gekochte Kartoffeln, beruhigender Fenchel, Staudensellerie, nährstoffreicher Hüttekäse, lindernde Kamille, fördernde Melisse, reinigende Ringelblume, Superfood Kokosmehl, Schwarzkümmelöl und ausgleichende Heilerde.
Die Online-Apotheke stellt einige geeignete Zutaten für die ersten Mahlzeiten nach der Nulldiät dar, die man online erwerben kann. Sollte die Schonkostphase nicht zur Normalität zurückführen und der Hund weiterhin unter Erbrechen und Durchfall leiden, so muss spätestens nach drei Tagen der Tierarzt aufgesucht werden.

Fazit

Eine Magenverstimmung beim Hund ist zunächst kein Grund zur Panik. Gelegentlich kommt es halt vor, dass der geliebte Vierbeiner etwas frisst, das er nicht so gut verträgt.

Beschwerden können durch einige Erstmaßnahmen und natürliche Hilfen aus der Tierapotheke schnell gelindert werden. Sollten die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht abklingen, sollte allerdings der Tierarzt aufgesucht werden.

Sollten andere Symptome mit dem Erbrechen und dem Durchfall einhergehen, so sollte umgehend der Arzt aufgesucht werden.