Dienstag, Juni 28, 2022
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Magen/Darm-Probleme und Erkrankungen beim Hund

Bei jedem Hundebesitzer schrillen sofort alle Alarmglocken, wenn der Futternapf nicht angerührt wird. Doch Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall beim Hund müssen nicht sofort auf ernsthafte Erkrankungen hindeuten. Das Problem liegt oft im Magen und/oder Darm. Denn eine beleidigte Verdauung kann auch unseren Fellnasen die Laune verderben.

Wir Menschen kennen die Symptome gut genug: Der Magen gurgelt, die Därme krampfen, begleitend kann auch Übelkeit auftreten. Vielleicht hätte man doch auf den ungekühlten Shrimpscocktail von der Tankstelle verzichten  sollen! Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Doch auch unsere Hunde haben oftmals mit ähnlichen Verdauungsbeschwerden zu kämpfen. Unverträgliche Kost oder ein Infekt durch Bakterien oder Viren können schnell zu einer Magenverstimmung führen. Tatsächlich gehören Magen-Darm-Infekte bei Hunden und auch Katzen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Besonders vierbeinige Senioren leiden öfter unter Magen-Darm-Erkrankungen als junge Hunde. Erfahren Sie hier, worauf sie bei der Ernährung achten müssen und was im Falle einer Magenverstimmung zu tun ist.

Verdorbener Magen beim Hund – keine “kleine Sache”

Grundsätzlich ist ein verdorbener Magen keine Erkrankung an sich, sondern eher eine Begleiterscheinung mehrerer möglicher Gesundheitsprobleme. Auch wenn sich ein verdorbener Magen relativ schnell und von alleine wieder beruhigen kann, sollte der Hundehalter trotzdem unterstützende Maßnahmen ergreifen. Wichtig ist es außerdem, zwischen einem verdorbenen Magen und einer Magendrehung zu unterscheiden. Denn unbehandelt kann eine Magendrehung sogar zum Tod des betroffenen Tieres führen.

Dennoch darf man auch die Magenverstimmung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ansonsten könnte sich aus einer “harmlosen” Problematik schnell eine ernsthafte Gastritis entwickeln, die Magengeschwüre und sogar Magenkrebs nach sich ziehen könnte. Insbesondere wenn die Magenverstimmung mit extremem Durchfall einhergeht, sollte sofort eingegriffen werden. Als erster Schritt ist ein Futterentzug notwendig. Der Hund sollte 24 Stunden lang auf Null-Diät gesetzt werden, für ausreichend Trinkgelegenheit ist zu sorgen. Außerdem sollte man mit dem Hund sofort zum Tierarzt fahren und die Ursache abklären. Denn je nachdem kann ein verdorbener Magen wegen eines abgelaufenen Stück Käse entstanden sein. Oder aber im Zuge einer ernsten Erkrankung oder gar Vergiftung.

Ein Hund liegt mit traurigen Augen vor einem gefüllten Napf.
Wenn der Hund den gefüllten Futternapf nicht anrühren will, stimmt meistens etwas nicht! / Symbolfoto: Canva.

Mögliche Ursachen und Erkrankungen

In den meisten Fällen sind die Gründe für Magen-Darm-Probleme beim Hund relativ harmlos: verdorbenes Futter (u.a. beispielsweise durch Futtermilben in Trockenfutter) oder zu kaltes Futter oder aber ein plötzlicher Wechsel des gewohnten Futters. Deswegen sollten Umstellungen der Nahrung immer langsam und graduell erfolgen, um den Darm des Hundes nicht unnötig zu reizen.

Allerdings können Durchfall und/oder Erbrechen auch auf eine schwerere Erkrankung hindeuten, von der man beim ersten Auftreten der Symptome aber noch nicht ausgehen muss. Besonders Nierenerkrankungen oder Nebenwirkungen durch Medikamente ziehen oftmals Verdauungsbeschwerden nach sich. Eine genaue Abklärung durch einen Tierarzt wäre daher empfehlenswert. Weitere ernstzunehmende Auslöser könnten verschluckte Fremdkörper, Infektionen durch Bakterien und Viren, Parasitenbefall, übermäßiger Stress, Unverträglichkeiten oder gar Vergiftungen durch Giftköder darstellen.

Warnsignale für Magen-Darm-Probleme

Eine Magen-Darm-Erkrankung wie die (chronische) Gastritis äußert sich in der Regel am deutlichsten durch wiederholtes Erbrechen und durch einen weichen, breiigen bis flüssigen Kot, der vermehrt und unkontrolliert abgesetzt wird. Der Hund wirkt zunehmend unruhig und apathisch und zieht sich vor Menschen und anderen Tieren zurück. Eine verkrampfte Körperhaltung, hörbares Magengrummeln und das häufige Lecken der Schnauze weisen ebenfalls auf Übelkeit oder Durchfall hin. Zudem will der Hund weder ausgelassen spielen noch rührt er seinen Futternapf an. Spätestens an diesem Punkt sollten im Kopf aller Hundebesitzer die Alarmglocken schrillen.

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Behandlung von Magen-Darm-Problemen beim Hund

Zeigt der Hund bereits einschlägige Symptome, gilt es nicht nur, die Ursache abzuklären, sondern auch die Dauer des Magen-Darm-Problems möglichst kurz zu halten. Denn bei anhaltendem Erbrechen und Durchfall kann der Hund austrocknen und in weiterer Folge Mangelerscheinungen aufgrund fehlender Nährstoffe entwickeln. Deswegen sollte in einem ersten Schritt der Magen-Darm-Trakt durch einen 24-stündigen Futterentzug komplett entlastet werden. Zudem muss man darauf achten, dem Hund ausreichend Gelegenheit zum Trinken zu geben und gegebenenfalls zur Wasseraufnahme zu animieren. Danach ist eine reizarme, leicht verdauliche Schonkost notwendig, bis sich die Verdauung wieder normalisiert.

Dazu eignet sich bei Magen-Darm-Erkrankungen besonders gut mageres Hühnerfleisch, Karotten, gekochte Kartoffeln oder Reis, beruhigender Fenchel, Staudensellerie, nährstoffreicher Hüttenkäse, lindernde Kamille, fördernde Melisse, reinigende Ringelblume oder Schwarzkümmelöl. Besonders gute Ergebnisse erzielt man mit dem Superfood Kokosmehl und dem ausgleichenden und natürlichen Wundermittel Heilerde. Diese beruhigt schnell den gereizten Magen, entgiftet und reinigt das Verdauungssystem und stabilisiert zusätzlich das angeschlagene Immunsystem der Hunde. Auch Ulmenrinde in Pulverform kann gegen verschiedene Symptome eingesetzt werden, wie Durchfall und Erbrechen, aber auch gegen unangenehme Verstopfung oder Magenbeschwerden.

Die Online-Apotheke stellt einige geeignete Zutaten für die ersten Mahlzeiten nach der Nulldiät dar, die man ganz einfach online erwerben kann. Im Falle eines verdorbenen Magens gehören ein paar Futterrationen Schonkost und ein magenberuhigendes Mittel in jede Hunde-Hausapotheke. Sollte selbst die Schonkostphase nicht zur Normalität zurückführen und der Hund weiterhin unter Erbrechen und Durchfall leiden, so muss spätestens (!) nach drei Tagen der Tierarzt dringend aufgesucht werden.

Ein Bild eines Löffels Heilerde vor einer gefüllten Schale, die bei diversen Erkrankungen eingesetzt werden kann.
Heilerde kann gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt werden und ist vollkommen natürlich. / Symbolfoto: Canva.

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Fazit

Eine Magenverstimmung beim Hund ist zunächst kein Grund zur Panik. Es kann durchaus gelegentlich vorkommen, dass der geliebte Vierbeiner etwas erwischt, was er nicht fressen sollte oder etwas zu sich nimmt, was er nicht so gut verträgt. Auch Hundewelpen haben einen empfindlicheren Magen und Darm als erwachsene Hunde und müssen daher besonders bei Futterumstellungen langsam an die neue Nahrung herangeführt werden. Und auch am Lebensabend unserer Fellnasen können Magen und Darm hin und wieder über die Stränge schlagen. Wichtig ist es, jedes Erbrechen und jeden Stuhlgang genau zu beobachten und für genug Wasserzufuhr zu sorgen. Außerdem sollte man bei anhaltenden Beschwerden abklären, ob andere Erkrankungen vorliegen.

Milde Beschwerden können durch genannte Erstmaßnahmen und natürliche Hilfsmittel wie Heilerde oder Ulmenrindenpulver aus der Tierapotheke schnell gelindert werden. In vielen Fällen geht die Magenverstimmung auf diese Weise schnell wieder vorbei, und schon bald tollt der Hund wieder ausgelassen herum. Kommen jedoch weitere Symptome zu den Verdauungsproblemen dazu, muss man zur Abklärung auf jeden Fall zum Tierarzt. Auch spätestens nach drei Tagen ohne Linderung sollte man dringend die nächste Praxis aufsuchen! Dasselbe gilt, wenn sich an irgendeinem Punkt Blut im Erbrochenen oder im Kot zeigt. In einem solchen Fall sollte man keine Zeit verlieren und umgehend zum Tierarzt.

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