Liste aller Hundesportarten im Überblick

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Regelmäßige Bewegung ist für jeden Hund wichtig - hier unsere Liste der verschiedenen Hundesportarten von A bis Z! / Foto: pixabay

Hier finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Hundesportarten, um die perfekte Freizeitbeschäftigung für sich und Ihren tierischen Liebling zu finden!

Regelmäßige körperliche und auch geistige Betätigung ist sowohl für den Menschen als auch für unsere vierbeinigen Gefährten wesentlicher Bestandteil unseres Wohlbefindens. Doch wie bei uns ist nicht jede Fellnase für alle Hundesportarten geeignet.

Agility

Die vom Springreiten inspirierte und ursprünglich aus Großbritannien stammende, rasante Sportart Agility fordert Hund und Herrchen/Frauchen perfekte Zusammenarbeit und, nomen est omen, ein hohes Maß an Agilität voraus. In möglichst kurzer Zeit soll der tierische Athlet einen Hindernisparcours absolvieren, während er nur von der Stimme und Gesten seines Besitzers geleitet wird – auch hier sind Hilfsmittel wie Leckerli, Leinen oder Klicker untersagt. Die Hindernisse bestehen aus Hürden, Reifen, Tischen, Tunnel, Sacktunnel, Slalom, Weitsprung und Kontaktzonengeräte wie Wippen und Laufstege.

Je nach Größe des Vierbeiners gibt es unterschiedliche Parcoursarten, daher eignet sich der Sport für fast alle Rassen – Vorsicht ist jedoch bei sehr großen, schweren oder jungen Hunden geboten, denn die zahlreichen Sprünge stellen eine nicht unwesentliche Belastung für die Gelenke dar.

Begleithundesport

Der Begleithundesport beinhaltet sowohl Gewandtheits- wie Gehorsamsübungen und bietet daher eine verlässliche Grundausbildung für jeden Hund, bei der die Zusammenarbeit von Herrchen/Frauchen und Hund durch positive Verstärkung ohne Hilfsmittel wie Leckerlis oder Spielzeug gelehrt wird. Ziel des Begleithundesports ist es, dass der Hund allein auf Worte und Körpersprache des Halters gehorsam und aufmerksam reagiert, Leinenführigkeit und Grundkommandos erlernt und auch bei Ablenkung und in Stresssituationen wie dem Straßenverkehr die Ruhe behält.

Ab einem Lebensalter von 15 Monaten können ausgebildete Vierbeiner die damit verbundene Begleithundeprüfung ablegen, die Voraussetzung für viele weitere Hundesportarten wie Turnierhundesport, Agility, Obedience und Fährtensuche ist. Der Begleithundesport eignet sich für alle Hunderassen und Altersgruppen (sowohl von Mensch als auch Tier).

Coursing

Als Coursing oder auch Windhundsport bezeichnet man die für Windhunde typische Rennsportart, in deren Zuge die Hunde eine künstliche Hasenattrape verfolgen und dabei zu Höchstleistungen bezüglich Geschwindigkeit angeregt werden sollen. Da besonders Windhunde über ein ausgeprägtes Rennbedürfnis verfügen und dieses speziell in urbanen Gebieten nur unzureichend ausleben können, ist eine regelmäßige Teilnahme dieser Rasse an Coursing-Training durchaus empfehlenswert.

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Degility

Das beste aus den Welten von Agility und Mobility verbindet die Hundesportart Degility: der Fokus des Training liegt zwar auf der Durchführung eines Hindernisparcours, doch geschieht dies ebenso wie beim Mobility ohne Zeit- oder Leistungsdruck. Spielerische Förderung von Beweglichkeit und Konzentrationsvermögen des Hundes steht dabei klar im Vordergrund. Durch die individuelle Anpassung des Parcours an die Stärken und Einschränkungen des Hundes eignet sich diese Sportart auch für ältere oder anderweitig gehandicapte Fellnasen.

(Dienst)Hundebiathlon

Auch der Diensthundebiathlon ist (wie der Name schon sagt) ein Wettbewerb für Diensthunde und deren FührerInnen. Dabei absolvieren beide gemeinsam einen sechs bis elf Kilometer langen Geländelauf, der verschiedene natürliche und künstliche Hindernisse und Aufgabenstellungen wie das Überspringen von Baumstämmen, Schwimmen, Radfahren, Schutzdienst und die kontrollierte Abgabe eines Schusses aus einer Schusswaffe beinhaltet. Die Strecke und Aufgaben müssen innerhalb eines gewissen Zeitlimits bewältigt werden, Fehler werden mit Zeitzuschlägen sanktioniert.

Für Zivilisten gibt es eine entschärfte Version, an der ein Mensch-Hund-Gespann seine Zusammenarbeit messen kann: den Dog Biathlon. Hier muss ebenso eine sechs bis elf Kilometer lange Geländestrecke mit verschiedenen Stationen bewältigt werden, allerdings fallen Schutzdienst und Schießübungen weg. Radfahren, Schwimmen sowie Sprung- und Kriechpassagen bleiben jedoch bestehen.

Dog Dancing

Diese aus den USA stammende Aktivität ist eine Kombination von Elementen menschlichen Tanzens und Dressurreiten – beim Dog Dancing erarbeiten Hund und Herrchen bzw. Frauchen gemeinsam zu einem Musikstück eine Choreographie aus Grundkommandos und Kunststücken wie Beinslalom, verschlafenes Strecken, Pfotenarbeit, Sprünge und mehr, der Kreativität sind quasi keine Grenzen gesetzt. Dog Dancing fordert von der Fellnase, auf kleinste Bewegungen des Halters zu reagieren. Da Choreographien individuell für jeden Hund zusammengestellt werden, kann jede Rasse, unabhängig von Alter oder Gewicht, an diesem Sport teilnehmen.

Dog Diving

Wenn Hund und Halter nicht wasserscheu sind, könnte diese aus den USA kommende Sportart genau richtig sein: Dog Diving oder im Englischen auch Dock Jumping. Von einer max. 60 Zentimeter erhöhten Plattform springen die Hunde dabei möglichst weit ins kühle Nass hinein, um den Sieg zu holen – oder um einfach nur Spaß zu haben, denn der ist sowohl für Teilnehmer als auch für Zuschauer garantiert.

Zur Motivation des Hundes wird meist ein Spielzeug ins Wasser geworfen, Anfeuerungsrufe der Zuschauer helfen bestimmt ebenso. Jeder Fellnase stehen mehrere Sprungversuche und einige Minuten zur Verfügung, um seinen oder ihren Mut zum perfekten Sprung zu finden. Durch das gelenksschonende nasse Element ist diese Aktivität für Hunde aller Rassen und Gewichtsklassen geeignet und bietet neben Wasserspaß zu zweit auch ein wertvolles Erfolgserlebnis für den Hund.

Dog Frisbee

Alternativ wird diese aus den USA stammende Sportart auch als Discdogging bezeichnet und funktioniert vom Grundprinzip ähnlich wie menschliches Frisbee: Eine Wurfscheibe wird vom Halter nach vorne geschleudert, der Hund soll diese verfolgen, auffangen und wieder zum Werfer zurückbringen. Dabei gibt es unterschiedliche Wettkampfsmodi: Im Freestyle wird das Spiel mit dem Frisbee kunstvoll zu einem Musikstück choreografiert, in Mini und Long Distance zählt die Entfernung, die die Scheibe zurücklegt, und die Art und Weise, wie der Hund sie auffängt, zum Endergebnis.

Besonders geeignet ist diese Sportart für Hunde mit großem Bewegungsdrang und ausgeprägtem Spieltrieb; nicht zu empfehlen ist Discdogging für große, schwere oder junge Hunde, da die oftmals waghalsigen Fangmanöver hohe Sprünge erfordern, die über einen gewissen Zeitraum hinweg die Gelenke schädigen können.

Dummy Training

Das Dummy Training kommt wie jene Sportart, auf der es basiert, aus Großbritannien, und verwandelt einen Aspekt der Jagd auf Wasservögel (nämlich das Apportieren angeschossener Beute) in ein interessantes Spiel für alle Hunderassen, die besonders für diese Art der Jagdbegleitung herangezüchtet wurden, zum Beispiel Retriever-Varianten. Natürlich wird im Zuge des Dummy Trainings kein Tier verletzt oder anderweitig misshandelt! Die “Beute”, die von den Hunden durch Markieren, Suchen und Einweisen gefunden und apportiert werden soll, besteht aus einem Stoffsäckchen, das mit Sägemehl oder Kunststoffgranulat gefüllt ist.

Das Dummy Training erfüllt das natürliche Bedürfnis vieler Hunderassen, am Jagdgeschehen teilzunehmen, auf tierfreundliche Art und Weise und sorgt somit für eine rassengerechte Beschäftigung und spielerische Nutzung ihrer Intelligenz – allerdings muss die Traglast vorsichtig kalkuliert werden, um den Bewegungsapparat zu schonen.

Fährtensuche

Die Fährtensuche steht ganz im Zeichen der Nasenarbeit und nutzt den natürlichen überragenden Geruchssinn des Hundes, um ihn Gegenstände und Fährten erschnüffeln zu lassen. Die Hundesportart kommt aus dem Hundetraining für Such-, Rettungs- und Jagdhunde. Fährtenarbeit an sich konzentriert sich dabei auf eine Fährte aus beschädigter Erdoberfläche, zertretener Vegetation und Mikroorganismen, der der Hund anhand seiner Nase aufspüren und folgen soll – diese Art von Spur nennt man auch mechanische Spur.

Das Mantrailing ist eine Variante der Fährtensuche, bei der allerdings keine mechanische Spur der Bodenverletzung, sondern eine tatsächliche menschliche Geruchsspur verfolgt werden soll. Bei der Personensuche wird von dem Hund verlangt, verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden zu können und sich trotz olfaktorischer Ablenkung auf eine bestimmte Geruchsspur zu konzentrieren.

Im Sport muss der Hund eine künstlich gelegte Fährte selbstständig und gleichmäßig verfolgen; besonders geeignet sind dafür Hunde mit natürlicher Jagd- und Suchveranlagung, deren biologische Bedürfnisse durch Fährtensuche gut befriedigt werden können und für einen rundum zufriedeneren Hund sorgen.

Flyball

Die 1990 in den USA erfundene Mannschaftssportart für Zwei- und Vierbeiner verbindet Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Spaß am Ballspiel. Beim Flyball treten zwei Mannschaften, üblicherweise bestehend aus vier Mensch-Hund-Teams, auf zwei parallelen Bahnen gegeneinander an. Die Hunde müssen beim Startsignal mehrere Hürden überspringen, selbstständig eine Flyballmaschine betätigen, die einen Ball auswirft, diesen Ball fangen und dieselben vier Hürden auf dem Rückweg noch einmal überwinden. Erst danach darf der nächste Hund loslaufen – es handelt sich also um einen gestaffelten Wettbewerb. Die Höhe der Hürden wird dabei auf den kleinsten Hund in der Mannschaft festgelegt – dennoch sollte wie bei anderen sprung-fokussierten Sportarten die Masse und Gelenkbelastung der Hunde bedacht werden.

Gebrauchshundesport

Der Gebrauchshundesport oder auch Vielseitigkeitssport verlangt genau das vom Vierbeiner: Vielseitigkeit. Diese Sportart wird in drei, der Diensthundeausbildung entlehnte Kategorien eingeteilt – Nasenarbeit durch das Folgen einer menschlichen Trittspur, Gehorsams- und Gewandtheitsübungen wie Grundkommandos und das Apportieren eines Gegenstandes über Hindernisse hinweg und Belastbarkeit und Schutzdienst.

Die Hunde müssen während dieser Übungen beweisen, dass sie zeitnah und präzise Kommandos befolgen können und auch bei Ablenkungsversuchen nicht ihre Konzentration verlieren. Selbstsicherheit und Arbeitsbereitschaft sind unbedingte Voraussetzungen für den Hund, Sachverständnis und Geduld ein absolutes Muss für Herrchen und Frauchen. Im Zuge dieser komplexen Sportart kann auch die Gebrauchshundeprüfung abgelegt werden.

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Der Malinois kommt häufig beim Gebrauchshundesport zum Einsatz. / Foto: Pixabay

Leistungshüten

Beim Leistungshüten handelt es sich um die Paradedisziplin aller Schäferhunde – das Hüten großer und kleiner Herden von Nutztieren. Im Zuge des Berufswettkampfes hütet der Hundeführer dabei mit Hilfe seiner Hütehunde eine fremde Schafherde, die einzelnen Aufgaben wie Auspferchen, das Treiben über eine Brücke oder im Straßenverkehr, das Verhalten im engen oder weiten Gehüt und Engweg und Einpferchen werden dementsprechend von Richtern bewertet. Auch Gehorsam, Fleiß und Selbstständigkeit des Hundes oder der Hunde beeinflussen die Gesamtwertung.

Mobility

Für all jene, denen der Agility-Sport ein bisschen zu viel Action abverlangt, gibt es eine etwas mildere Variante: das Mobility-Training. Wie bei Agility geht es beim Mobility darum, einen Hindernisparcours zu absolvieren, allerdings spielt Zeit oder Konkurrenz um den ersten Platz dabei keine Rolle. Auch die Hindernisse sind an ein schonendes Training angepasst, die gerätefreien Übungsaufgaben teilweise aus der Physiotherapie entlehnt und daher gesundheits- und beweglichkeitsfördernd.

Somit können auch Hunde mit körperlichen Einschränkungen problemlos am Mobility-Training teilnehmen. Dieser Hundesport fördert Spaß an der Bewegung, Selbstsicherheit und Vertrauen zum Halter und bietet dem Hund auch lohnende geistige Betätigung.

Mondioring

Mondioring ist eine Unterart des Diensthundesports mit den drei Unterkategorien Unterordnung, Sprünge und Schutzdienst mit international gleichen Prüfungsordnungen. Unterordnungsübungen bestehen u.a. aus Apportation, Futterverweigerung und Ablage eines Gegenstandes trotz Ablenkung, unter den Hindernissen für die Sprünge befinden sich neben normalen Hürden auch Steilwände und Weitsprünge. Besonderer Fokus liegt auf der Kategorie des Schutzdienstes, wobei Aufgabenstellungen wie Abwehr simulierter Angriffe, Gegenstands- und Führerverteidigung gestellt werden.

Die Aufgaben werden auf geschlossenem Terrain durchgeführt, der Hund trägt dabei weder Geschirr noch Halsband und muss daher allein aufgrund von Gesten und Kommandos gehorchen. Bei Fehlern gibt es Punkteabzug von der Gesamtwertung. Disziplin, Nervenstärke, Konzentration und gutes Training werden sowohl vom Hund als auch vom Hundeführer abverlangt.

Obedience

Der Begriff Obedience (zu dt. “Gehorsam”) stammt ebenso wie die Sportart selbst aus England und hat neben dem präzisen und zeitnahen Befolgen der Kommandos auch eine Perfektionierung der Kommunikation und Förderung der Vertrauensbasis zwischen Hund und Herrchen/Frauchen zum Ziel. Neben den Grundkommandos umfassen die Obedience-Übungen auch Apport, Geruchsidentifizierung, Ablage und positives Sozialverhalten. Hunde, die von Natur aus lerneifrig und gern gefällig sind und geistig gefördert werden wollen, eignen sich für diese Disziplin besonders gut und können ihre mentalen Bedürfnisse angemessen stillen.

Rally Obedience

Trotz der Namensgleichheit sind Obedience und Rally Obedience zwei unterschiedliche Sportkategorien: In der Rally Obedience verbinden sich Elemente des Agility (Hürden, Slalom und andere Hindernisse) mit Bestandteilen von Obedience-Training – dabei muss das Hund-Mensch-Gespann einen mit Schildern gespickten Parcours durchlaufen und jene Kommandos und Tricks zeigen können, die auf den Schildern gefordert werden.

Dieses Training fördert sowohl den Geist als auch den Körper des Hundes, da der Parcoursdurchlauf unter Zeitdruck sowohl hohe Konzentration als auch physische Leistung erfordert. Positive Verstärker wie Leckerli und Lob sind erlaubt und auch erwünscht, sodass sich der Einstieg in die Sportart durch schnelle Erfolgserlebnisse besonders für Anfänger gut eignet.

Rettungshundesport

Der Rettungshundesport widmet sich ganz der Ausbildung von Rettungshunden, jedoch unter einem rein sportlichen Aspekt ohne technische Sanitäterausbildung der HundeführerInnen oder Einsatzbereitschaft im Notfall. Ähnlich wie beim Mantrailing müssen die Hunde eine gute Spürnase und Konzentrationsfähigkeit mitbringen, aber auch sozial sehr verträglich sein – auch, wenn die Rettung von Menschenleben nur simuliert ist und diese sich nicht tatsächlich in einem Notfall befinden.

Neben der Fährtensuche werden auch Flächensuche, Trümmersuche, Lawinensuche und Wasserrettung trainiert, außerdem gilt es, Gehorsamkeit- und Gewandtheitsübungen erfolgreich zu absolvieren.

Turnierhundesport (THS)

Manchmal auch als Leichtathletik mit Hund oder Breitensport bezeichnet, geht es beim Turnierhundesport um die erfolgreiche Absolvierung verschiedener Disziplinen wie Vierkampf, Geländelauf, Combination-Speed-Cup (CSC), K.O. Cup, Shorty und Hindernislauf. Der Vierkampf besteht aus Gehorsamsübung, Hürdenlauf, Slalom und Hindernislauf; der Hunde muss also Freude an der Bewegung und Freude am Gehorsam mitbringen.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine erfolgreich abgelegte Begleithundeprüfung und ein gewisses Mindestmaß an Fitness und Athletik von Hund und Halter. Das Turnierangebot umfasst Einzel- und Mannschaftswettbewerbe.

Zughundesport

Zughundesport ist der Oberbegriff für alle Hundesportkategorien, in denen Hunde die Funktion eines Zugtieres einnehmen. Einzelne Disziplinen umfassen zum Beispiel das Ziehen eines Schlittens oder einer Kutsche, alleine oder in der Gruppe mit anderen Hunden, sowie das Bikejöring (Ziehen eines Menschen auf einem Fahrrad) oder Skijöring (Ziehen eines Menschen auf Skiern). Dabei wird den Hunden viel Kraft und hohe Kondition, aber auch Teamgeist und Konzentrationsfähigkeit abverlangt; auch ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Hundeführer ist unabdinglich für ein entspanntes Trainingserlebnis.

Es gibt allerdings auch Varianten ohne Gefährt, bei denen der Mensch direkt voran gezogen wird, zum Beispiel Canicross oder Caniwandern/Dogtrekking. Bei beiden Sportarten ist der Hund mit der Leine direkt mit dem Menschen verbunden, die meist an einem Gurt befestigt wird. Alleine durch die Länge der Strecke und Geschwindigkeit wird eine Unterscheidung getroffen: Beim Canicross handelt es sich um einen mehr oder weniger kurzen Geländelauf, bei dem der Halter von seinem Hund gezogen wird, beim Dogtrekking unternehmen Herrchen/Frauchen und Hund stundenlange Wanderungen, meist in gebirgigen Gebieten.

Für jede dieser Sportarten ist aufgrund der hohen körperlichen Belastung des Zughundes eine gute und gelenkschonende Ausrüstung unbedingt notwendig: Neben speziellen Zuggeschirren, Leinen mit Ruckdämpfern und Canicrossgurten ist auch ein Panikhaken, der im Notfall mittels einer einfachen Handbewegung gelöst werden kann, erforderlich, um ein schönes und vor allem auch sicheres Naturabenteuer mit den Vierbeinern erleben zu können.

Doch für alle Sportarten gilt: Nicht bei zu extremen Temperaturen ausführen! Besonders für Trainingsarten mit hoher körperlicher Belastung sind gemäßigte Temperaturen ideal und sorgen dafür, dass weder Mensch noch Tier Gefahr laufen, Hitzschlag oder Unterkühlung zu riskieren. Auch die richtige Ausrüstung ist wichtig für einen reibungslosen Ablauf.

Wir hoffen, dass Sie in diesem Überblick über Hundesportarten die eine oder andere Variante entdeckt haben, die Sie selbst mit ihrer geliebten Fellnase ausprobieren möchten. Spaß an der Bewegung und die Förderung und regelmäßige Beanspruchung der geistigen Fähigkeiten ist wichtig für die körperliche und geistige Gesundheit eines jeden Vierbeiners und trägt zu einem verbesserten Lebensgefühl bei.