Hundesport Agility: Die perfekte Auslastung

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Durch das Überwinden verschiedener Hürden, wie zum Beispiel dem Reifen, wird der Hund körperlich und geistig ausgelastet. / Foto: unsplash.

Der wohl bekannteste Hundesport, der sich weltweit immer mehr an Beliebtheit erfreut, ist eindeutig Agility. Doch was genau sind eigentlich die Regeln, welche Hindernisse gibt es und welche Hunde sind überhaupt dafür geeignet?

Der Hundesport Agility hat seinen Ursprung in England, wo er 1980 zum ersten Mal auf Hundeshows auftauchte und seitdem aus der Welt der beliebten Hundesportarten nicht mehr wegzudenken ist. Nicht umsonst heißt das englische Wort „Agility“ auf Deutsch „Wendigkeit“ oder „Gewandtheit“. Der Hund muss dabei, angeleitet von seinem Besitzer, einen Parcours aus verschiedenen Hindernissen, wie Hürden, Slalom oder Tunnel, möglichst schnell und fehlerfrei durchlaufen. Neben jeder Menge Spaß sorgt das auch für die körperliche und geistige Auslastung des Hundes.

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Der Steg ist nur eines von vielen verschiedenen Hindernissen beim Agility und zählt zu den sogenannten Kontaktzonenhindernissen. / Foto: pixabay.com

Slalom, Reifen und Wippe

Beim Agility werden je nach Leistungsklasse bis zu 11 verschiedene Hindernis-Arten überwunden. Je nach Größe des Hundes gibt es verschiedene Klassen (Small, Medium, Large), in denen die Hürden auf verschiedene Höhen gestellt werden. Somit ist Agility für fast jede Hunderasse geeignet. Standardmäßig finden sich drei Arten von Hindernissen auf jedem Parcours: Sprünge, Kontaktzonenhindernisse und Tunnel. Zu den sogenannten Kontaktzonenhindernissen zählen zum Beispiel die Wippe oder auch die A-Wand, auf denen es am Beginn und am Ende eine Kontaktzone gibt, die der Hund mit mindestens einer Pfote berühren muss, andernfalls wird das Hindernis als Fehler gewertet.

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Hier geht’s nicht um die Rasse

Grundsätzlich ist jeder gesunde und fitte Hund für Agility geeignet. Ausnahmen bilden hier große und schwere Hunde, wie zum Beispiel Neufundländer oder kleine Hunde mit langem Rücken, wie Dackel. Außerdem sollte der Hund älter als 15 Wochen sein, wenn man damit beginnt, ihm die ersten Hindernisse zu zeigen (mit dem Springen über Hürden sollte man allerdings erst mit ca. 10 bis 12 Monaten beginnen, da dies schlecht für die Gelenke des sich noch im Wachstum befindenden Welpen ist). Natürlich ist ein altersgerechtes Heranführen an die Übungen wichtig. Bei Turnieren kann man starten, sobald der Hund 18 Monate alt ist. Besonders für Hunde, die von Natur aus sehr neugierig und aktiv sind, ist Agility bestens geeignet. Denn dabei wird der Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausgelastet. Zusätzlich stärkt es die Bindung zwischen Vierbeiner und Halter. Wichtig ist auch, dass die Fellnase essenzielle Grundkommandos, wie „Sitz“ oder „Bleib“ kennt, denn diese sind für ein erfolgreiches Training Voraussetzung.

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Agility ist für alle gesunden Hunde geeignet, ganz egal ob Rassehund vom Züchter oder Mischling aus dem Tierheim. / Foto: pixabay.com

Wie funktioniert der Hundesport Agility?

Das Ziel ist es, den Parcours möglichst schnell, fehlerfrei und in der richtigen Reihenfolge zu absolvieren. Fällt bei einem Sprung eine Stange, verweigert der Hund ein Hindernis oder werden Kontaktzonen nicht berührt, zählt dies als Fehler. Wird ein falschen Hindernis überwunden, führt dies zu einer Disqualifikation. Der Hund läuft während des Durchganges ohne Halsband oder Leine und darf vom Hundeführer nicht berührt werden. Herrchen oder Frauchen darf zum Leiten des Hundes nur die Stimme und Körpersprache verwenden. So ist eine gute Zusammenarbeit von Tier und Mensch ein Muss. Dies stärkt zusätzlich die Bindung zwischen Halter und Vierbeiner. In Österreich gibt es drei Leistungsklassen, in die man der Reihe nach aufsteigen kann. Zusätzlich gibt es auch noch eine Oldie-Klasse, in der Hunde ab 6 Jahren starten können (dies ist allerdings freiwillig) und eine Jugend-Klasse (für Hundehalter bis 15 Jahre). Um an einem Turnier starten zu können, braucht der Hund aktuell in Österreich einen bestandenen Verkehrstest.

Agility is fun!

Besonders wichtig ist es, wie auch bei menschlichen Sportlern, den Hund vor dem Training gut aufzuwärmen und einzustimmen. Hierzu eignet sich ein kurzer Spaziergang, sowie ruhiges Spielen oder tricksen. Auch ist es sinnvoll (besonders bei Agility-Beginnern), mehrere kurze Trainingseinheiten einzulegen, statt einmal zu lange zu trainieren. Denn wenn die Konzentration des Hundes nicht mehr vorhanden ist, kann dies dazu führen, dass der Hund den Spaß am Mitarbeiten verliert oder sich schlimmstenfalls verletzt. Auch ist es wichtig, jedes Training mit einem positiven Aspekt zu beenden. Also gilt hier: man soll aufhören wenn’s am schönsten ist. Klappt eine Übung besonders gut, die Trainingssituation auflösen und den Hund belohnen. Mittlerweile ist der Hundesport so beliebt, dass sogar schon Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Doch auch für Freizeitsportler ist Agility bestens geeignet. Das wichtigste Element beim Agility ist jedoch in beiden Fällen: Hund sowie Halter müssen gemeinsam Spaß an der Sache haben!

 

Mehr actionreiche Beschäftigungen, die dir und deinem Vierbeiner gefallen könnten, findest du in unserer Liste aller Hundesportarten.

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Durch die geimeinsame Bewältigung des Parcours wird die Beziehung zwischen Vierbeiner und Halter gestärkt und gefestigt. / Foto: unsplash