Neapolitanischer Mastiff – der Mastino Napoletano

neapolitanischer mastiff mastino napoletano mastiff hund hunderasse gross lefzen hagrid fang harry potter
Der Neapolitanische Mastiff (ital. Mastino Napoletano) ist ein dirketer Nachfahre der Molosser, die im Römischen Reich als "Kriegshunde" eingesetzt wurden. / Foto: Shutterstock

Der Mastino Napoletano kämpfte einst gegen Mensch und Tier – heute gegen Rassemerkmale.

Dieser imposante Hund ist aufgrund seiner Vergangenheit vielerorts auf der Rasseliste. In manchen Kantonen der Schweiz sind Haltung, Einfuhr und Zucht verboten, in Wien berechtigt der Hundeführschein dazu, einen Mastino Napoletano zu halten.

mastino napoletano neapolitanischer mastiff briefmarke russland hund rasse
Kupierter Mastino Napoletano auf einer russischen Briefmarke (2002)

In Rom wurden Hunde dieses Typs als Kriegshunde eingesetzt, die bei Feldzügen in den Kampf zogen. Ihre sprichwörtlich dicke Haut diente auch als Schutz vor Verletzungen, etwa im Kampf gegen wilde Tiere in der Arena. Damit besitzt der Mastino keine schöne Vergangenheit, wenn auch die züchterischen Bemühungen in eine positivere Richtung weisen – Probleme mit dem Wesen und der Gesundheit gibt es dennoch.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt der Neapolitanische Mastiff durch seinen Auftritt in den Harry Potter-Filmen als „Fang“, Rubeus Hagrids Hund.

Merkmale und Gesundheit

Bei einer Größe von bis zu 75 Zentimetern sind es 70 Kilo und mehr, die ein erwachsener Rassevertreter auf die Waage bringt. Aufgrund des klobigen Körperbaus leiden die Gelenke und Knochen, Mastinos altern schnell und sind in ihrer Beweglichkeit massiv eingeschränkt.

Übermäßige Faltenbildung am Kopf (siehe Foto oben) – wie sie durch die Zucht begünstigt wurde – verursacht häufig Haut- und Augenprobleme.

Die Lebenserwartung des Neapolitanischen Mastiff beträgt ca. 8 bis 10. Jahre.

Wesen und Charakter

Erzieherisch gilt die Rasse alles andere als einfach: Ein starker Beschützerinstinkt macht sie für Hundeanfänger ungeeignet. Ebenso muss der Sturheit mit Konsequenz, aber ohne Härte entgegengewirkt werden, damit der Hund auch in seinem eigenen Revier kontrollierbar bleibt. Gelassenes Selbstbewusstsein sollte ebenso ein Zuchtziel sein wie das Bestreben, leichtere Vertreter dieser alten Rasse zu verpaaren, damit den körperlichen Problemen endlich Einhalt geboten wird.

Video: Neapolitanischer Mastiff

Du hast einen tollen Rassehund, der in unseren Rasseporträts nicht fehlen darf? Oder hast Anregungen und Wünsche zu den Porträts, die du mit uns teilen möchtest? Deine Meinung ist uns wichtig. So einfach geht’s: E-Mail an [email protected]

Werbung