Keine Hundesteuer in Wien durchfreiwilligen Hundeführschein

Wer den Freiwilligen Hundeführschein in Wien besteht, spart sich die Hundesteuer. Foto: VIER PFOTEN
Wer den Freiwilligen Hundeführschein in Wien besteht, spart sich die Hundesteuer. Foto: VIER PFOTEN

Der seit 2010 verpflichtende Hundeführschein für so genannte „Listenhunde“ in Wien ist weitgehend bekannt. Was viele aber nicht wissen: Bereits seit 2005 gibt es auch den Freiwilligen Wiener Hundeführschein, den die Wiener Tierschutzombudsstelle erstellt hat.

Ziel ist es auch hier, das Zusammenleben von Mensch und Tier konfliktfrei zu gestalten. Sieben Vier Pfoten – Mitarbeiterinnen haben kürzlich mit ihren insgesamt neun Hunden diese Prüfung absolviert – und sind nun stolze Hundeführscheinbesitzerinnen. Der angenehme Nebeneffekt dieser sehr nützlichen Einrichtung: Jeder Absolvent spart sich die Hundeabgabe von 72 Euro für ein Jahr, so die Tierschutzorganisation in einer Aussendung.

„Man lernt beim freiwilligen Wiener Hundeführschein, mit dem Hund im öffentlichen Raum, in alltäglichen Situationen richtig umzugehen und diese stressfrei für Hund, HalterIn und andere Beteiligte zu bewältigen“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von Vier Pfoten. Ihre beiden kleinen Terrier Yogi und Bubu haben die Herausforderung bravourös gemeistert. Auch die Vierbeiner Obama, Gimli, Stemo, Perron, Lynn, Carmina und Milo haben zur Freude ihrer Frauchen bestanden.

ABC der Hundehaltung

„Der Hundeführschein gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, wobei die Prüfung maximal eineinhalb Stunden in Anspruch nimmt“ erklärt die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy. Wer sich zuvor mit den Grundsätzen der Hundehaltung beschäftigt hat und rücksichtsvoll durch die Stadt bewegt, sollte den Hundeführschein mit Leichtigkeit schaffen. „Aber keine Sorge“, beruhigt Persy. „Wer die Prüfung beim ersten Mal nicht besteht, kann erneut antreten – bis man besteht.“

Im theoretischen Teil wird sowohl das Wissen als auch der richtige und tierschutzkonforme Umgang mit dem Hund abgefragt. Im praktischen Teil wird der Umgang mit dem Hund getestet. Martina Pluda erzählt: „Typische Aufgaben sind z.B. das Anlegen von Maulkorb und Leine sowie die Ohren-, Zahn- und Pfotenkontrolle. Die Prüferin schaut auch, wie kooperativ der Hund ist. Das heißt zum Beispiel, ob er gut an der Leine geführt werden kann und ob er gut auf „Sitz!“ oder „Platz!“ reagiert.“ Vier Pfoten und auch die Wiener Tierschutzombudsstelle empfehlen allen HundehalterInnen, die Prüfung zu machen. „Es profitieren sowohl Hund als auch HalterIn“, so Tierschutzombudsfrau Persy. Sinnvoll ist auch ein Vorbereitungskurs. Persy: „Dazu kann sich jeder bei Hundeschulen und -trainerInnen sowie bei den PrüferInnen über entsprechende Kursangebote informieren.“