Schulmedizin oder Homöopathie für Hunde – was hilft (wann & warum)?

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Homöopathie für Hunde kann schulmedizinische Behandlungsmethoden ergänzen. / Foto: Pixabay

Fakt ist: Jeder will für sein Tier das Beste. Nichts aber spaltet die Lager so sehr wie die Diskussion um Schulmedizin oder Homöopathie für Hunde. Warum ein Miteinander der Behandlungsmethoden statt einem Gegeneinander sinnvoll sein kann, lest ihr hier.

Die Befürworter der Homöopathie führen manchmal als Argument ins Feld, dass schulmedizinische Behandlungen auch viel anrichten können statt zu heilen. Von den Verfechtern der Schulmedizin wird die Wirkungsweise der Homöopathie an sich angezweifelt.

Wie auch in der Humanmedizin gibt es von sämtlichen Behandlungsmethoden etliche Beispiele für Erfolg und Misserfolg – sodass sogar um Gurus ein regelrechter Personenkult entsteht. Es haben wohl beide Zugänge ihre Berechtigung, wenn diese Behandlungen von ExpertInnen vorgenommen werden.

Gleiches wirkt

Homöopathie funktioniert nach dem Prinzip, Gleiches durch Gleiches zu behandeln. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies beispielsweise: Bei Allergie gegen eine Pflanze werden stark verdünnte Stoffe derselben Pflanze zur Behandlung eingesetzt. Das angestrebte Ziel ist eine Heilung. Bei Tieren kommt Homöopathie zum Einsatz, wenn physische und psychische Beeinträchtigungen verbessert werden sollen.

Kombination von Schulmedizin & Homöopathie

Handelt es sich um schwere Erkrankungen, wird immer öfter auf eine Kombination aus schulmedizinischer Behandlung und homöopathischer Unterstützung zurückgegriffen. Wünschenswert wäre hier, dass die klassische Schulmedizin häufiger mit der Homöopathie zusammenarbeiten würde. In jedem Fall gilt es, organische Ursachen bei sämtlichen unerwünschten Verhaltensweisen auszuschließen!

 

Homöopathie

Schulmedizin

  • Bei Konstitutionsbehandlungen bestimmen individuelle Merkmale das Mittel.
  • Bei der Symptombehandlung kommen standardisierte Mittel in meistniedrigen bis mittleren Potenzen zumEinsatz, etwa Nux Vomica, Aurum, Lachesis und Apis bei Aggressionspro-blemen, Stramonium bei Angstthematiken.
  • Gesamte Krankheitsgeschichte zählt!
  • Akute Krankheiten sind in der Behandlung einfacher als chronische. Letztere bedürfen oft unterschiedlicher Mittel, aber in jedem Fall eines umfassenden Austauschs zwischen TierhalterIn und behandelndem Menschen.
  • Auslösende Emotionen spielen eine große Rolle
  • Die Schulmedizin schöpft aus einem riesigen Wissensschatz.
  • In das uns so verbundene Haustier wurde nie mehr an Forschungsarbeit investiert als in den letzten Jahrzehnten. Umfassende Dokumentationen der gängigen Behandlungsformen der Schulmedizin bilden eine breite Wissensbasis.
  • Es gibt Allergien und Resistenzen gegen Arzneimittel.
  • Kritiker werfen der Schulmedizin einen Mangel an Individualität in den Behandlungsformen vor oder dass „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“ werde.
  • Oft wird nicht mit der geringstmöglichen Dosierung von Medikamenten gestartet