Dienstag, September 27, 2022
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Englische Bulldogge (Bulldog) – liebenswerter Muskelprotz

Die Rasse Englische Bulldogge mauserte sich vom ehemaligen Kampfhund zu einem weltweit geschätzten und geliebten Familienmitglied.

Die Englische Bulldogge ist ein loyaler und eher gemütlicher Zeitgenosse. Trotzdem lässt sie sich mit einer Prise der richtigen Motivation gerne zur Bewegung begeistern. Aufgrund seiner Körpermasse ist der Muskelprotz allerdings kein guter Schwimmer.

Englische Bulldogge (Hunderasse) – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde
Sektion 2.1: Molossoide
ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Großbritannien

FCI-Standardnummer: 149
Gewicht: bei Rüden 25 kg, bei Hündinnen 23 kg
Verwendung: Begleithund mit Abschreckungswirkung

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Trotz ihres oftmals als grimmig wahrgenommenen Äußeres sind englische Bulldoggen anhängliche Familienhunde. / Foto: pixabay.

Geschichte und Herkunft

Die Englische Bulldogge ist eine der ältesten Hunderassen – explizite Erwähnungen der heutigen Rasse tauchten schon Mitte des 17. Jahrhunderts auf. Erst waren die englischen Bulldoggen zur Jagd auf großes, wehrhaftes Wild (wie Stierbullen) gezüchtet und trainiert worden. Deswegen legte man großen Wert auf ihren Mut, ihre Aggresivität und Zähigkeit. Außerdem bevorzugte man Hunde mit breitem Kiefer und einer kurzen Schnauze mit zurückgenommener Nase. So konnten die Hunde problemlos atmen, selbst wenn sie sich bei der Stierhetze in ihre Beute verbissen.

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Entgegen so mancher Vorurteile lässt sich die Englische Bulldogge auch für Bewegung begeistern. / Foto: Pixabay.

Entsprechend gerne wurden sie später auch für Hundekämpfe herhalten. Die todesmutigen Vierbeiner dienten der blutigen Unterhaltung des Publikums, bis erst 1835 ein allgemeines Verbot für Tierkämpfe gültig wurde. Darauf wurden die als “aggressiv” geltenden Hunde im 19. Jahrhundert in England verboten, und nur einige wenige Liebhaber der Rasse führten die Zucht fort.

Nichtsdestoweniger tauchten sie bald wieder auf Hundeausstellungen wieder auf, jedoch mit stark verändertem Wesen. Das grimmige Aussehen der englischen Bulldogge verbarg eine anhängliche und liebevolle Natur.

Doch leider gewann auch die Zucht bizarrer Körpereigenschaften zur damaligen Zeit an Beliebtheit, sehr zum Nachteil der Gesundheit der Hunde. Wegen Extremformen der Brachycephalie (Kurzköpfigkeit) muss ihre körperliche Gesundheit oftmals leiden. Deshalb wird heutzutage wieder vermehrt großes Augenmerk auf verantwortungsvolle Zucht von englischen Bulldoggen gelegt. Anders als viele andere Hunderassen mit einer traurigen Vergangenheit als Kampfhunde gehört die Englische Bulldogge nicht zu den sogenannten “Listenhunden”.

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In der modernen Zucht wird wieder größter Wert darauf gelegt, dass die Englische Bulldogge möglichst gesund ist. / Foto: Pixabay

Wesen und Charakter

Grundsätzlich hat sich die englische Bulldogge viele ihrer ursprünglichen Eigenschaften wie Kühnheit, Mut und Entschlossenheit behalten. Jedoch konzentrieren die stämmigen Vierbeiner ihre Talente heutzutage auf das Zusammenleben mit anderen. Sie sind loyale und liebevolle Gefährten, ausgeglichene Familienhunde und gute Begleithunde. Trotzdem können sie manchmal etwas dickköpfig sein. Deswegen ist es wichtig, sie mit Liebe und Konsequenz zu erziehen und mit Selbstbewusstsein und Kompetenz zu führen.

Erscheinungsbild

Die äußere Erscheinung der englischen Bulldogge ist sehr markant und leicht zu erkennen: Der Körper ist kompakt und eher tiefgestellt, mit kurzen, kräftigen Gliedmaßen. Dementsprechend sind Hündinnen generell weniger muskulös und kräftig ausgeprägt als Rüden.

Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper eher groß, der Schädel ist kurz und breit, der Fang nach oben gebogen. Extreme Ausprägungen dieser Merkmale, die zu sichtbarer Atemnot führen, sind laut FCI mittlerweile unerwünscht. Auch eine eingewachsene Rute (Korkenzieherrute genannt) oder fehlende sowie extrem enge Ruten werden nicht toleriert. Richtigerweise sind die Ruten gesunder Bulldoggen tief angesetzt, von mäßiger Länge und erst gerade, dann nach unten gebogen.

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Die Englische Bulldogge wird heutzutage immer öfters als Familienhund gehalten. / Foto: Pixabay

Das Fell der englischen Bulldogge ist fein, kurz und glatt. Indes darf Härte allein aufgrund der Dichte der Haare entstehen. Die FCI toleriert nur einfarbiges Fellkleid (in gestromt, rot, falb, rehbraun, etc.), auch in Kombination mit schwarzer Maske oder schwarzem Fang. Tatsächlich gibt es englische Bulldoggen jedoch auch in anderen Farben, wie weiß mit geschecktem Fell, schwarz oder schwarz mit loh.

Gesundheit

Aufgrund von fehlgeleiteten Zuchtzielen leidet die Englische Bulldogge noch heute unter massiven Gesundheitsproblemen. Wegen ihrer kurzen Schnauze (Brachycephalie) entwickeln sie schnell Atembeschwerden und Kurzatmigkeit, und können sich im Sommer durch Hecheln nicht so effektiv abkühlen. Aufgrunddessen muss man in dieser Jahreszeit besonders darauf achten, dass die Bulldogge genug Wasser trinkt und nicht überhitzt.

Außerdem können die großen Köpfe dem Muttertier und den Welpen bei der Geburt zum Verhägnis werden. Des Weiteren lässt sich ein Hang zu Rachen- und Mandelentzündungen, Kehlkopflähmungen und Gehirntumoren bei dieser Rasse beobachten. Ferner führt der Unterbiss leider oft zu chronischen Zahnfleischentzündungen und anderen Zahnproblemen.

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Aufgrund ihrer kurzen Schnauze verträgt die Englische Bulldogge am besten moderate Temperaturen. / Foto: Pixabay

Auch die krummen Beine tragen nicht zum Wohlbefinden des Hundes bei. Ein direktes Resultat sind Gelenksfehlentwicklungen wie Ellbogen- (ED) und Hüftdysplasie (HD), die sie weiter stark in ihrer Bewegung einschränken. Zudem können sie wegen ihrer Körpermasse und ihrem Hang zur Faulheit schnell und manchmal unbemerkt Übergewicht entwickelt. Während verantwortungsvolle Zucht viele dieser Gesundheitsprobleme vorbeugen kann, gilt die Englische Bulldogge im Allgemeinen nicht als besonders robust oder gesund. Im Schnitt werden sie nur 6 bis 10 Jahre alt.

Berühmte Frauchen und Herrchen

Zu den prominenten BesitzerInnen der Englischen Bulldogge gehör(t)en

  • US-Präsident Calvin Coolidge
  • US-Präsident Warren G. Harding
  • Schauspieler Adam Sandler („Kindsköpfe“)
  • Musiker Ozzy Osbourne („Black Sabbath“)
  • Schauspielerin Olivia Wilde („Tron: Legacy“)
  • Sängerin Pink („So What“)
  • Schauspieler Brad Pitt („Fight Club“)
  • Schwimmer Michael Phelps (23 olympische Goldmedaillen)
  • Schauspielerin Jessica Biel („Eine himmlische Familie“)
  • Fußballer David Beckham (Champions-League-Sieger 1998/99)
  • Schauspielerin Reese Witherspoon („Walk the Line“)
  • Schauspieler Danny Trejo („Machete“)
  • Sänger John Legend („All of Me“)
  • Sängerin Miley Cyrus („Wrecking Ball“)
  • Schauspieler Shia LaBeouf („Transformers“)
  • Schriftsteller Truman Capote („Frühstück bei Tiffany“)
  • Rapper Ice-T („New Jack Hustler“)
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Auch unter Hollywood-Stars erfreut sich die Englische Bulldogge großer Beliebtheit. / Foto: Pixabay

Wusstest du, dass die englische Bulldogge ...

… der Nationalhund Großbritanniens ist?

Als eine der ältesten einheimischen Rassen erfreut sich die Englische Bulldogge gewaltiger Popularität. Als britischer Nationalhund wird sie weltweit mit Willenstärke und der Personifikation von Großbritannien – John Bull – assoziiert.

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Englische Bulldoggen gibt es in vielen verschiedenen Farben und Schattierungen. / Foto: pixabay.

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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