Englische Bulldogge (Bulldog) – liebenswerter Muskelprotz

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Englische Bulldoggen wurden ursprünglich für die Jagd großer Tiere gezüchtet. / Foto: pixabay.

Die Rasse englische Bulldogge mauserte sich vom ehemaligen Kampfhund zu einem weltweit geschätzten und geliebten Familienmitglied.

Englische Bulldogge (Hunderasse) – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde
Sektion 2.1: Molossoide
ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Großbritannien

FCI-Standardnummer: 149
Gewicht: bei Rüden 25 kg, bei Hündinnen 23 kg
Verwendung: Begleithund mit Abschreckungswirkung

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Trotz ihres oftmals als grimmig wahrgenommenen Äußeres sind englische Bulldoggen anhängliche Familienhunde. / Foto: pixabay.

Geschichte und Herkunft

Die Englische Bulldogge ist eine der ältesten Hunderassen – explizite Erwähnungen der heutigen Rasse tauchten schon Mitte des 17. Jahrhunderts auf. Ursprünglich waren die englischen Bulldoggen zur Jagd auf großes, wehrhaftes Wild (wie Stierbullen) gezüchtet und trainiert worden. Man legte großen Wert auf ihren Mut, ihre Aggresivität und Zähigkeit sowie auf breite Kiefer und eine kurze Schnauze mit zurückgenommener Nase, damit die Hunde problemlos atmen konnten, selbst wenn sie sich bei der Stierhetze in ihre Beute verbissen hatten. Auch für Hundekämpfe musste die todesmutigen Vierbeiner leider herhalten.

Im 19. Jahrhundert wurden die aggressiven Hunde in England verboten, und nur einige wenige Liebhaber der Rasse führten die Zucht fort. Bald tauchten sie auch auf Hundeausstellungen wieder auf, jedoch mit stark verändertem Wesen – das grimmige Aussehen der englischen Bulldogge verbarg eine anhängliche und liebevolle Natur. Die Zucht bizarrer Körpereigenschaften gewann zur damaligen Zeit an Beliebtheit, sehr zum Nachteil der Gesundheit der Hunde.

Da durch Extremformen der Brachycephalie ihre körperliche Gesundheit oftmals leiden muss, wird heutzutage wieder vermehrt großes Augenmerk auf verantwortungsvolle Zucht von englischen Bulldoggen gelegt.

Wesen und Charakter

Grundsätzlich hat sich die englische Bulldogge viele ihrer ursprünglichen Eigenschaften wie Kühnheit, Mut und Entschlossenheit behalten, heutzutage konzentrieren die stämmigen Vierbeiner ihre Talente jedoch auf das Zusammenleben mit anderen. Sie sind loyale und liebevolle Gefährten, ausgeglichene Familienhunde und gute Begleithunde, können aber manchmal etwas dickköpfig sein.

Erscheinungsbild

Die äußere Erscheinung der englischen Bulldogge ist sehr markant und leicht zu erkennen: Der Körper ist kompakt und eher tiefgestellt, mit kurzen, kräftigen Gliedmaßen. Hündinnen sind generell weniger muskulös und kräftig ausgeprägt als Rüden. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper eher groß, der Schädel ist kurz und breit, der Fang nach oben gebogen – extreme Ausprägungen dieser Merkmale, die zu sichtbarer Atemnot führen, sind laut FCI unerwünscht. Auch eingewachsene (Korkenzieherrute), fehlende oder extrem enge Ruten werden nicht toleriert; die Ruten gesunder Bulldoggen sind tief angesetzt, von mäßiger Länge und erst gerade, dann nach unten gebogen.

Das Fell der englischen Bulldogge ist fein, kurz und glatt, Härte darf nur aufgrund der Dichte der Haare entstehen. Die FCI toleriert nur einfarbiges Fellkleid (in gestromt, rot, falb, rehbraun, etc.), auch in Kombination mit schwarzer Maske oder schwarzem Fang; tatsächlich gibt es englische Bulldoggen jedoch auch in anderen Farben wie weiß mit geschecktem Fell, schwarz oder schwarz mit loh.

Wusstest du, dass die englische Bulldogge ...

… der Nationalhund Großbritanniens ist?

Als eine der ältesten einheimischen Rassen erfreut sich die englische Bulldogge gewaltiger Popularität – sie wurde zum britischen Nationalhund und wurde weltweit mit britischer Willenstärke und der Personifikation Großbritanniens – John Bull – assoziiert.

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Englische Bulldoggen gibt es in vielen verschiedenen Farben und Schattierungen. / Foto: pixabay.

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Shopping-Tipps für Bulldoggen-Fans

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