Dogs-Professional 2026: Zwei Tage Hundetraining, Hirnfutter und richtig gute Gespräche
Das dritte Februarwochenende gehört in Wien traditionell dem Hund – und 2026 war da keine Ausnahme. Am 14. und 15. Februar 2026 fand an der Veterinärmedizinischen Universität Wien wieder Dogs-Professional statt, der österreichische Hundetrainerkongress.
Wie jedes Jahr war die Mischung besonders: Hundetrainer:innen, interessierte Halter:innen, Tierärzt:innen, Menschen aus dem Tierschutz – und überhaupt alle, die nicht nur „Tipps“ sammeln, sondern Verhalten wirklich verstehen wollen. Und genau das ist das Schöne an diesem Format: Man sitzt nicht einfach Vorträge ab, sondern kommt automatisch ins Nachdenken (und spätestens in der Kaffeepause ins Reden).
Dogs-Professional 2026 war übrigens offiziell als 12. österreichischer Fachkongress angekündigt – und allein das zeigt schon, wie fix er in der Szene verankert ist.
Der 12. ,Dogs-Professional‘ Hundetrainerkongress im Überblick
📷 64 Fotos zum Durchklicken von Tierfotografin Petra Nestelbacher/Footprints Tierfotografie
Die Themenschwerpunkte 2026
Die Themen des Dogs-Professional 2026 drehten sich um modernes, reflektiertes Hundetraining: Mindset und Haltung der Trainer:innen, Bellverhalten (Analyse statt „abstellen“), stressfreie Hundebegegnungen und Beißprävention über die Eskalationsleiter. Dazu kam der größere Blick auf Vermenschlichung vs. Psychiatriemodell sowie ein Update der Trainingssprache: Motivation und Handlungsbereitschaft statt Triebdenken.
Die Vorträge im Überblick
Vortragstag 1
Der erste Vortragstag startete am Samstagvormittag mit Prof. Udo Gansloßer, der gleich zu Beginn den Ton für das Wochenende setzte: In seinem Vortrag „Zwischen Vermenschlichung und Psychiatriemodell: Wo sich psychische Probleme von Mensch und Hund ähneln – und wo nicht“ ging es um die spannende Gratwanderung zwischen Empathie und Fehlinterpretation – also darum, was wir von menschlicher Psychologie auf Hunde übertragen können (und wo das schnell in die Irre führt). Nach der Kaffeepause legte Gansloßer mit „Der Hund – kein Getriebener! Handlungsbereitschaft statt Trieb – mehr als alter Wein in neuen Schläuchen“ nach und räumte dabei mit dem alten „Trieb“-Denken auf: Statt einfacher Etiketten stand Motivation, Handlungsbereitschaft und Kontext im Mittelpunkt. Am Nachmittag übernahm Katharina Marioth und brachte das Thema Training sehr bodenständig zurück in die Praxis – zuerst mit „Straffrei vs. gewaltfrei – Möglichkeiten und Grenzen im Hundetraining“, bevor sie zum Abschluss des ersten Tages mit „Hundetraining ist mehr als ‚Sitz & Platz‘ – Dein Mindset entscheidet!“ den Fokus ganz auf die Rolle des Menschen lenkte: Haltung, Klarheit, Trainingsentscheidungen und die Frage, wie sehr unser eigenes Denken und Handeln den Trainingsweg prägt. Hier findest du mehr Infos zu Katharina Marioths Vorträgen.
Vortragstag 2
Der zweite Vortragstag am Sonntag stand dann deutlich im Zeichen von Alltagssituationen, die viele Teams nur zu gut kennen. Sonja Hoegen startete mit „Hundebegegnungen ohne Stress & Eskalationsleiter – Warum Hunde nicht plötzlich beißen“ und nahm das Publikum mit in die Dynamik von Begegnungen, Körpersprache und Deeskalation – inklusive dem wichtigen Blick auf Warnsignale und Eskalationsstufen, die oft lange vor einem ernsthaften Konflikt sichtbar sind. Nach der Kaffeepause folgte Mag. Bina Lunzer mit „50 Shades of Barking – Analyse, Interventionen und nachhaltige Wege zu mehr Ruhe“ – ein Thema, bei dem vermutlich viele innerlich genickt haben: Bellen als Verhalten mit Funktion, Auslösern und klaren Stellschrauben im Training. Nach der Mittagspause wurden beide Inhalte jeweils noch einmal vertieft: Hoegen setzte ihren Begegnungs-Block fort, Lunzer lieferte die Fortsetzung zu Analyse und Interventionen beim Bellverhalten – bevor der Kongress am Nachmittag schließlich mit vielen neuen Denkansätzen (und sicher auch einigen Vertiefungen in den Pausen) zu Ende ging.
🐶 Dogs-Professional 2027
Wer nach diesem Wochenende mit einem Notizbuch voller Ideen heimgefahren ist, kennt das Gefühl: Man will am liebsten sofort alles umsetzen – und gleichzeitig weiß man, dass gute Veränderung Zeit braucht. Für alle, die schon nach vorne schauen: Tickets für 2027 gibt es aktuell noch nicht – aber alle Infos (und Updates) findet ihr hier: https://dogs-professional.at/
Hundetrainer:innen & Interessierte: Haltet euch das dritte Februarwochenende frei. Dogs-Professional bleibt ein Fixpunkt – und nach 2026 kann man ziemlich sicher sagen: Da kommt wieder spannendes Hirnfutter.
📸 Footprints Tierfotografie
✨ Petra Nestelbacher
📞 0043 676 9223229
📬 petra@footprints-fotografie.at
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