Inhalt
- Mein Blick auf den Dogs-Professional Kongress 2026 in Wien
- Warum dieser Kongress 2026 etwas ganz Besonderes ist
- Meine beiden Vorträge – warum sie mir so wichtig sind
- 2.Straffrei versus gewaltfrei – eine ethische Betrachtung im Hundetraining
- Inspirierende Kolleginnen und Kollegen – die anderen Referentinnen des Kongresses
- Warum du dabei sein solltest – dein Weg nach Wien
- Mein persönliches Versprechen
- Lesetipps
Mein Blick auf den Dogs-Professional Kongress 2026 in Wien
Wenn ich an den Februar 2026 denke, dann sehe ich nicht nur die historische Architektur der VetMed-Universität Wien, sondern vor allem ein lebendiges Miteinander von Menschen, die eine gemeinsame Mission haben: die Hundetrainingswelt weiterzubringen. Dieser Kongress ist viel mehr als eine Aneinanderreihung von Vorträgen. Für mich ist er ein Fenster in die Zukunft – ein Ort, an dem Fachwissen, Ethik, Haltung und Menschlichkeit zusammenfließen. Genau deshalb freue ich mich ganz besonders darauf, dort gleich zwei Vorträge zu halten, die mir persönlich sehr am Herzen liegen. Ich kenne viele Veranstaltungen, Workshops und Fortbildungen – aber der Dogs-Professional Kongress in Wien hat für mich einen ganz eigenen Charakter. Er ist nicht laut, nicht marktschreierisch, nicht überladen. Er ist klar, tief und professionell. Hier geht es nicht nur um Methoden, sondern um Haltung, Verantwortung und darum, wie wir als Trainerinnen und Trainer in einer immer komplexeren Welt bestehen können. In diesem Artikel möchte ich erzählen, warum dieser Kongress so besonders ist, was ich selbst beitragen werde und warum du unbedingt dabei sein solltest.
Warum dieser Kongress 2026 etwas ganz Besonderes ist
Der Dogs-Professional Kongress ist für mich ein Ort der Begegnung. Ein Ort, an dem Menschen nicht einfach nebeneinandersitzen, sondern miteinander sprechen, hinterfragen, diskutieren und voneinander lernen. Die Atmosphäre trägt einen großen Teil dazu bei. Man spürt dort Tradition und wissenschaftliche Tiefe. Gleichzeitig schafft der Kongress eine moderne, offene, fachlich hochwertige und menschlich wertschätzende Umgebung. In einer Zeit, in der Hundetraining oft in Extremen diskutiert wird, ist dieser Kongress eine wohltuende Mitte. Hier bekommt man keine dogmatischen Lösungen präsentiert, sondern differenzierte Perspektiven. Die Referentinnen und Referenten sind handverlesen, weil sie nicht nur fachlich top sind, sondern weil sie Fragen stellen, statt nur Antworten zu geben. Genau das braucht die Branche heute. Der Kongress ist deshalb wichtig, weil er technisches Wissen mit innerer Haltung verbindet. Jeder Vortrag bringt nicht nur neue Erkenntnisse für die Praxis, sondern lädt auch dazu ein, die eigene Rolle als Trainerin oder Trainer zu reflektieren. Denn unsere Arbeit ist nicht nur fachlich anspruchsvoll, sondern ethisch bedeutsam. Wir arbeiten mit Lebewesen, wir beeinflussen Beziehungen, wir gestalten Alltag und Lebensqualität von Menschen und Hunden. Dazu braucht es Wissen, aber auch Verantwortung, Bewusstsein und Mut.
Meine beiden Vorträge – warum sie mir so wichtig sind
Hundetraining ist mehr als Sitz und Platz – Dein Mindset entscheidet!
Dieser Vortrag ist für mich ein Herzensprojekt. Immer wieder beobachte ich, dass viele Trainer:innen und Trainer sehr technisch ausgebildet werden, aber kaum lernen, wie bedeutend ihre innere Haltung ist. Dabei ist genau diese Haltung in meinen Augen der größte Erfolgsfaktor. Nicht die perfekte Leinenführigkeitsübung, nicht der sauber aufgebaute Rückruf, sondern das, was in uns selbst passiert. Mindset. Das ist der Kern des Vortrags. Ich spreche darüber, wie sehr die eigene Einstellung jede Trainingseinheit prägt. Wie wir reagieren, wenn wir auf schwierige Kund*innen treffen. Wie schnell wir selbst in Stress geraten, wenn wir uns unter Druck setzen. Und wie entscheidend Empathie wirklich ist. Empathie ist kein weicher Faktor, sondern ein professionelles Werkzeug. Wer Menschen emotional erreicht, erreicht auch ihre Hunde. Und wer Menschen nicht erreicht, kann am Hund so gut trainieren, wie er will – es wird nicht reichen. Kommunikation. Viele Trainer:innen und Trainer können wahnsinnig viel Wissen vermitteln, aber nicht jede:r oder jeder schafft es, dieses Wissen so zu erklären, dass die Menschen ins Tun kommen. Ich zeige, wie gutes Storytelling wirkt, warum das Warum wichtiger ist als das Wie und weshalb manche Kund:innen erst dann umsetzen, wenn sie sich gesehen fühlen. Kommunikation ist der Schlüssel zu Veränderung – und sie ist trainierbar. Selbstführung und Wachstum. Ich spreche darüber, wie man Selbstzweifel überwindet und endlich den Mut findet, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist. Ich spreche darüber, warum Positionierung nichts mit Ausschluss, sondern mit Klarheit zu tun hat. Und ich erzähle, was persönliche Weiterentwicklung für unser berufliches Leben bedeutet. Viele Trainer:innen arbeiten jahrelang an ihren Methoden, aber nicht an sich selbst – dabei ist genau das der Unterschied zwischen Mittelmaß und Erfolg. Am Ende des Vortrags lade ich die Teilnehmenden zu einer Reflexion ein. Was nimmst du heute für dich mit? Welche kleine Veränderung kannst du ab morgen umsetzen? Ich möchte keine fertigen Antworten liefern, sondern Prozesse anstoßen. Denn echter Erfolg beginnt im Kopf.
2.Straffrei versus gewaltfrei – eine ethische Betrachtung im Hundetraining
Mein zweiter Vortrag ist ein Thema, das in der Branche dringend mehr Tiefe braucht. Die Begriffe „straffrei“ und „gewaltfrei“ werden viel verwendet, aber kaum differenziert. Immer wieder begegnen mir Diskussionen, in denen diese Begriffe wild durcheinandergeworfen werden. Manche vertreten extreme Positionen, andere verteidigen fragwürdige Praktiken. Das alles schafft Unsicherheit, Spaltung und Fehlinformation. Ich möchte in diesem Vortrag Klarheit schaffen. Nicht durch Vereinfachung, sondern durch differenziertes Denken. Zunächst definiere ich, was Strafe in der Lerntheorie bedeutet, und was Gewalt bedeutet – und warum das nicht dasselbe ist. Ich gebe wissenschaftliche Einordnungen, gesellschaftliche Beispiele und Fallbeispiele aus der Praxis. Ich spreche darüber, dass nicht jede Konsequenz automatisch etwas Schlechtes ist und dass nicht jede Grenze Gewalt darstellt. Gleichzeitig betone ich, dass trainerische Entscheidungen ethische Auswirkungen haben. Im zweiten Teil des Vortrags gehe ich auf moralische Grauzonen ein. Was passiert, wenn das Bedürfnis eines Hundes mit dem Bedürfnis eines Menschen kollidiert? Welche Verantwortung tragen wir, wenn wir Regeln setzen? Was passiert langfristig, wenn wir ausschließlich auf Vermeidung setzen? Und wie gehen wir damit um, dass ethische Entscheidungen oft unbequem sind? Ich lade dazu ein, ehrlich hinzusehen. Denn Ethik ist kein Wohlfühlthema. Es ist ein Thema, das fordert, das herausfordert, das Wachstum erzeugt. Im dritten Teil zeige ich praktische Wege für ein gewaltfreies Training. Ich erkläre, wie man Grenzen setzt, ohne autoritär zu werden. Ich zeige, wie man Fehlerkommunikation trainiert, ohne zu demütigen. Und ich spreche darüber, wie man Klarheit schafft, ohne Druck aufzubauen. Der wichtigste Punkt: Gewaltfreiheit ist kein Dogma. Gewaltfreiheit ist ein Entwicklungsprozess, der sowohl vom Trainer als auch vom Mensch-Hund-Team Bewusstsein und Kompetenz verlangt. Ich schließe mit einer offenen Diskussion. Kein Urteil, keine Absolutheit, sondern Raum für Austausch. Denn genau das brauchen wir, um die Zukunft des Hundetrainings verantwortungsvoll zu gestalten.
Inspirierende Kolleginnen und Kollegen – die anderen Referentinnen des Kongresses
Ich bin dankbar, gemeinsam mit beeindruckenden Kolleginnen und Kollegen auf diesem Kongress auftreten zu dürfen. Jede und jeder von ihnen bringt einen eigenen Blick auf die Trainingswelt mit – wissenschaftlich, praktisch, empathisch und fundiert. Bina Lunzer wird mit „50 Shades of Barking – Analyse, Interventionen, nachhaltig ruhiger“ einen Vortrag halten, der für viele Trainerinnen ein Aha-Erlebnis sein wird. Sie verbindet Alltagsverständnis mit tiefem Wissen über Kommunikation und Lautäußerungen. Sonja Hoegen bringt zwei essenzielle Themen mit: „Hundebegegnungen ohne Stress“ und die „Eskalationsleiter – Warum Hunde nicht plötzlich beißen“. Ihre Vorträge sind wertvoll für alle, die Begegnungstraining endlich nachhaltig verstehen wollen. Prof. Dr. Udo Gansloßer verbindet wissenschaftliche Tiefe mit einem Blick auf das große Ganze. Seine Vorträge „Zwischen Vermenschlichung und Psychiatriemodell“ und „Handlungsbereitschaft statt Trieb“ geben Einblicke, die man so in keinem Praxisbuch findet. Diese Kolleginnen und viele weitere Referent:innen zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll Hundetraining heute ist. Genau das macht diesen Kongress so bereichernd.
Warum du dabei sein solltest – dein Weg nach Wien
Der Dogs-Professional Kongress ist für mich mehr als eine Fortbildung. Er ist Inspiration, Wachstum, Austausch und ein Schritt in eine verantwortungsbewusste Zukunft des Hundetrainings. Du wirst neues Wissen mitnehmen. Du wirst echte Menschen kennenlernen. Du wirst inspiriert nach Hause fahren. Und du wirst Denkanstöße bekommen, die dein Training nachhaltig verändern.
Mein persönliches Versprechen
Ich komme nach Wien, um zu geben: Wissen, Erfahrung, Perspektiven, Fragen. Aber ich komme auch, um zu lernen. Von den Teilnehmenden, von den Kolleginnen, von der Atmosphäre. Ich möchte nicht nur zwei Vorträge halten. Ich möchte mitgestalten – eine moderne, ethische, reflektierte Hundetrainingslandschaft. Ich freue mich darauf, dich beim Dogs-Professional Kongress 2026 zu treffen und gemeinsam etwas zu bewegen. Herzlich, Katharina Marioth
Katharina Marioth Hundetrainerin & Verhaltensberaterin bei „Stadthundetraining“
Ist Gründerin von Stadthundetraining und arbeitet mit ihrem Team wissenschaftlich fundiert, gewaltfrei und alltagstauglich – besonders für die typischen Herausforderungen im Stadtleben. Außerdem ist sie Buchautorin („Mein Herz schlägt Hund“) und als Speakerin u. a. beim Hundetrainerkongress „Dogs Professional“ vertreten.