Beagle – fröhlich und lebhaft

Beagle liegt in Wiese
© Pixbay

Der Beagle ist ein fröhlicher Hund und ausgesprochen intelligent. Obwohl sich diese Rasse als Familienhund gut eignet, hat der Beagle nach wie vor noch einen ausgeprägten Jagdtrieb.

Beagle steht auf Wiese

Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 6:
Laufhunde, Schweißhunde
und verwandte Rassen
Sektion 1.3: Kleine Laufhunde
Mit Arbeitsprüfung

Ursprungsland: Großbritannien
FCI-Standardnummer: 161
Widerristhöhe: ca. 33–40 cm
Gewicht: ca. 10–18 kg
Verwendung: Laufhund

Geschichte und Herkunft

Speziell bei der Treibjagd für Feldhasen und Kaninchen war der kleine Jäger im Einsatz. Egal, ob zu Fuß oder zu Pferd, der Beagle eignete sich aufgrund seiner Ausdauer und Größe sehr gut für die Meutejagd. Die Rasse wird bereits seit Jahrhunderten gezüchtet, der Beagle kann heute als Urform der beliebten Laufhunde angesehen werden. Im Jahr 1980 wurde der erste offizielle Beagle Club gegründet und im Anschluss daran wurden die ersten Rassestandards herausgegeben.

Wesensart und Verhalten

Dadurch, dass er als Meutehund eingesetzt wurde – und wird – ist er sehr kameradschaftlich und kann sich auch in einen größeren Familienverband integrieren. Er ist unerschrocken und liebt es Fährten zu folgen. Der Beagle ist zäh und zielstrebig. Sein besonders lebhaftes Wesen macht ihn zu einem liebenswerten Begleiter. Aufgrund seiner Geschichte braucht er besonders viel Auslauf und Bewegung. Wenn er als Familienhund gehalten werden soll, sollte man ihm eine sinnvolle Ausgleichsbeschäftigung zukommen lassen. Er liebt es Fährten zu folgen, ist unerschrocken und intelligent.

Erscheinungsbild

Den Beagle kann man als besonders robust und kompakt aufgrund seiner Größe beschreiben. Die kurzen Beine sind kräftig und muskulös. Die Augen sind groß, haselnussbraun oder dunkelbraun und in ihnen liegt immer ein sanfter Ausdruck. Das Fell ist kurz, anliegend und wetterbeständig. Die Rasse ist in jeder anerkannten Houndfarbe zulässig mit Ausnahme von Leberbraun. Übliche Farbvariationen sind zweifarbig in Braun, Rot oder Gelb mit Weiß oder dreifarbig in schwarz-braun-weiß.

Beagle tricolore
©pixabay

Schon gewusst?

Zu Zeiten von König Henry VIII. und Königin Elisabeth I. wurde die Rasse schon für die Jagd eingesetzt. Manche Beagles waren so klein, dass sie in eine Jackentasche passten und auch dort getragen wurden. Obwohl die Größe über die Jahre hinweg zugenommen hat, gibt es auch heute noch die „Pocket Beagles“.

Die Rasse im Überblick

Bewegung

Rasse im Überblick - Bewertung 4 von 4

Fellpflege

Rasse im Überblick - Bewertung 1 von 4

Familienfreundlichkeit

Rasse im Überblick - Bewertung 2 von 4

Anfängertauglich

Rasse im Überblick - Bewertung 2 von 4

Interview mit Yvonne Gerster und Lola

Welche „rassetypischen“ Eigenschaften sind besonders herausfordernd?

Beagle sind sehr freundliche Hunde, da kann es vorkommen, dass sie zur Begrüßung auch schon mal bellen. Sie sind kommunikativ und aktiv. Beim Spazierengehen muss man oft aufpassen, dass sie nichts fressen, da sie wahre „Allesfresser“ sind. Aber durch konsequentes Training kann man dies auch in den Griff bekommen. Die Rasse ist sehr neugierig und lernt gerne – vorausgesetzt die Belohnung stimmt. Manchmal können die Beagle wirkliche Sturschädel sein, gleichzeitig sind sie echte Freigeister. Was man allerdings auch nicht unterschätzen darf, ist, dass die Hunde einen starken Jagdinstinkt haben.

Wie sieht dein Alltag mit Hund aus?

Der Tag fängt bei uns früh, aber gemütlich an. Nach dem Füttern geht es zum Spaziergang hinaus. An manchen Tagen nehme ich Lola mit ins Büro, ansonsten wird sie zuhause bestens umsorgt. Unser Alltag wird meist nach dem Hund ausgerichtet, je nachdem, was am Programm steht. Am Abend gibt es dann noch eine Portion Spielen und einen ausgedehnten Spaziergang.

Tipps für die Anschaffung.

Beagle brauchen Bewegung, man muss ihnen auch ein Erlebnis und Beschäftigung bieten. Hier bietet sich die Nasenarbeit für die Rasse an. Die zukünftigen Besitzer sollten auch ein gutes Durchsetzungsvermögen haben. Obwohl der Beagle ein freundliches Wesen hat, ist er nicht automatisch ein typischer Familienhund. Das sollte man auch bedenken. Ich würde mir wieder einen Beagle anschaffen. Sie sind lustig, können manchmal echte „Pausenclowns“ sein. Durch ihre Sturheit lernt man schnell, geduldig zu sein. Man kann auch viel mit ihnen unternehmen.

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