Staupe beim Hund: Ursache und Behandlung

Staupe beim hund Ursache und Behandlung Krankheit
Staupe beim Hund äußert sich in den meisten Fällen durch Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege. / Foto: Pixabay

Staupe beim Hund wird durch Viren ausgelöst. Da mittlerweile die meisten Hunde gegen diese Krankheit geimpft sind, tritt sie heutzutage eher selten auf.

Staupe beim Hund, engl. „(canine) distemper“ ist eine gefährliche Viruserkrankung, die durch das Canine-Staupe-Virus ausgelöst wird. Sie wird manchmal auch als „Carrésche Krankheit“, nach ihrem Entdecker Henri Carré, bezeichnet. Doch nicht nur Hunde können an einer Staupe erkranken, sondern auch Katzen, Marder, Wölfe, Füchse etc.

Die Symptome der Krankheit sind variabel und betreffen hauptsächlich den Magen-Darm-Trakt oder die Atemwege. Aber auch zentralnervöse Erscheinungen sind möglich.

Canine-Staupe-Virus

Das Virus gehört zu der Familie der Paramyxoviridae. Die dieser Gruppe zugehörigen Viren sind deformierbar und variieren in ihrer Größe (zwischen 120 bis 300 nm). Das Canine-Staupe-Virus weist eine enge Verwandtschaft mit dem Masernvirus bei Menschen auf.

Staupe beim Hund – Übertragung

Der Übertragung des Virus erfolgt über Ausscheidungen wie Kot, Urin oder Nasensekrete der erkrankten Tiere. Das Virus bleibt aber nur wenige Tage außerhalb des lebenden Organismus ansteckend. Theoretisch sind aber somit Infektionen beim Spazierengehen oder über Spielzeug, Decken etc. möglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, „normale“ Hygienemaßnahmen wie Reinigen und Desinfizieren der vom Hund benutzten Gegenstände regelmäßig durchzuführen.

Ist das Virus über die Schleimhäute in den Organismus des Hunde gelangt, besiedelt es zunächst die Mandeln und die Lymphknoten der Bronchien. Dann bahnt es sich seinen Weg weiter zu den Geweben des Abwehrsystems wie z.B. MilzThymus und Knochenmark. 

Der weitere Verlauf des Ausbreitung ist nun vom Immunsystem des Hundes abhängig. Werden in den ersten 9 Tagen genug Antikörper produziert, bilden sich meist keine oder nur milde Symptome. Wenn nicht,  befällt das Virus Verdauungs- und dem Nervensystem, den Atmungsapparat und den Urogenitaltrakt.

Die Inkubationszeit beträgt 3-6 Tage.

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Symptome

Da das Virus verschiedene Teile des Organismus besiedeln kann, sind die Symptome sehr variabel. Man kann sie in 4 verschiedene Gruppen einteilen:

  1. Gastrointestinal – Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes:
    am häufigsten auftretendes Symptom, meist starke Durchfälle und starkes Erbrechen und daraus resultierende Schwäche und Mattheit
  2. Respiratorische Form – Erkrankungen der Atemwege
    eitriger Nasenausfluss, erschwerte Atmung, trockener oder eitrig-blutiger Husten, Niesen, Bindehautentzündungen, event. Lugenentzündung
  3. Erkrankungen des Nervensystems
    Sehnervschädigungen, Veränderungen der Netzhaut, Schädigungen des Rückenmarks (Lähmungen und Bewegungseinschränkungen), Ausfall von Hirnnerven, epileptische Anfälle, Blindheit, Muskelzittern, Augenzittern
  4. Hard Pad Desease
    bei schweren Verläufen kann es zu Hyperkeratosen kommen (Verdickungen der Hornhaut im Bereich der Ballen oder des Nasenspiegels)

Findet die Infektion noch im Welpenalter und somit vor dem Zahnwechsel statt, ist auch die Bildung eines „Staupegebiss“ möglich. Dieses geht mit Schädigungen des Zahnschmelzes und brauen Verfärbungen der Zähne einher.

Eine Spätfolge, die vor allem ältere Hunde betrifft und die aus diesem Grund als „Old Dog Encephalitis“ bezeichnet wird, ist eine chronische Entzündung des Gehirns. Das Virus hat sich hierbei dauerhaft im Gehirn angesiedelt und verursacht diverse neurologische Störungen.

Diagnose

Die Diagnose stellt die/der Tierärztin/Tierarzt unter Bezugnahme der klinischen Symptome. Treten z.B. gleichzeitig Magen-Darm-Probleme und Atemwegsbeschwerden auf, ist die Infektion mit einem Staupe-Virus nicht auszuschließen. Um die Diagnose zu sichern, werden Abstriche von den Schleimhäuten gemacht und in ein Labor geschickt. Möglich ist auch eine Blutuntersuchung mittels RT-PCR.

Staupe beim Hund – Behandlung

Je nach Schwere des Krankheitsverlaufes muss der Hund unter Umständen in einer Tierklinik behandelt werden. Da es sich um einen Virus handelt, gibt es keine Methode, die die Staupe gezielt bekämpft. Es kann also somit nur eine Symptombehandlung stattfinden. Meist werden Infusionen verabreicht, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.

Prognose

Bei milden Verläufen ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich der Hund gut erholt. Bei schweren Verläufen (Indizien hierfür sind die Verhornungen der Zehenballen und der Nase), wo das Virus bereits das Nervensystem befallen hat, kann die Staupe mitunter auch tödlich enden.

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