Irish Red Setter (Hunderasse) – der Rote Teufel

Irish Red Setter (Hunderasse) – der Rote Teufel

by Redaktion
Irish Red Setter FCI-Steckbrief: FCI-Gruppe 7: Vorstehhunde Sektion 2: Britische und irische Vorstehhunde Ursprungsland: Irland FCI-Standardnummer: 120 Widerristhöhe: Rüde: 58-67 cm Hündin: 55-62 cm Verwendung: Jagd- und Familienhund

Der Irish Red Setter ist eine elegante und wunderschöne Hunderasse, die für ihre leuchtend rote Fellfarbe und ihr freundliches Wesen bekannt ist. Er hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.

Geschichte & Herkunft

Der Irish Red Setter oder nur Irish Setter ist eine alte Rasse, die ihren Ursprung in Irland hat. Die genaue Entstehungsgeschichte ist nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass er von verschiedenen Hunderassen wie dem English Setter und dem Irish Water Spaniel abstammt. Bereits 1845 dokumentierte der Tierarzt William Youatt, dass Setterrassen in Irland größtenteils bereits in der markanten roten Fellfarbe auftraten. Auch der Irish Red Setter wurde hauptsächlich für die Vogeljagd gezüchtet und für seine Fähigkeit geschätzt, Vögel aufzuspüren und zu apportieren. Mit seiner feinen Nase spürte er Wild auf und zeigte dem Jäger dessen Position durch „Setzen“ – also das ruhige Niederlegen in Richtung Beute – an. Diese jagdliche Methode gab der Rasse auch ihren Namen: „Setter“ leitet sich vom englischen Wort „to set“ (zu Dt.: jemanden stellen, sich setzen) ab.

Im 19. Jahrhundert wurde der Irish Red Setter nach England und später in andere Länder exportiert, wo er schnell beliebt wurde. Auch in den USA gewann der Irish Setter schnell an Popularität, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Teilnahme an Ausstellungen und seine Vielseitigkeit als Begleithund. Trotzdem hat sich diese Hunderasse bis heute ihre jagdliche Tauglichkeit, ihren Arbeitseifer und ihre große Ausdauer erhalten.

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Ursprünglich wurde der Irish Setter für die Vogeljagd gezüchtet. / Foto: Pixabay

Wesen & Charakter

Der Irish Red Setter ist bekannt für sein freundliches und lebhaftes Wesen. Er ist ein sehr intelligenter Hund und leicht zu trainieren. Obwohl er jedoch folgsam ist und einen starken „Will to please“ hat, eignet er sich nicht unbedingt für Anfänger. Denn als Jagdgebrauchshund muss man den Irish Setter körperlich wie geistig gut auslasten, damit dieser seine angenehme Persönlichkeit entfalten kann. Denn er ist auch ein aktiver und ausdauernder Hund, der viel Bewegung und körperliche Aktivität benötigt, um glücklich und gesund zu bleiben. Besondere Freude hat er an Spielen, die seine jagdlichen Talente fordern, wie Nasenarbeit oder Dummytraining.

Bei erfahrenen und aktiven Besitzern zeigt er jedoch seine Natur als ausgezeichneter Familienhund: Er ist fröhlich und verspielt und versteht sich gut mit Kindern und anderen Haustieren. Sie bauen eine sehr enge Beziehung zu ihrer Familie auf und sind unglücklich, wenn sie länger von diesen getrennt sein müssen.

Das Training eines Irish Red Setters sollte konsequent, aber stets liebevoll und positiv erfolgen. Strenge oder harte Methoden sind bei dieser sensiblen Rasse absolut fehl am Platz. Stattdessen lernt der Irish Setter besonders gut mit spielerischer Motivation, Lob und Belohnung. Seine Lernfreude und Intelligenz machen ihn zu einem vielseitigen Partner in diversen Hundesportarten.

Der Irish Red Setter für leuchtend rote Fellfarbe und freundliches Wesen bekannt.
Der Irish Red Setter liebt die Natur. / Foto: Pixabay

Aussehen & Besonderheiten

Der Irish Setter ist eine der auffälligsten und elegantesten Hunderassen weltweit. Besonders charakteristisch ist sein seidig glänzendes, tiefrot bis kastanienfarbenes Fell. Diese auffällige Farbgebung entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts und ist heute eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale der Rasse.

Der Körperbau des Irish Setters ist schlank, athletisch und gleichzeitig muskulös, was seine ursprüngliche Funktion als leistungsfähiger Jagdhund widerspiegelt. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 58–67 cm, Hündinnen sind mit 55–62 cm etwas kleiner. Das Gewicht liegt meist zwischen 25 und 32 Kilogramm. Der gesamte Körper wirkt harmonisch proportioniert, mit einem langen Hals, gerader Rückenlinie und tiefem Brustkorb, der viel Platz für Herz und Lunge bietet – ideal für ausdauernde Bewegung.

Auch der Ausdruck des Irish Setters trägt zu seiner Beliebtheit bei: Die mandelförmigen, dunkelbraunen Augen wirken aufmerksam und freundlich, die langen, tief angesetzten Ohren liegen eng am Kopf an. Die hoch angesetzte, fransenreiche Rute wird waagrecht oder leicht gesenkt getragen und unterstreicht die anmutige Erscheinung.

Zwei Irish Red Setter auf einer Wiese.
Der Irish Red Setter braucht viel Bewegung in der freien Natur. Als Stadthund ist er wenig geeignet. / Foto: Kurt Pas.

Fell & Pflege

Das Haarkleid des Irish Setters ist am Körper mittellang, glatt bis leicht gewellt und herrlich seidig. Nur am Kopf, an der Vorderseite der Läufe und den Behangspitzen ist es relativ kurz und fein. An der Brust, dem Bauch, den Ohren, der Rückseite der Beine und der Rute weisen diese Hunde sogenannte Befederungen auf – längere, weich fallende Haare, die den Hund besonders edel wirken lassen. Nur ein tiefes Kastanienbraun ist für diese Rasse zulässig. Schwarz darf im Fell nicht vorkommen, weiße Abzeichen dürfen vorkommen.

Das Fell des Irish Red Setters  erfordert regelmäßige Pflege, um gesund und glänzend zu bleiben. Es sollte mindestens einmal pro Woche gebürstet werden, um Verfilzungen und Knoten zu vermeiden. Das Baden sollte auf ein Minimum beschränkt werden, da übermäßiges Baden das Fell austrocknen und Schuppenbildung verursachen kann. Das Schneiden der Nägel und Reinigen der Ohren sollte regelmäßig erfolgen. Denn gerade nach dem Schwimmen, Baden oder einem Regentag sind die langen Schlappohren anfällig für Ohrenentzündungen und sollten immer gut getrocknet werden. 

EIn Irish Setter im Schnee.
Das wunderschöne rote Fell des Irish Setter braucht viel Pflege. / Foto: Guggenberger_El.

Gesundheit

Der Irish Red Setter gilt grundsätzlich als robuste und aktive Hunderasse, die bei guter Pflege und artgerechter Haltung ein Alter von 12 bis 15 Jahren erreichen kann. Dennoch gibt es einige rassetypische gesundheitliche Besonderheiten, über die sich zukünftige Halter im Vorfeld informieren sollten. Eine bekannte genetische Erkrankung dieser Rasse ist die progressive Retinaatrophie (PRA). Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Netzhautdegeneration, die bis zur Erblindung führen kann. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchttiere auf PRA und andere erblich bedingte Augenerkrankungen testen. Ebenso relevant ist die sogenannte Glutenunverträglichkeit (Canine Gluten-sensitive Enteropathy), die vereinzelt bei Irish Red Settern auftritt und Verdauungsprobleme verursachen kann. Hier hilft eine gezielte Fütterung mit glutenfreiem Hundefutter.

Außerdem besteht wie bei vielen großen und tiefbrüstigen Rassen auch beim Irish Red Setter ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung – ein medizinischer Notfall, der insbesondere nach hastigem Fressen in Verbindung mit Bewegung auftreten kann. Um das Risiko zu verringern, sollte der Hund in Ruhe fressen und nach der Fütterung mindestens eine Stunde lang ruhen.

Ein Irish Red Setter läuft über einen Steg.
Irish Red Setter können auch begeisterte Schwimmer sein. / Foto: sestovic.

Häufige Fragen zum Irischen Setter

  1. Wie viel Bewegung benötigt ein Irischer Setter täglich? Irische Setter sind sehr aktive Hunde und benötigen mindestens 60-90 Minuten Bewegung pro Tag. Am liebsten sind sie dabei in der freien Natur und gehen gerne Tätigkeiten nach, die ihre jagdlichen Talente bedienen, z. B. Nasenarbeit, Dummytraining, etc.
  2. Ist der Irische Setter gut für Anfänger geeignet? Die Rasse erfordert erfahrene Hundebesitzer, die ihre hohe Energie und Jagdinstinkte handhaben können. Sie sind intelligente Hunde und können gut trainiert werden, aber es erfordert Zeit, Geduld und Konsequenz. Eine positive Bestärkungsmethode ist am besten geeignet, um sie zu trainieren.
  3. Wie pflegeintensiv ist das Fell des Irischen Setters? Das seidige Fell erfordert regelmäßiges Bürsten, idealerweise mehrmals pro Woche, um Verfilzungen zu vermeiden. Allerdings sollte er nur dann gebadet werden, wenn es wirklich notwendig ist. Zu häufiges Baden kann das natürliche Öl im Fell entfernen und die Haut des Hundes austrocknen. In der Regel sollte ein Irish Red Setter alle paar Monate gebadet werden.
  4. Sind Irische Setter gute Familienhunde? Ja, Irish Red Setter sind ausgezeichnete Familienhunde. Sie sind freundlich, liebevoll und genießen die Gesellschaft von Menschen. Sie sind auch kinderfreundlich und werden schnell zu einem wichtigen Mitglied der Familie. Allerdings brauchen sie eine aktive Familie, um ausgelastet zu sein.
  5. Welche Gesundheitsprobleme sind bei Irischen Settern häufig? Hüftdysplasie und bestimmte Augenprobleme können bei dieser Rasse auftreten. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind wichtig.

Schon gewusst, dass der Irish Setter…

  1. …eine ausgeprägte Spürnase hat? Irish Red Setter sind dafür bekannt, eine außergewöhnlich gute Schnüffelnase zu haben. Sie können selbst feinste Gerüche wahrnehmen und eignen sich daher gut für die Suche und das Apportieren von Gegenständen.
  2. …oft als „Roter Teufel“ bezeichnet wird? Diese Bezeichnung geht auf ihr verspieltes und manchmal übermütiges Wesen zurück. Irish Red Setter sind bekannt dafür, dass sie gerne albern sind und ihre Besitzer mit ihrem fröhlichen und lebhaften Verhalten unterhalten.

 

Süße Irish Red Setter-Welpen (Video)

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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