Donnerstag, September 29, 2022
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Labradoodle (Hybridhund) – klug und sozial

Der Labradoodle ist eine Kreuzung zwischen Labrador Retriever und Pudel. Er zeichnet sich besonders durch seine Klugheit und seine soziale Verträglichkeit aus.

Der Labradoodle soll die besten Eigenschaften von Labrador Retriever und Pudel in einem Hund vereinen. Einerseits haben die intelligenten Fellnasen damit viele Fans gewonnen, andererseits gab es auch Kritik von Verfechtern der ursprünglichen, von der FCI anerkannten Rassen.

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Weil der Labradoodle kaum Haare verliert, gilt er auch für Allergiker als geeignet. / Foto: Pixabay

Labradoodle (Hybridhund) – Klassifizierung

FCI Standard: keine eigene Rasse, Hybridhund
Ursprungsland: Australien

Widerristhöhe: 54-65 cm
Gewicht: 25-35 kg
Verwendung: Familienhund

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Geschichte und Herkunft

Der Labradoodle ist keine FCI anerkannte und keine eigenständige Hunderasse, sondern eine Kreuzung zwischen Labrador Retriever und Königspudel. Der dabei entstandene Hybridhund hat seinen Ursprung in Australien im Jahr 1989. Jedoch wird vom US-amerikanischen Continental Kennel Club (CKC) anerkannt.

Die Idee der Kreuzung stammt von Wally Conron, der für die „Royal Guide Dog Association of Australia“ arbeitet . Denn er wollte einen Blindenhund zu kreieren, der auch für Menschen mit einer Hundehaarallergie” gut verträglich ist. Aufgrunddessen entschied er sich dazu, den oftmals als Blindenhund eingesetzten Labrador mit dem kaum haarenden Pudel zu kreuzen, um so einen allergikerfreundlichen Therapiehund zu erschaffen.

Derzeit ist das Ziel eines nicht haarenden Labradoodles noch nicht ganz erreicht. Der Name dieses Hybridhundes ergibt sich aus dem Zusammenziehen der beiden Rassenbezeichnungen „Labrador“ und „Pudel“ (eng. “poodle”).

Die Idee, bestimmte Eigenschaften einer Rasse mit denen einer anderen zu vereinen, bildet auch den Ausgangspunkt für weitere Hybridhunde, wie beispielsweise den Maltipoo (Malteser und Pudel) oder Goldendoodle (Golden Retriever und Pudel). Freilich ist der Vorgang dahinter deutlich komplexer als vielfach angenommen wird.

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Labradoodles gibt es in einer großen Farbenvielfalt. / Foto: Pixabay

Wesen und Charakter

Der Labradoodle gilt grundsätzlich als sehr sozial, freundlich und klug und ist deswegen als Familienhund gut geeignet. Außerdem sollte bei der Haltung eines Labradoodles auf ausreichend Bewegung und Beschäftigung geachtet werden, da sowohl der Pudel als auch der Labrador auf Jagdhunderassen zurückgehen. Jedoch sind die genauen Eigenschaften nicht immer gänzlich vorhersehbar, da zwei Hunderassen in seinem Wesen vereint sind. Weil es zudem noch keine Rassestandards oder Kontrollorgane gibt, die auf eine verantwortungsvolle Zucht achten, schießen auch viele unseriöse oder unerfahrene Züchter aus dem Boden.

In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig, bei der Anschaffung auf einen seriösen Züchter zu setzen. Andernfalls kann es passieren, dass man an jemanden gerät, dem es lediglich um Geld geht und der sowohl Kosten und auch Mühen einer seriösen Zucht scheut. Beispielsweise bedeutet dies zu wenig Erfahrung und Wissen oder auch die bewusste Verwendung von „ungeprüften“ oder gesundheitlich vorbelasteten Hunden. Das Ergebnis können dann Welpen mit ängstlichen oder aggressiven Wesensmerkmalen sein.

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Richtig gezüchtet stellt der Labradoodle den perfekten Familienhund dar. / Foto: Pixabay

Erscheinungsbild

Der Labradoodle ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit üppigem, gewelltem oder sogar lockigem Fell. Deswegen bedarf dieses ausreichender Pflege, da es sehr schnell verfilzt. Regelmäßiges Bürsten und unter Umständen auch regelmäßiges Kürzen sind daher notwendig.

Besonders im Sommer ist es sehr empfehlenswert, seine Haarpracht kurz zu halten, da er aufgrund seines dichten Felles besonders hitzeempfindlich ist. Obwohl sich die Fellpflege des Labradoodles wohl ein wenig aufwendiger gestaltet, verliert er dafür nur sehr wenig Haare, was ihn wiederum zu einem angenehmen Hausgenossen macht.

Farblich kommt dieser Hybridhund sehr bunt daher: Es gibt ihn in den Farben weiß, creme, rot-braun, braun oder schwarz.

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Abbildung zeigt eine Hundehaarbürste.

Labradoodle Welpen (Video):

Gesundheit

Mit einer Lebensspanne von 13 bis 15 Jahren darf sich der Labradoodle über ein langes Hundeleben freuen. Als junge Hybridrasse gibt es einerseits nur wenige erbliche Risikofaktoren, andererseits ist die Erforschung dieser Rasse noch nicht weit fortgeschritten. Die häufigsten gesundheitlichen Probleme treten in Form von Ellbogendysplasie (ED), Hüftdysplasie (HD) und in Form der Augenkrankheit progressive Retinaatrophie auf. Besonders wichtig ist daher die Auswahl der Züchter – mit ihnen steht und fällt die Gesundheit einer Hunderasse.

Wusstest du, dass...

… der „Erfinder“ des Labradoodles, Wally Conron, seine Innovation der Kreuzung der beiden Hunderassen im Nachhinein bereute?

Das Problem hierbei sieht er vor allem in der schnellen Beliebtheit, die der australische Labradoodle gewann, und die daraus resultierenden, nachlässigen Züchtungen, die zu wenig auf die Gesundheit der Tiere achten.

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Der Labradoodle benötigt sowohl ausreichend geistige als auch körperliche Beschäftigung. / Foto: Pixabay

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Schwarzer Labradoodle Welpe / Foto: Pixabay

Berühmte Frauchen und Herrchen

Zu den bekanntesten BesitzerInnen eines Labradoodles zähl(t)en u. a.

  • Schauspielerin Jennifer Aniston (“Friends”)
  • Schriftsteller David Baldacci (“Memory Man”)
  • Sänger Lance Bass (“N*Sync”)
  • US-Vizepräsident Joe Biden
  • Schauspieler Jeremy Irons (“Batman v Superman: Dawn of Justice”)
  • Politikerin Kira Grünberg
  • Golfer Tiger Woods
  • Musiker Neil Young (“Rockin’ in a free world”)
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Labradoodle und Australian Shepherd in der Natur / Foto: Pixabay

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