Gemeinsam mit Hund auf Reisen

by Nina Chibici
3 Minuten Lesedauer
Ein Hund sitzt mit seiner Familie mim Auto.

Was Hunde im Urlaub wirklich brauchen – und warum Planung so wichtig ist

Entspannung, Tapetenwechsel, neue Eindrücke. Urlaub kann so vieles bedeuten. Spaß natürlich auch. Und? Sehen das unsere Hunde genauso? Auch sie sollen sich im Ferienalltag wohlfühlen. Damit das so ist, gehört aber schon ein bisschen was dazu.

Worauf Hunde im Urlaub wirklich Wert legen

Wir hatten hier ja schon so einiges über den Urlaub mit unseren Fellnasen. Dass wir nicht ohne sie unsere Ferien verbringen wollen, war uns dabei von Anfang an klar. Wir haben auch überlegt, wohin wir sie am besten mitnehmen können, was so alles in den (Hunde-)Urlaubskoffer soll und womit man die Reiseapotheke für den Vierbeiner bestückt. Soweit, so gut. Aber haben wir auch schon einmal ganz ernsthaft darüber nachgedacht, was Urlaub für unsere Hunde bedeutet?

Für die meisten von uns ist ja im wahrsten Sinne des Wortes sonnenklar, dass wir uns darauf freuen. In den Süden zu fahren. Oder in die Berge. Auf einen Tapetenwechsel, aufs Ausspannen. Darauf, einfach mal nichts zu tun. Oder vielleicht auch sportlich aktiv zu sein oder beim Städtetrip kein Museum auslassen, gemütlich im Kaffeehaus die Seele baumeln zu lassen. So ein Urlaub lässt sich ja ganz unterschiedlich gestalten.

Wie Hunde Reisen erleben: Urlaub aus Hundesicht

Aber wie sieht Bello das? Freut auch er sich darauf, das gemütliche Zuhause für ein Weilchen gegen ein anderes zu tauschen? Den angestammten Spazierweg mit den vertrauten Gerüchen seinen Kumpanen zu überlassen und sich an ein fremdes Futter- und Schlafplatzerl gewöhnen zu müssen? Vielleicht sogar bei höheren oder tieferen Temperaturen, die ihm unangenehm sind? Wirklich wissen können wir das natürlich nie. Aber wir sollten – nein, müssen – uns bemühen, auf seine Bedürfnisse so weit wie möglich Rücksicht zu nehmen.

Reiseplanung nach Rasse und Alter: Nicht jeder Hund verträgt jede Art von Urlaub

Das heißt: Sich Gedanken darüber zu machen, in welcher Umgebung der Hund sich wohlfühlen kann. Das ist je nach Rasse und Alter ganz unterschiedlich. Unser Podenco zum Beispiel hat sich am Strand in Italien schon immer pudelwohl gefühlt. Da kann er im Sand herumtoben, was ihm bei uns daheim auf Wald und Wiese nie erlaubt ist. Sonst hätten Feldhase und Rehkitz das Nachsehen gehabt.

Jetzt, im Alter von 15 Jahren, können wir ihm die Hitze dort im Hochsommer nicht mehr antun. Wir waren dieses Jahr also im Februar dort, in den großen Ferien sind wir in Österreich geblieben. Auch sein flauschiges Betterl darf nie fehlen, sobald wir unterwegs sind. Das habe ich auch schon ins Kaffeehaus mitgeschleppt, weil er nur so wirklich zur Ruhe kommen kann.

Unser pubertierender Schnauzermischling wiederum ist gar nicht wählerisch, was den Untergrund betrifft – auch ein Fliesenboden tut’s. Ihm ist nur die Nähe zu uns wichtig. Und sobald wir sitzen und Ruhe ausstrahlen (ja, auch wir haben noch viel zu lernen), döst auch er los. Dabei sein ist für ihn alles. Wie für die meisten Vierbeiner: Können sie bei uns sein, sind sie glücklich. Sie gehören schließlich zum Familienrudel.

Reisegepäck für Hunde: Was unbedingt mit muss, damit Bello sich wohlfühlt

Was ich damit sagen will: So wie wir für uns selbst überlegen, welcher Urlaub am meisten Spaß machen könnte, so sollten wir das auch für unsere Hunde versuchen. Sie haben schließlich das gleiche Recht, sich wohlzufühlen wie wir. Und haben wir auf das geschaut, dann können sie von so einer kleinen Auszeit von daheim auch richtig profitieren.

Warum neue Spazierwege und Urlaubskontakte Hunden guttun

Urlaubsbekanntschaften zum Beispiel werden nicht nur von Zweibeinern geschlossen. Ein neuer Spielkamerad oder eine neue Spielkameradin kann das Hundeleben sehr bereichern. Außerdem bedeuten neue Spazierwege spannende und aufregende Gerüche, die nicht nur die Nase, sondern auch das Hundegehirn ordentlich auslasten und für mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sorgen. Kurzum: So ein Urlaub tut auch Bello gut, solange wir ein paar wichtige Dinge beachten.

Tipps fürs tierische Wohlbefinden

Wenn das vertraute Kaustangerl mit ist, fühlt sich der Hund gleich ein Stück wohler

  • Bekannte Dinge mit einpacken: Mit Körbchen, Decke oder auch Lieblingsspielzeug nimmt man vertraute Gerüche mit.
  • Hundefreundliche Unterkunft suchen: Dort sollte der Hund im Zimmer genug Platz finden, damit er zwischendurch auch alleine zur Ruhe kommen kann.
  • Das Drumherum: Die Umgebung sollte hundegerecht sein, etwa mit Spazierwegen oder auch Strandabschnitten, wo Hunde erlaubt sind, oder einer eingezäunten Hundewiese.
  • Routine ist wichtig: Gewohnte Fütterungszeiten auch im Urlaub einhalten.
  • Energie und Entspannung: Möglichkeiten für ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung, aber auch für genug Ruhezeiten schaffen.
  • Und last but not least: Das Klima am Urlaubsort berücksichtigen und Reisezeit und Aktivitäten entsprechend planen.

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