Shiba Inu (Hunderasse) – vornehmer Dickkopf

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Der Shiba Inu ist ein treuer Begleiter, kann aber manchmal auch etwas stur sein. / Foto: pixabay.

Der Shiba Inu ist eine sehr alte, ursprünglich gebliebene Hunderasse aus dem fernen Osten, der mittlerweile auch im Rest der Welt aufgrund seiner Intelligenz und Eleganz sehr beliebt geworden ist. Er kann manchmal aber auch ein echter Sturkopf sein.

Shiba Inu (Hunderasse) – Klassifikation FCI

FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp.
Sektion 5 – Asiatische Spitze und verwandte Rassen.
ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Japan

FCI-Standardnummer: 257
Widerristhöhe:
Rüde: 38 – 41 cm
Hündin: 35 – 38 cm
Verwendung: Jagd- und Begleithund

Geschichte und Herkunft

Diese urtümliche Hunderasse wird bereits seit vielen Jahrhunderten in Japan gezüchtet und wurde usprünglich als Jagdhund für Kleinwild wie Vögel und Kaninchen in bergigen Gegenden am Meer eingesetzt. Sein Name Shiba Inu (柴犬) bedeutet übersetzt soviel wie „Unterholzhund“ und bezeugt dessen frühere Funktion als Jagdbegleiter. Zwischen 1868 und 1912 wurden europäische Jagdhunderassen wie englische Setter und Pointer in Japan eingeführt und mit den Shibas gekreuzt, bis kaum mehr reinrassige Exemplare vorhanden waren. Um 1928 herum begann eine Initiative von Jägern und Gelehrten, sich für die Reinrassigkeit der Shibas zu engagieren und die wenigen reinrassigen Blutlinien zu erhalten. 1934 wurde ein Rassestandard aufgestellt, 1937 wurde der Shiba Inu in Japan zum Naturdenkmal erklärt. Im zweiten Weltkrieg starb die Rasse aufgrund von Nahrungsknappheit und einer Staupe-Epidemie in der Nachkriegszeit beinahe aus, doch der Bestand konnte sich aufgrund der Bemühungen der Hundezüchter gut erholen – alle heutigen Shiba Inus stammen von nur drei damals überlebenden Blutlinien ab. In Japan ist der Shiba Inu der beliebeste Hund überhaupt, doch auch im Westen wird die Rasse immer populärer: Laut den American Kennel Club Registration Statistics stiegen die Registrierungen von Shibas vom 50. Platz in 2012 auf den 44. Platz in 2016 auf.

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Als ehemalige Jagdhunde brauchen Shiba Inus viel Beschäftigung und Freilauf, um körperlich wie geistig ausgelastet zu sein. / Foto: pixabay.

Wesen und Charakter

Als ehemaliger Jagdhund verfügt der Shiba Inu über eine ordentliche Portion Intelligenz, Ausdauer und auch Unabhängigkeit. Sie sind scharfsinnig und lernen daher sehr schnell, haben aber auch einen ausgeprägten Dickkopf – selbst wenn sie das Kommando verstanden haben und wissen, was von ihnen erwartet wird, sind sie nicht immer zur Folgsamkeit bereit. Shibas sind weit weniger gefällig als andere Rassen und brauchen daher konsequente und langmütige ErzieherInnen und eignen sich wenig für HundeanfängerInnen. Aufgrund ihrer Reinlichkeit und ihrer Gewohnheit, sich Fell und Pfoten abzulecken, werden sie oft als „Katzen unter den Hunden“ bezeichnet; sie werden daher auch sehr schnell stubenrein. Sie können dazu neigen, sich anderen Hunden gegenüber dominant und provokativ zu verhalten, wenn sie nicht früh und sorgfältig sozialisiert werden; auch vor fremden Menschen wahren sie üblicherweise Abstand. Meistert man jedoch diese Hürden und lastet den Shiba Inu seinen Bedürfnissen entsprechend körperlich und geistig aus, hat man einen treuen, gewitzten und aufgeweckten Gefährten fürs Leben gewonnen.

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Erscheinungsbild

Der Shiba Inu ist ein wohlproportionierter, gut bemuskelter kleiner Hund mit starkem Knochenbau. Er hat eine kräftige Konstitution und ist sehr robust schlechten Witterungen gegenüber. Seine Bewegungen wirken durch den hochbeinigen, eleganten Körperbau leichtfüßig und frei. Der Kopf zeichnet sich durch eine breite Stirn, einen deutlichen Stopp und dreieckige, dunkelbraune Augen aus. Auch die aufgerichteten Stehohren sind dreieckig und verhältnismäßig klein. Die dicke Rute ist hoch angesetzt und üblicherweise gut gerollt oder in sichelfärmiger Haltung getragen.
Das Deckhaar des Shibas ist gerade und hart, die Unterwolle jedoch weich und dicht. Zugelassene Fellfarben sind rot, schwarzloh, und die Varianten Sesam (= Mischung von schwarzen, roten und weißen Haaren), Sesam-schwarz (mehr schwarz als weiß) und Sesam-rot (Grundfarbe rot mit schwarz). Alle Farben müssen Urajiro (裏白) aufweisen: Dabei handelt es sich um weißliches Haar seitlich und unterhalb des Fangs und der Backen, an Kehle, Brust und Bauch sowie an der Unterseite der Rute und an der Innenseite der Gliedmaßen.

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Shiba Inus kommen in vielen verschiedenen Farben vor, doch jede davon muss Urajiro aufweisen. / Foto: pixabay.

Wusstest du, dass der Shiba Inu...

… einen beinahe menschenähnlichen Schrei loslassen kann?

Obwohl Shibas grundsätzlich als ruhige Hunde gelten, kann es in Situationen, die ihnen Stress, Angst oder Unmut bereiten, dazu kommen, dass sie einen sehr hohen „Schrei“ äußern. Besonders bei einem Bad oder beim verhassten Krallenschneiden quietschen sie oft, als ob ihr letztes Stündlein geschlagen hätte. Was für Drama Queens!

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Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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