Akita Inu (Hunderasse) – eigensinniger Ruhepol

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Als Hunde vom Urtyp haben Akitas die charakteristischen Stehohren. / Foto: pixabay.

Ursprünglich wurde der kräftige Akita Inu zur Bärenjagd eingesetzt, doch er ist auch ein ausdauernder und aufmerksamer Schlitten-, Wach- und Begleithund – wenn er denn Lust dazu hat!

Akita Inu (Hunderasse) – Klassifikation FCI

FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp.
Sektion 5 – Asiatische Spitze und verwandte Rassen.
ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Japan

FCI-Standardnummer: 255
Widerristhöhe:
Rüde: 67 cm (±3 cm)
Hündin: 61 cm (±3 cm)
Verwendung: Begleithund

Geschichte und Herkunft

Der historische Ursprung des Akita Inus (秋田犬) ist in Japan anzusiedeln, wo jedoch bis ins 17. Jahrhundert eher kleine bis mittelgroße Hunderassen vertreten waren. Als Hundekämpfe zur blutigen Publikumsunterhaltung populär wurden, setzte man in Japan bevorzugt die „Akita Matagis“ dazu ein – mittelgroße Hunde, die zur Bärenjagd verwendet wurden. Ab 1868 wurden diese Hunde mit dem Tosa Inu und dem Mastiff gekreuzt und wurden infolgedessen größer und kräftiger, verloren aber auch charakteristische Wesenzüge der Spitze. Als 1908 Hundekämpfe endlich verboten wurden, züchtete man den Akita als große japanische Haushunderasse weiter, die auch Wach- und Schutzaufgaben übernahm. 1931 wurden sie vom japanischen Staat zum Naturschutzdenkmal erklärt.

Während des Zweiten Weltkrieges ließ jedoch das japanische Militär alle Hunde außer den in Einsätzen verwendeten deutschen Schäferhunden zur Kleidungsherstellung beschlagnahmen und töten, was Liebhaber des Akitas dazu brachte, sie mit deutschen Schäferhunden zu kreuzen und so vor der Ausrottung zu schützen. Nach dem Ende des Krieges existierten nur mehr wenige Akitas in drei verschiedenen Zuchtlinien: die ursprünglichen Matagi Akitas, die kräftige Kampfhunderasse und die Schäferhund-Kreuzungen. Während die amerikanischen Soldaten Gefallen an den Schäferhund-Kreuzungen fanden und diese mit nach Hause nahmen und dort weiterzüchteten (heute als American Akita bekannt), bemühten sich die Akita-Züchter in Japan, den Einfluss der urpsünglichen Matagi Akitas und deren Eigenschaften wiederherzustellen. Der Akita Inu entspricht heutzutage daher eher dem Urtyp der damals verwendeten Jagdhunde.

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Der Akita ist ein imposanter, aber auch sehr starrköpfiger Geselle. / Foto: pixabay.
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Wesen und Charakter

Entsprechend seiner ursprünglichen Verwendung ist der Akita ein Hund mit ausgeprägtem Jagd- und Beschützerinstinkt, der sich als eigenständiger Partner seines Menschen sieht und nicht als dessen Diener. Daher sind sie zwar sehr ruhige, ausgeglichene und aufnahmefähige Hunde, unterwerfen sich aber nicht und befolgen nicht ausnahmslos jeden Befehl. Sie sind starke, selbstbewusste Persönlichkeiten, die andere Hunde oder Tiere nur sehr ungern in ihrem Haushalt dulden. Sie brauchen geduldige, aber trotzdem konsequente und selbstsichere HalterInnen, die mit ihrer Starrköpfigkeit umzugehen wissen. Hat man sich ihren Respekt und ihre Zuneigung verdient, kann man im Akita einen loyal Begleiter durch Dick und Dünn finden.

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Erscheinungsbild

Der Akita Inu ist ein großer, wohlproportionierter Hund mit kräftigem Körper, viel Substanz und robuster Konstitution, der Adel, Würde und Bescheidenheit ausstrahlt. Als Hunde vom Urtyp haben sie die charakteristischen dreieckigen Stehohren und eine hoch angesetzte, fest eingerollte Rute. Ihre Augen sind üblicherweise dunkelbraun – im Zuchtstandard wird gar von „je dunkler, umso besser“ gesprochen. Die Läufe sind ebenfalls kräftig und erlauben einen elastischen Bewegunsablauf voller Esprit und Energie.

Das Deckhaar des Akita ist kurz, hart und gerade, nur am Widerrist, an der Kruppe und an der Rute darf das Fell etwas länger sein. Die Unterwolle ist weich und dicht und macht ihn dementsprechend witterungsfest. Die erlaubten Farben umfassen Rot-falbfarben, gestromt, Weiß und Sesam (rot-falbfarbene Haare mit schwarzen Spitzen). Wie manch andere japanische Rasse (wie beispielsweise der Shiba Inu) müssen alle Akitas auch die klassische Urajiro-Färbung (裏白) aufweisen, das weißliche Haar seitlich am Fang und an den Backen, an der Unterseite des Kiefers, des Halses, der Brust, des Körpers und der Rute und an der Innenseite der Gliedmaßen.

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Dieser Akita-Welpe in Rot zeigt das klassische "Urajiro" - die weiße Färbung u.a. der Körperunterseite. / Foto: pixabay.

Wusstest du, dass der Akita...

… jene Rasse war, der auch der berühmte treue Hund „Hachikō“ angehörte?

Der wohl berühmteste Akita-Rüde ist wahrscheinlich „Hachikō“, der in den 1920er Jahren in Japan eine urbane Legende gründete, weil er selbst nach dem Tod seines Besitzers jeden Tag an dessen Bahnstation in Shibuya, Tokyo, vergeblich auf dessen Rückkehr wartete. Nach Hachikōs Tod wurde dem treuen Hund eine Statue vor jenem Bahnhof errichtet, die auch heute noch eine wichtige Toursitenattraktion darstellt. 2009 wurde seine Geschichte auch für westliches Publikum mit dem Spielfilm “ Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ mit Richard Gere festgehalten.

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Ein Tag im Leben eines Akita (Video)

Begleiten Sie einen Akita im Alltagsleben – die großen Flauschbälle sind nämlich sehr neugierig!

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