Schnauzer (Hunderasse): loyaler Wächter

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Der Schnauzer ist ein sehr wachsamer Hund. Früher wurde er hauptsächlich für das Bewachen von Hof und Haus eingesetzt. / Foto: Pexels

Der Schnauzer wurde von Beginn an für seine besonderen Fähigkeiten als Wachhund geschätzt. Im Laufe der Zeit etablierte er sich  aber immer mehr als ein beliebter Begleithund.

Schnauzer (Hunderasse) – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 2:
Pinscher und Schnauzer– Molossoide – Schweizer Sennenhunde, Sektion 1: Pinscher und Schnauzer, 1.2 Schnauzer
Ursprungsland: Deutschland

FCI-Standartnummer: 182
Widerristhöhe: 45-50 cm
Gewicht: 15-18 kg
Verwendung: Wachhund, Familienhund, Begleithund

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Geschichte und Herkunft

Der Schnauzer (auch „Mittelschnauzer“ genannt) ist der älteste der drei Schnauzertypen und stellt sozusagen den „Prototypen“ dar. Denn ingesamt gibt es drei Schnauzerformen: den Zwergschnauzer, den Mittelschnauzer und den Riesenschnauzer. Zusätzlich gilt der Schnauzer als der Vorläufer  der Hunderasse Pinscher. Denn grundsätzlich handelt es sich bei den beiden Rassen um den gleichen Typ: Einzig die Fellstruktur gilt als Unterscheidungsmerkmal.

Der Schnauzer wurde bereits vor über 500 Jahren in Deutschland als Arbeitshund verwendet. Seine Hauptaufgabe stellte das Bewachen von Haus und Hof dar. Oft wurde er aber auch als Begleiter von Fuhrwerken oder fahrenden Händlern eingesetzt. Hierbei wurde ihm, abgesehen von Wachsamkeit,  zusätzlich eine große Ausdauer abverlangt, da er oft stundenlang neben den fahrenden Wagen herlaufen musste. Neben seiner Haupttätigkeit, dem Bewachen, war es außerdem seine Aufgabe, Haus und Stall von Mäusen und Ratten zu befreien. Aus diesem Grund wurde er oft auch als „Rattler“ oder „Stallpinscher“ bezeichnet. Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts begann man schließlich, die Pinscher und Schnauzer optisch voneinander zu differenzieren. Ab 1895 wurde der Schnauzer dann schlussendlich für den Einsatz als Begleithund gezüchtet. Auslöser dafür war die der im selben Jahre gegründete Pinscher-und-Schnauzer-Club, der die Züchtung kontinuierlich förderte.

Der Schnauzer, der zu den ältesten Hunderassen überhaupt zählt, wurde ab diesem Zeitpunkt sehr gerne als Begleithund eingesetzt. 1955 wurde er schlussendlich durch die Fédération Cynologique Internationale offiziell als eigene Rasse anerkannt.

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Der Schnauzer wurde früher oft als Ratten- oder Mäusefänger eingesetzt. Aus diesem Grund wurde er oft als Rattler oder Stallpinscher bezeichnet. / Foto: Pexels

Wesen und Charakter

Sein Selbstbewusstsein und sein mutiges Wesen stehen mit seinem seinem ursprünglichen Einsatz als Wachhund in Zusammenhang. Generell zählt der Schnauzer zu den eher temperamentvollen Hunderassen, die sich aber zugleich durch eine große Portion Loyalität gegenüber ihren Besitzern auszeichnen.

Aufgrund seines starken Charakter ist es aber unbedingt notwendig, in der Erziehung konsequent zu sein. Auch Geduld ist hierbei ein wichtiges Stichwort – an der Sturheit und Eigenwilligkeit des Schnauzers kann man sich nämlich schnell den Kopf stoßen.

Da der Schnauzer ein sehr aktiver und zugleich äußerst kluger Hund ist, ist es wichtig, ihn genug körperlich wie auch geistig auszulasten. Möglich sind Hundesportarten wie z. B. Aglitity oder Dog Dance. Eine Liste für verschiedene Hundesportarten finden Sie hier.

Die Reizschwelle des Schnauzers ist eher niedrig. Manchmal neigt er auch zum Kläffen. Vermutlich ist dies aber auch abhängig davon, inwieweit er geistig und körperlich gefordert wird. Gelangweilte Hunde tendieren eher dazu, auf kleine Reize von außen zu reagieren.

Da er ein sehr loyaler Begleiter ist und außerdem gut mit Kindern zurecht kommt, stellt er auch den idealen Familienhund dar – vorausgesetzt, er genießt eine gute Erziehung.

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Der Schnauzer ist sehr loyal und steht seinem Besitzer immer treu zur Seite. / Foto: Unsplash

Erscheinungsbild Schnauzer

Der Schnauzer ist ein mittelgroßer, kompakter Hund mit einem langgestreckten Schädel. Die Ohren sind v-förmig und nach unten geklappt. Besonders bezeichnend für den Schnauzer sind seine stark ausgeprägten Augenbrauen und, selbstverständlich, sein imposanter Schnauzbart.

Das Fell ist drahtig, hart und dabei aber ziemlich dicht. Auch seine Unterwolle ist dicht. Erlaubt ist er in den Farben pfeffersalz sowie rein schwarz mit schwarzer Unterwolle.

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Der Schnauzer trägt ein sehr dichtes und drahtiges Haarkleid. / Foto: Unspalsh

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Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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