Doga: Yoga zusammen mit Hund

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Doga (= Dog Yoga) ist für Hund und Herrchen bzw. Frauchen eine tolle gemeinsame Freizeitbeschäftigung! / Foto: pexels.

Der Begriff Doga kommt aus dem Englischen und setzt sich aus den Worten „Yoga“ und „Dog“ zusammen, also Yoga mit Hund, oftmals auch einfach nur Dog Yoga genannt. Dabei führen Herrchen bzw. Frauchen ihre Entspannungsübungen mit ihren Fellnasen aus.

In Zeiten von Corona-Stress und geschlossenen Fitnesscentern ist sportliche Betätigung und geistige Entspannung so wichtig wie selten zuvor – sowohl für uns selbst als auch für unsere vierbeinigen Leidensgenossen. Yoga verbindet beides miteinander, durch Atemübungen, Entspannungstechniken und Asanas (=Yogahaltungen), zum Beispiel den „herabschauenden Hund“. Da ist der nächste Schritt, einen tatsächlichen Hund zum Mitmachen einzuladen, nicht mehr weit. So wurde ein neuer Star am Sporthimmel geboren, den Hunde und Menschen gemeinsam genießen können: Doga.

Was ist Doga?

Doga wurde von der in New York lebenden Trainerin Suzi Teitelman erfunden, die in Yoga einen Weg sah, das Band zwischen Hund und Mensch zu stärken und gemeinsam zu seelischem Gleichgewicht zu finden. In ihrem Buch „Yoga für Hunde“ schrieb auch die Yoga-Trainerin Jennifer Brilliant, dass Hunde eine natürliche Begabung für Yoga hätten und die geborenen Yogis (bzw. „Dogis“) seien, weil sie sich zu jeder Zeit im Hier und Jetzt befinden und Meister darin sind, einfach den Moment zu genießen. Doga-Trainer erdenken Übungen und Trainingsroutinen, die Hund und Herrchen bzw. Frauchen gemeinsam ausführen können, zum Beispiel das Singen von Mantren, Atemübungen und spezielle Asanas, an denen beide Parteien teilnehmen können. Während der Trainingseinheit werden die Hunde gestreichelt, massiert und vorsichtig gedehnt. Mittlerweile werden weltweit Doga-Kurse in Hundeschulen oder Trainingszentren angeboten.
Gerade zu Beginn ist sehr zu empfehlen, einen Kurs zu besuchen, denn wenn man zuhause ohne die Aufsicht eines ausgebildeten Trainers loslegt, könnte man Übungen falsch ausführen und seiner Gesundheit eher schaden als nützen. Auch bei den Dehnübungen des Hundes braucht man Fingerspitzengefühl und Fachwissen, ansonsten kann es zu Überdehnungen kommen.

Ihr wollt lernen wie Doga funktioniert? Wir empfehlen dieses Buch:

Jennifer Brilliant, William Berloni (Veronika Straass Übersetzerin)
Yoga für Hunde
Verlag: Knesebeck (2005)
ISBN-13: 978-3896602732
Gebundenes Buch 9,71€

Chihuahua macht Doga (Video)

Kann jeder Hund mitmachen?

Grundsätzlich sind Doga-Übungen auf eine Art und Weise gestaltet, dass jeder Hund sie ausführen kann – Rassenzugehörigkeit oder Körpergröße sind egal. Allerdings könnten  übermäßig nervöse oder leicht ablenkbare Hund oder solche, die noch sehr jung und verspielt sind, wenig (oder zu viel) Freude am Hundeyoga finden. Will man gemeinsam mit dem Vierbeiner eine Doga-Klasse besuchen, müssen sich die Hunde anderen Menschen und Haustieren gegenüber ruhig und freundlich verhalten können. Auch die Grundkommandos sollten bereits problemlos befolgt werden können. Verhaltensauffälligkeiten oder schlechtes Benehmen sind fehl am Platz, wenn sich alle Beteiligten zusammen entspannen und die gemeinsame Zeit genießen möchten!
Aber grundsätzlich gilt: Hunde müssen nicht jede Übung mitmachen. Wenn sie einfach nur zwischen zwei Übungen relaxen wollen, sollte man ihnen dies gönnen und sie bei der nächsten Gelegenheit zum Mitmachen einladen. Das Wichtigste beim Doga ist eine harmonische Atmosphäre und dass alle Parteien Spaß haben.

Wozu Doga?

Die gemeinsame Yogastunde mit Hund soll die Bindung zwischen Mensch und Tier stärken und bei beiden zu einer gelösten Stimmung führen. Viele Hunde haben Spaß an den Asanas und imitieren oft sogar ohne Aufforderung oder Training die Bewegung ihrer Menschen. Die Übungen kräftigen und dehnen Muskeln, die besonders bei Menschen im Alltag zu selten benutzt werden und verkümmern, was zu schmerzhaften Haltungsschäden führen kann. BesitzerInnen und Fellnasen lernen sich außerdem besser kennen und verstehen, durch das Singen und Atemtraining wird ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt. Aufgrund der angenehmen Entspannung kann Doga hilfreich gegen Bluthochdruck, Verdauungsbeschwerden oder gar Burn-Out sein – ob es sich als Therapie für eine bestimmte Erkrankung eignet, sollte mit einem Arzt Ihres Vertrauens abgesprochen werden.

Wenn Ihr Hund zu aufgeweckt für Doga ist, finden Sie vielleicht eine gemeinsame Sportaktivität in unserer Liste aller Hundesportarten, die besser zu Ihnen passt!

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