Greyhound (Hunderasse) – der schnellste Hund der Welt

Greyhound (Hunderasse) – der schnellste Hund der Welt

von Redaktion
FCI-Steckbrief Greyhound: FCI-Gruppe 10: Windhunde. Sektion 3 - kurzhaarige Windhunde. ohne ArbeitsprĂŒfung Ursprungsland: Großbritannien FCI-Standardnummer: 158 Widerristhöhe: RĂŒden: ca. 71 - 76 cm HĂŒndinnen: ca. 68 - 71 cm Verwendung: Rennhund (Jagd auf Sicht)

Was fĂŒr ein Sprinter!

Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h ist der Greyhound die schnellste Hunderasse der Welt. Mit seinem freundlichen und ausgeglichenen Wesen sprintet er auch in die Herzen seiner Fans.

Geschichte und Herkunft

Wie bei vielen anderen Windhunderassen wie dem Saluki oder dem Whippet wird auch beim Greyhound angenommen, dass seine UrprĂŒnge weit in die Menschheitsgeschichte zurĂŒckgehen und wahrscheinlich im Mittleren Osten anzusiedeln sind. Die flinken LĂ€ufer wurden besonders gerne fĂŒr die Jagd auf Ă€hnlich schnelle Beute wie Hasen oder anderes Niederwild eingesetzt, entweder bei der Einzeljagd oder in der Meute. Aus diesem Grund wurden Windhundetypen spĂ€ter auch in ganz Europa geschĂ€tzt und eigene Typen gezĂŒchtet – Greyhounds waren die erste Hunderasse, die in Großbritannien einen offiziellen Rassestandard erhielt.

Theorien zufolge könnte sich der englische Greyhound auch aus der spanischen Windhunderasse Galgo Español herausentwickelt haben. Die Herkunft des Namens kann leider auch kein neues Licht auf seinen genauen Ursprung werfen:

Zur VerfĂŒgung stehen das englische „gazehound“ (zu dt. „Sichthund“) oder „great hound“ (zu dt. „großer Hund“), aber auch eine Übersetzung aus dem Altenglischen „grech“ oder „greg“ (beides bedeutet „Hund“) oder dem Lateinischen „granus“ (zu dt. „schnell“) könnte möglich sein. Von Großbritannien ausgehend wurde der Greyhound spĂ€ter auch in die USA exportiert, wo man den selbststĂ€ndig jagenden Sprinter gerne zu Hunderennen einsetzte.

Auch heute noch treten Greyhounds in sogenannten Coursing-Rennen gegeneinander an und versuchen, sich an Geschwindigkeit zu ĂŒberbieten. (Der Einsatz von lebendigen Ködern wurde jedoch bereits grĂ¶ĂŸtenteils verboten!) Aber auch fĂŒr Hobbysportler, die nicht kompetetiv an Rennen teilnehmen möchten, bietet das Coursing-Training eine tolle Auslastungsmöglichkeit fĂŒr Windhunderassen.

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Höchstwahrscheinlich kommt der Greyhound ursprĂŒnglich aus dem Orient. / Foto: pixabay.

Wesen und Charakter

GrundsĂ€tzlich gelten Greyhounds als entspannte, ruhige und anhĂ€ngliche Familienhunde, die sich trotz ihrer Neigung zu hohen Geschwindigkeiten auch problemlos in Wohnungen ohne Garten halten lassen, sofern regelmĂ€ĂŸiger Auslauf eingeplant wird. Ihre Ausdauer und ihr Durchhaltevermögen sowie ihre Tendenz zu eigenstĂ€ndiger BeschĂ€ftigung kann eine Erziehung herausfordernd machen.

Da sie ĂŒber einen ausgeprĂ€gten Jagdtrieb verfĂŒgen, wird Freilauf ohne Leine zudem stets ein Risiko bleiben und muss in manchen FĂ€llen ganz unterlassen werden. Ansonsten zeichnen sich Greyhounds durch hohe Intelligenz, Freundlichkeit und Ausgeglichenheit aus. Fremden gegenĂŒber verhalten sie sich eventuell etwas schĂŒchtern bis misstrauisch, doch wenn man ihr Vertrauen gewinnen kann, hat man keinen loyaleren GefĂ€hrten an seiner Seite.

Erscheinungsbild

Der Körper des Greyhound weist eine gute Bemuskelung und großzĂŒgige Proportionen auf, sie sind symmetrisch gebaut und groß gewachsen. Auf der tiefen Brust sitzt ein langer, biegsamer Hals und der typische, langgezogene Kopf mit ovalen, schrĂ€g eingesetzten Augen, die vorzugsweise eine dunkle Farbe aufweisen sollen. Die Ohren sind klein, rosenförmig und leichtledrig, der Fang ist krĂ€ftig und gut geformt.

Die langen LĂ€ufe des Greyhound erlauben eine raumgreifende Bewegung und Geschmeidigkeit der Glieder, welche die Eleganz der Windehundetypen ausmacht. Die HinterlĂ€ufe greifen gut unter dem Körper vor, um große Schubkraft zu gewĂ€hrleisten. Auch die Rute ist lang, tief angesetzt und darf nur leicht gebogen sein.

Fell und Pflege

Das Haarkleid des Greyhound besteht aus sehr feinen, dichten, kurzen Haaren ohne Unterwolle. Das Fell darf schwarz, weiß, rot, blau, brĂ€unlich-rotgelb, sandfarben oder gestromt sein oder in einer Kombination jeder dieser Farben mit weiß auftreten. Dank des kurzen Fells muss der Greyhound nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig oft gepflegt werden. Dennoch genießt auch er regelmĂ€ĂŸige Massagen mit einer weichen BĂŒrste oder einem Noppenhandschuh.

Mehr Aufmerksamkeit sollte man den Pfoten widmen, denn bei Greyhounds können diese sehr empfindlich sein. Im Winter gehören diese nach jedem Spaziergang mit lauwarmen Wasser gereinigt, um Streusalz und Kiesel zu entfernen. Außerdem ist die Anwendung einer Pfotenpflegecreme zu empfehlen.

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Der Greyhound tritt in vielen verschiedenen Farbvariationen in Erscheinung. / Foto: pixabay.

Gesundheit

Im Allgemeinen darf der Greyhound als sehr gesunde und robuste Hunderassen gelten. Allerdings können (wie bei anderen Windhunderassen) die Blut-, Gesamtprotein-, Globulin-, Kreatin- und T4-Thyroxin-Werte gesunder Greyhounds von den Referenzwerten anderer Hunderassen abweichen, was in EinzelfĂ€llen Fehldiagnosen begĂŒnstigt, wenn diese Werte zur Ermittlung von Leber-, SchilddrĂŒsen- und Nierenfunktion herangezogen werden.

Als rassespezifische Disposition kann jedoch die sogenannte „Greysperre“ auftreten, wenn das Tier körperlich ĂŒberlastet wurde und zudem nicht genĂŒgend Wasser bei heißen Außentemperaturen erhalten hat. Dadurch kommt es zu einer nicht traumatischen Auflösung der Muskelfasern und infolgedessen zu Gliedersteifheit, die zu einer vollkommenen BewegungsunfĂ€higkeit ausarten kann. Sollte ein Greyhound also einen steifen Gang aufweisen und dunklen Urin abgeben, sollte man sich sofort zum nĂ€chsten Tierarzt beeilen!

Der Greyhound gehört zu den schnellsten Hunderassen / schnellste Hunde der Welt / diehundezeitung
Greyhounds können bis zu 80 km/h schnell laufen. / Foto: pixabay.

💡Wusstest du, dass der Greyhound…

… das zweitschnellste Tier der Welt ist?

Mit seinen sensationellen 80 km/h  ist der Greyhound das zweitschnellste Tier der Erde – schneller ist nur noch der afrikanische Gepard. Die flinke Großkatze kann eine Höchstgeschwindigkeit von ĂŒber 90 km/h erreichen, diese aber nur fĂŒr wenige Sekunden halten, um die letzten Meter zum Beutetier aufzuholen. Das Geheimnis beider: WĂ€hrend des Sprints berĂŒhren ihre Pfoten kaum den Boden, sie „schweben“ zu 75% des Laufen quasi in der Luft…. sich als universaler Blutspender eignet?

Um so schnell laufen zu können, haben Greyhounds ein grĂ¶ĂŸeres Herz und ein grĂ¶ĂŸeres Lungenvolumen als andere Hunderassen. Außerdem ist auch ihr Blut etwas Besonderes: Darin tummeln sich signifikant mehr rote Blutkörperchen als im Blut anderer Rassen, und auch dadurch eignen sie sich als Universalspender fĂŒr andere Hundeblutgruppen.

Die 5 Wesensarten des Greyhound (Video)

Greyhounds sind charaktervolle Hunde, die ganz schöne Clowns sein können. In diesem Video werden die fĂŒnf BasiszustĂ€nde der liebenswĂŒrdigen Sprinter gezeigt.

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